War: "Vergaser?" Ist: Noch etwas anderes ...

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War: "Vergaser?" Ist: Noch etwas anderes ...

Beitrag von TheMissingLink » 14.06.2019, 16:34

Tja, da ich mir ja die Arbeit gemacht hatte, die Vergaser auszubauen, zu reinigen war ich recht zufrieden. Springt auf den ersten Druck auch ohne Choke an und läuft auch kalt nahezu rund.

Die Fahrten diese Woche waren fast schon langweilig, so linear wie sie beschleunigt.

Da ich mich noch nicht traute, sie zum täglichen Pendeln zu nutzen, durfte sie nur bis zum Bahnhof mit. Morgens starten, kurz laufen lassen, 6,8 km zum Bahnhof und Abends retour. Alles perfekt.

Eigentlich wollte ich heute wieder meine 2x100km ... aber da habe ich den Felher gemacht, gestern einen kleinen Umweg zu machen, zusätzliche 1,87 km. Und dann kam's: In einer Kurve 100 Meter vor dem Ziel nehme ich etwas Gas zurück: Aus. Einfach so. Orgeln: Nix. 10 Sekunden warten: Läuft. 50 Meter fahren: Aus. Orgeln: Nix. Warten: läuft. Die gleichen Symptome von "damals" die mich veranlassten, letztendlich die Vergaser zu putzen.

Was ich ausschliessen kann:
- Regler, nagelneu und kürzlich erst vermessen
- Filter: Nagelneu und schneeweiss
- Pumpe: neu und gerade vermessen
- Tank ist gespült.
- Vergaser: besser als neu! ;-)

Heute Morgen sprang sie wieder perfekt an und lief brav ihre 6,8km, ich bin überzeugt, dass sie es auch wieder zurück macht ... bzw nicht, wenn ich ihr zusätzlich 1,87km aufbürde.

Bauch sagt: Temperatur und/oder Luft im Kühlsystem. Anzeige geht wohl schon seit der Erstzulassung 1991 nicht. Ich erinnere mich dumpf, früher ein Gebläse an der Ampel gehört zu haben, seit der Malesche vor ein paar Monaten nicht mehr wie mir gerade einfällt ...

Morgen mal in kontrollierter Umgebung warmlaufen lassen und die Wärmeverteilung erfühlen. Deckel und Fühler prüfen ... Sicherung des Fans, den Fan selber ...

Kann das die Ursache gewesen sein? Überhitzung und Abschalten? Aber abrupt aus sobald ich das Gas etwas zurücknehme?! Ich hätte eher getippt, laufen bis der Ölfilm reisst.

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Beitrag von hermann2124 » 14.06.2019, 17:01

Ist der Schlauch für die Tank-Be/Entlüftung auch frei? Nicht, dass der abgeklemmt ist. Dann bekommt sie auch keinen Sprit. Könnte auch so von der Reichweite her passen.
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Beitrag von GermanBoss » 14.06.2019, 17:09

Vllt die Gemischregulierschraube zu Mager.
Deshalb auch kalt ohne Choke keine Probleme.

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Beitrag von Rolli » 14.06.2019, 23:36

Also das Kühlwassersystem hat mit dem plötzlichen Abstellen des Motors sicher nichts zu tun. Es gibt ja keine elektrische Standsüberwachung.
Die Temperatur Anzeige ist nur ein Schätzeisen, kommt im Sommer so bis zur Hälfte und dann gleich der Lüfter. Aber auch nur bei Hitze und Stp and Go, bei Fährt meist so um 1/3 .
Eigentlich, wenn man bei der /1 den Benzinhahn vergisst zu öffnen , kündigt sich das Ausgehen mit Stottern und Leistungsverluste an und ist nicht mit Schlag aus.
Ich überlege gerade, aber Schlauch zur Tankentlüftung hat die /1 auch keinen, zumindest ist mir beim Tank abbauen nichts aufgefallen.
Schlagartiges Ausgehen wäre eigentlich mehr ein Abschalten der Zündung über Kill oder Seitenständerschalter...... dummes Ding
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Beitrag von Knattermax » 15.06.2019, 00:37

GermanBoss hat geschrieben:  
14.06.2019, 17:09
Vllt die Gemischregulierschraube zu Mager.
Deshalb auch kalt ohne Choke keine Probleme.
Ein kalter Motor benötigt zum Starten angereichertes Gemisch weil an den Kalten Wandungen Benzin niederschlägt und damit das Gemisch zu mager wird.
Wenn er kalt ohne Coke anläuft ist das Gemisch zu fett.
Wenn er einfach aus geht würde ich beim versehentlichen betätigen vom Notausschalter anfangen und wie schon erwähnt beim Ständerschalter weitermachen. –Ist der Ständer frei beweglich?
Schau dir den Schaltplan an, wie der Kupplungsschalter funktioniert. – Es ist ja beim Schalten/Kuppeln passiert. Z.B. WD40 oder Ballistol in die Schalter sprühen.

Gruß Willi

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Beitrag von TheMissingLink » 15.06.2019, 09:27

Moin!

