Welche Kupplung und welches Öl?

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Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von elkuenno » 04.05.2017, 11:22

Hallo zusammen

Meine Kupplung ist bei meiner RC24 von 86 langsam fällig. Kann mir jemand einen guten Reparatursatz empfehlen?

Zweite Frage ist:
Welches Öl sollte ich am besten fahren? Habe bisher immer das normale Öl für Autos genommen. Aber das soll wohl das Rutschen der Kupplung begünstigen. Welches würdet ihr da empfehlen?

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von hermann2124 » 04.05.2017, 11:33

Solange es sich um rein mineralisches Oel handelt, ist das "normale" völlig in Ordnung. Ich habe jahrelang auf meiner 36/2 das Oel von der "Genossenschaft" ohne Probleme gefahren. Bei teilsynthetischen und synthetischen Oelen ist die JASO MA-Norm wichtig.
Zu der Kupplung kann ich dir nichts sagen, dafür kenne ich die 24er zu wenig. Solltest aber hier vielleicht nähere Infos bekommen.
Gruß, Hermann

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von Mecky » 04.05.2017, 12:51

Hallo,
hier gibts ebenfalls Ersatz.
http://www.trwmoto.com/de/
Gruß
Mecky

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von Moppedtouri » 04.05.2017, 13:15

elkuenno hat geschrieben:  
04.05.2017, 11:22
Kann mir jemand einen guten Reparatursatz empfehlen?
Moin, meinst Du gute Reibbeläge!?
Oder willst Du die Stahllamellen und auch noch (verstärkte) Federn mit ordern?
Meine Empfehlung: Aufmachen und nachschauen ob die Stahlscheiben verzogen sind - so steht's auch im Werkstatthandbuch. Wenn die nicht völlig dunkel angelaufen sind, noch glatt (Test auf einer Glasplatte) und nicht anderweitig in Mitleidenschaft gezogen wurden dann kannst Du die bedenkenlos wieder verwenden.
Zu den Reibscheiben: Ich persönlich würde von Lukas / TRW die Finger lassen. Diese Aussage beruht auf eigenen Erfahrungen und dem, was ich schon öfter über diese Fa. gelesen habe - teils auch im Zusammenhang mit Bremsbelägen. Ich war mit Bremsbelägen von EBC (Gold Stuff) sehr zufrieden und habe mir auch Kupplungsreibscheiben von EBC besorgt. Keinerlei Probleme, keinerlei Beanstandungen nach einigen zehntausend Kilometern (wie viel genau da müsste ich nachschauen, wenn's Dich interessiert). Und die kosten - wenn ich das recht in Erinnerung habe - weniger als die Hälfte der originalen Kupplungsbeläge.
Zu verstärkten Federn: Davon würde ich grundsätzlich abraten. Die meisten Leuts waren nach dem Einbau von verstärkten Federn enttäuscht weil die Handkräfte auch deutlich zugenommen haben. Das äußert sich von unangenehm bis hin zur Sehnenscheidenentzündung. Einige haben danach wieder auf die Originalfedern zurück gerüstet. Auch hier würde ich die Federlänge messen und mit der Verschleißgrenze vergleichen. Liegen alle Federn noch gut innerhalb der Toleranz würde ich die Federn nicht tauschen.
elkuenno hat geschrieben:  
04.05.2017, 11:22
Welches Öl sollte ich am besten fahren? Habe bisher immer das normale Öl für Autos genommen. Aber das soll wohl das Rutschen der Kupplung begünstigen. Welches würdet ihr da empfehlen?
Öl ist eine Glaubensfrage. Am meisten geschrieben wurde in diesem Forum über den Regler und über Öl. Da die Auswahl an Ölen ungleich größer ist als die von Kupplungsbelägen gebe ich hier keine Markenempfehlung ab. Aber ein PWK-Öl zu nehmen ist keine so gute Idee. Klar, im günstigsten Falle passiert gar nichts. Im weniger günstigen Fall rutscht die Kupplung. Im schlechtesten Falle zieht die Verwendung von PKW-Ölen Schäden an Motor und/oder Getriebe nach sich.
Ohne all zu sehr in die Tiefe zu gehen - nicht nur die Nasskupplung benötigt ein Öl mit hohem Reibwert. In einem PKW-Motor muss das Öl nur den Motor schmieren. In fast allen Motorrad Motoren schmiert das gleiche Öl auch noch das Getriebe, wofür es beim PKW ein spezielles, völlig anders geartetes Getriebeöl gibt. PKW-Öle bestehen aus langen Molekülketten. Das Getriebe "zermahlt" auf Dauer diese Molekülketten, wichtige Eigenschaften des Öls gehen damit verloren. Dem Motorradöl sind spezielle Additive beigefügt, die den Verlust dieser erwünschten Eigenschaften minimieren sollen.

