Tipps für Ausbau Vergaserbatterie

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Olf
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Tipps für Ausbau Vergaserbatterie

#1

Beitrag von Olf » Di 4. Jul 2017, 09:04

Hallo zusammen,
ich werde meine Vergaserbatterie demontieren müssen um sie mal ordentlich durchzupusten ´mit Kompressor. Alle Düsen etc.
Gibt es dabei Tipps, Kniffe die es zu beachten gilt ? Mit aushebeln etc. habe ich schon Hinweise gelesen.

Muss man zwingend auch den Luftfilterkasten demontieren, oder bekommt man die Batterie nachher auch so wieder drauf ?

Macht es Sinn, Vergaserreinigungsmittel zu verwenden ? In den Tank wollte ich es nicht schütten, aber vielleicht ist es gut es in die ausgebauten Vergaser zu füllen und mit Druckluft auszublasen ?

Evtl. möchte ich die Vergaser auch mal Ultraschallreinigen lassen, aber erst im Winter. Wen könnt ihr da empfehlen ?

Bin für Hinweise dankbar.
Gruss,
Olf
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Thomas
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Re: Tipps für Ausbau Vergaserbatterie

#2

Beitrag von Thomas » Di 4. Jul 2017, 09:49

Frage dazu: warum?

Wenn du den Vergaser ausbaust, lass vorher den Motor etwas laufen, aus den warmen Ansaugstutzen gehts leichter raus. Durchpusten allein ist selten zielführend, wenn, dann die Düsen ausbauen und reinigen. Ganz wichtig auch, die Luftdüsen zu kontrollieren (von der Einlasseite her auf Durchgängigkeit). Luftfilterkasten oben ab, Basis erstmal an der Vergaserbatterie dranlassen. Neue Ansaugstutzen und Schwimmerkammerdichtungen bereithalten.
Viel Erfolg.

Thomas
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Olf
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Re: Tipps für Ausbau Vergaserbatterie

#3

Beitrag von Olf » Di 4. Jul 2017, 10:05

Guten Morgen Thomas !
Warum: Weil bei einem Vergaser der Durchlass der Hauptdüse mittlerweile kleiner war als derjenige der Leerlaufdüse. Ganz ehrlich ? Vermutlich fahre ich bereits seit letztem Jahr auf 3 Zylindern und ich habe es nicht gemerkt. Gut, sie zog nicht mehr ganz so gut und im Standgas lief sie etwas unrund. Aufgefallen sei mir das schon, wie mir meine bessere Hälfte sagte. Naja, ab 08/16 stand sie ja eh wegen vieler Wehwechen (siehe Forum). Und vor kurzem habe ich dann den Krümmertest mit Wasser gemacht. Ein Krümmer blieb kalt. Ich habe die Membrane etc. getauscht (sie auch "Zyl. läuft nicht mit"). Lt. AU/DEKRA 0,08 CO.
Langer Rede kurzer Sinn: Der Zylinder läuft wieder AUCH im Standgas ! Denn die Gemischregulierschraube sollte man auch ausbauen reinigen und die Öffnungen im Vergaser durchpusten.

Die Maschine läuft jetzt schon viel besser, aber sie wird immer noch leicht zu warm (aber viel besser zu vorher). Ich denke mal, die verbleibenden Düsen der 3 restlichen Vergaser sehen nur unwesentlich besser aus, daraus resultierend--> Abmagerung---> zu hohe Temperatur.

Die Gemischregulierschrauben waren auch nur 1 /1/8 rausgedreht. Lt. WHB 1 3/4 Standard. Aber da habe ich erstmal nichts verändert.

Also kann ich das Luftfilteruntergehäuse welches, dessen Schrauben mit der Blechschraubensicherung (umgebogen) versehen sind drauflassen ?

Gruss,
Olf
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Bernd 2
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Re: Tipps für Ausbau Vergaserbatterie

#4

Beitrag von Bernd 2 » Di 4. Jul 2017, 12:59

Hallo!
Also es wird schwierig die Choke Zug zu lösen denn der ist vom Lufikasten verdeckt, so wie auch die Gasbowdenzüge sind gut vom Lufikasten verdeckt, das ein abbauen sehr schwierig gestaltet.
Es sind nicht nur die Leerlaufgemischschraube (aufpassen Messing U Scheibe und Gummiring nich verlieren)
Am besten Schwimmerkammerdeckel ab und alle Düsen raus und auspusten.
Ich habe ein Draht vom Ölzettel genommen und alle Bohrungen mal durchgestochen, wo es nicht ging, einfach mal für ein Tag ins Benzin legen.
Viele schreinen wenn ich die Düsennreibahlen empfehle, aber ich habe auch etwas schiss vor, aber wenn man damit sehr vorsichtig mit umgeht und die richtige Größe wählt, dann geht das mit den sehr gut.
Ich benutze immer die kleinste Ahle.

Thomas, man darf ja ein CO Wert von 4,5 nicht überschreiten, aber
0,08 erscheint mir viel zu mager, da kann doch kein Motor richtig laufen?!?? Fehlmessung?
Gibt es ein Wert unterhalb von 4,5 wo man sagt das die Vergaser optimal ihren Dienst verrichten?
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Thomas
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Re: Tipps für Ausbau Vergaserbatterie

#5

Beitrag von Thomas » Di 4. Jul 2017, 13:49

Bernd 2 hat geschrieben:
Di 4. Jul 2017, 12:59

Thomas, man darf ja ein CO Wert von 4,5 nicht überschreiten, aber
0,08 erscheint mir viel zu mager, da kann doch kein Motor richtig laufen?!?? Fehlmessung?
Gibt es ein Wert unterhalb von 4,5 wo man sagt das die Vergaser optimal ihren Dienst verrichten?

Mein alter Meister hätte dazu gesagt: Wer viel misst, misst Mist! So ein Vergasermotor ohne Sekundärluftdingenskirchen läuft so mit 2,5-3,5%CO richtig gut, gerade bei nem wassergekühlten vierventiligen Motor brauchts nicht mehr. Meine 24er und die 36/I aus dem Familienbestand laufen jeweils mit etwa 3%.

Zu dem Gestochere in den Düsen mit irgendwelchen Hilfsmitteln: ich fleddere dazu (wenn trotz langer Verweildauer im 60°C-USB die blöde Düse nicht freizubekommen ist) ne Messingbürste, zupf da nen Draht raus und mache so die Verstopfung frei. Geht nicht so aufs Material :cool:
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