Danke soweit schon mal für die tips!

Gestern Abend war es schön zu beobachten:
Extra Umweg gefahren und siehe da, reproduzierbar. In voller Fahrt bleibt, ohne Kupplung zu betätigen, schlagartig die Zündung komplett weg, bei niedrigerer Drehzahl leichter als bei über 5000U/min. Rolle ich eingekuppelt weiter, kommt sie nach etlichen Metern ruckelnd wieder zum Leben um dann kurz danach erneut ... Kupplungsunabhängig.

Es wahrscheinlich elektrisch und temperaturabhängig. Werde nachher mal Killschalter, Seitenständerschalter untersuchen, schauen, ob irgendwo ein Masseanschluss Probleme bereitet.
Ich hasse Elektrik, gerade bei so diesem diffusen Mist. Wenn ich mir dann noch vorstelle, es wäre ein Einspritzer ....

Ich geb nachher mal Laut ..

Geniesst das Wochenende!

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Nachschlag: Korrekt, ist wohl massiv zu fett eingestellt, habe ich kritiklos nach dem Zerlegen übernommen. Es waren 2,5 Umdrehungen, wenn's nicht gerade das Schweizer Modell ist, sollen es laut WHB wohl 1,75 sein ... wird gleich mit korrigiert.

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Beitrag von Rolli » 15.06.2019, 10:56

Also völlig ohne Kenntnis von Elektrik ist es schwierig. Der Killschalter wirkt auf die CDI und der Seitenständerschalter auch, aber eben auch gegen Masse. Also pauschal irgendetwas nach Masseschluss prüfen !?!
Probier doch bitte erst mal die grundsätzliche Funktionalität, vielleicht stimmt da schon was nicht und man hat einen Ansatz. Auch ein Wackeln und “Befummeln “ der Zuleitung bei laufenden Motor sollte dann eventuell die Störung auslösen. Ich zweifle allerdings ein wenig, warum es immer erst nach einer Weile passiert, aber nicht ist unmöglich. Viel Erfolg
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Beitrag von schneekönig » 15.06.2019, 12:04

Warum sollte ein Killschalterdefekt oder irgend ein Masseschluss nach exakt 8 km Fahrstrecke auftreten, nicht aber nach 6,8 km? Das ist nicht plausibel.
Plausibler finde ich, dass die Schwimmerstände zu niedrig sind oder der Benzinnachlauf nicht stimmt. Schließlich warst du doch an den Vergasern und Schwimmernadelventilen dran.
Viele Leute stellen viele richtige Fragen. Aber die wenigsten hören zu, wenn einer was zu sagen hat...

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Beitrag von Rolli » 15.06.2019, 16:07

Markus, sicher ist dies eher unwahrscheinlich, aber warum stellt sie mit Schlag ab und stottert nicht erst mal rum, wenn ihr die Suppe ausgeht. Er soll ja auch nichts großes zerlegen, sondern einfach mal die Sachen schalttechnisch prüfen.
Diese Mucken hatte sie vor der Vergaserreparatur auch schon gemacht?
Da sie komplett ausgeht, muss ja dann auch allen Vergasern die Suppe Ausgehen.
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Beitrag von TheMissingLink » 15.06.2019, 16:42

Nun habe ich gewackelt, an Steckern, Schaltern und Kabeln, Alle erreichbaren Stecker einmal auseinander, betrachtet und mit Kontaktspray gereinigt. Killschalter zerlegt, eingebaut und getestet, nix. Seitenständerschalter dito ...

Im Stand tuckern lassen (mit 1,75 Umdrehungen benötigt sie tatsächlich wieder den Choke) bis sie gefühlt Betriebstemperatur erreichte. Was auffiel: der Ventilator sprang nicht an trotz erhöhter Temperatur, gegen Masse gelegt läuft er an. Das sollte ich auf jeden Fall beobachten ...

6,x km ist die minimale Strecke, die ich 2x täglich mit fahre, überschreite ich diese Entfernung taucht das Problem auf. Fahrbahnqualität ist dabei gleichbleibend ohne Erschütterungsmöglichkeit, die letzten 80% davon sind Landstrasse, also ohne Stop and Go oder ständiges Schalten.

Schwimmer hatte ich alle eingestellt. Wie erwähnt würden sie wohl Leistung verlieren aber alle schlagartig?!

Bei besagtem Kupferwurm bricht nicht das Stromnetz zusammen, lediglich der Zündstrom ist weg sobald sie eine gewisse Temperatur überschreitet. Wär's 'n Eintopf tippte ich auf die Zündspule.

Wenn sie morgen abgekühlt ist, kontrolliere ich mal die verbleibenden Masseanschlüsse.


Mit Elektro an sich habe ich keine Probleme, ich mag es nur nicht, darin Fehler suchen zu müssen ;-)


der horst

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Und den Rest auch mal messen morgen, Geber etc. Sollte ich nicht fündig werden, bestelle ich auf Verdacht eine gebrauchte CDI.

Und ja, es sind genau die Macken, die vor einiger Zeit auftraten deretwegen ich sie "zwischenparken" musste.