Ich persönlich halte es mit dem Öl so:
Es sollte die vorgegebene Viskosität (müsste auch in Deinem Falle 10W-40 sein) und nach Möglichkeit die Jaso-Ma 2 Norm erfüllen. Von den drei großen erfüllen die Hausmarke-Öle zweier Moppedzubehörläden die Jaso-Ma 2 Norm, das Öl des dritten nur Jaso-Ma. Folglich kaufe ich immer bei einem der beiden, und meist wenn es gerade im Angebot ist.
Man kann solche Öle auch sehr viel preiswerter im Netz beziehen, allerdings hat nicht jeder die Möglichkeiten, das einzulagern.

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von Autobahnracer » 04.05.2017, 16:24

Ist zwar schon einige jahre her, da hab ich auch immer das 15W40 für Pkw benutzt, war nicht so gut, hatte dann auch irgentwann Kupplungsrutschen, habe dann einmal richtig in die Tasche gegriffen, und
gleich alles neu gemacht, Reibscheiben, Federn und sie Stahlscheiben. Seit dem fahre ich Motorradöl 15W40 JasoMa oder eben JasoMa2. Seitdem keine Probleme mehr. Einfach mal bei Louis oder Hein Gericke
nachfragen welchen Rep.satz die haben, und den Günstgsten nehmen. Habe hinterher mal die alten Reibscheiben und Stahlscheiben gemessen, hatten zwar alle noch die gleiche dicke wie die neuen, vermute aber
das dass PKW Öl die beläge verhärtet hat, und die Kupplung deshalb zu rutschen anfing. Ist aber nur eine vermutung,beweisen kann ich es nicht. Es sei den mann kann das nachmessen. habe beim aufräumen die altteile noch wieder gefunden.
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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von elkuenno » 05.05.2017, 09:24

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten

Ich habe das Öl gerade erst gewechselt. Daher würde ich diesen Sommer noch mit der Kupplung und dem Öl fahren und dann im Winter alles neu machen. Für 130 Euro gibt es einen kompletten Satz von EBC. Dabei steht auch mit verstärkten Kupplungsfedern. Die Federn würde ich auf jeden fall neu machen. Leider finde ich überall nur verstärkte Federn.

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von Moppedtouri » 05.05.2017, 13:46

Autobahnracer hat geschrieben:  
04.05.2017, 16:24
Habe hinterher mal die alten Reibscheiben und Stahlscheiben gemessen, hatten zwar alle noch die gleiche dicke wie die neuen, vermute aber das dass PKW Öl die beläge verhärtet hat, und die Kupplung deshalb zu rutschen anfing.
Man nennt es auch verglasen - falsche oder fehlende Additive setzen den Belägen zu, dazu kommt dann noch dass das Öl selbst einen (zu) geringen Reibwert hat. Irgendwann ist der Reibwert zwischen Belägen und Stahlscheiben so gering dass das Rutschen beginnt.
Es macht auf jeden fall Sinn, beim Wechsel der Kupplung auch neues Öl zu verwenden. Einlegen der neuen Beläge in Öl dabei nicht vergessen - am besten über Nacht.
Wenn Du für das Wechseln der Kupplung ein paar Tage Zeit hast würde ich nur Kupplungsreibscheiben (und natürlich eine Deckeldichtung) besorgen. Gibt es z.B. hier für 55 EUR oder im Satz z.B. hier, mit verstärkten Federn und Kupplungsdeckeldichtung für knapp 70 EUR.
Dann nach Ausbau - wie ich bereits schrieb - mal die Federn messen und den Verzug der Stahlscheiben prüfen. Wenn Du kein Heizer bist oder öfter mal Burnouts machst sollten die Stahlscheiben eigentlich noch gut sein.
Wenn die Federn neu müssen und Du keine verstärkten möchtest, bliebe immer noch der Griff zu Originalteilen, z.B. über Honda bike parts.

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von Autobahnracer » 05.05.2017, 16:52

elkuenno hat geschrieben:  
05.05.2017, 09:24
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten
Leider finde ich überall nur verstärkte Federn.
Hab ich auch drin, das geht damit auch.
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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von brankob » 09.05.2017, 21:22

Hi!

Und was haltet Ihr von diesem Öl:

https://www.motoroeldirekt.at/themes/ka ... fertype=16


MFG,
BB

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von Moppedtouri » 09.05.2017, 23:15

Über dieses Öl wurde ebenfalls schon ausgiebig diskutiert, z.B. in diesem Fred oder in diesem hier.

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von brankob » 10.05.2017, 21:43

Danke für die links :)

Ich persöhnlich binn ein Fan von "normalen" Ölen - da fliegt der Castrol leider auch gleich raus! Habe leider sehr schlechte erfahrungen mit Castrol gemach. Es gibbt bei uns eine ziemlich grosse Ersatzteilverkaufskette die unter anderem auch Öl abfüllt und nach Balkan verkauft. Da habe ich auch vor Jahren den überteuren SLX 0W-30 für mein PKW gekauft, dieser hatte aber einen kolbenfresser oder besser gesagt der Motor ging kurz fest bei einer autobahnfahrt bei einer km leistung des Öls von 10tkm :( Danach überprüfte ich das "selbe" Öl aus Österreich und musste leider feststellen da diese zwei Öle nix gemeinsames hatten :( Bei einen GTX-5 fand ich Metallsprähne im neuen kanister...

MFG,
BB

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Re: Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von Rolli » 12.05.2017, 17:47

Sorry, ist nicht das Thema, aber jetzt wird es abenteuerlich.......Metallspäne in neuem Öl, so so......
Dein Motorschaden ist sicherlich genau befundet worden mit Gutachten, wenn du das Öl hier als Ursache anführst?
Ich glaube kaum, das Markenöle , wenn sie in der richtigen Spezifikation zum jeweiligen Motor passen und die Wechselintervalle eingehalten werden, die Ursache für kapitale Schäden sind.
Wie hast du die Öle "überprüft"? Arbeitest du in einem Labor? Wenn du wirklich Metallspäne in einem neuen originalen verschlossenen Behältnis gefunden hast, hast du dich doch bestimmt direkt an diesen Hersteller gewandt?

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Beitrag von elkuenno » 22.08.2017, 08:17

Kann ich das FUCHS Silkolene Motoröl - Pro-4 10W/40 XP in der 86er VFR fahren? Das Öl gefällt mir aus mehreren Gründen sehr gut.

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Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von Moppedtouri » 22.08.2017, 13:01

Jepp, kannst Du. Freigabe und Viskositätsbereich passen :top2:

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Beitrag von elkuenno » 22.08.2017, 21:57

Dankeschöööön :)

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Beitrag von elkuenno » 01.02.2018, 09:52

Hat jemand Erfahrung mit Newfren Reibbelägen? Diese sind recht günstig aber ich habe von dieser Marke noch nie gehört.

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Beitrag von MacJoerg » 01.02.2018, 12:26

Bei der Kupplung würde ich nur auf Markenware vertrauen. EBC usw. sind auch nicht teuer, haben sich aber bewährt.
Wäre doch blöd wenn man wegen gesparten 15€ alles noch mal machen müsste.......
Gruß, Jörg

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Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von brankob » 18.02.2018, 13:22

Ich habe ungefähr 6000km mit Mannol 10-W40 gefahren. Der motor ist auch heiss schön leise, die Kupplung rutcht nicht mehr...

...alles im allen sehr positiver eindruck :)

Ich befürchte das mir mit dem Motul 10-W40 5100 wieder etwass anderes angedreht wurde - habe es aus dem netz gekauft :(


MFG,
Branko

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Welche Kupplung und welches Öl?

Beitrag von elkuenno » 18.03.2018, 19:07

Wollte jetzt einfach das empfohlene Öl bei Polo bestellen

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Beitrag von MacJoerg » 18.03.2018, 21:40

Warum? Gegen Motul ist doch nichts einzuwenden.
Gruß, Jörg

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Beitrag von Moppedtouri » 18.03.2018, 22:29

MacJoerg hat geschrieben:  
18.03.2018, 21:40
Warum? Gegen Motul ist doch nichts einzuwenden.
Ich für mich hätte da schon etwas gegen einzuwenden - den Preis.
4 Liter Motul 5100 kosten im Shop knapp 60 Euro, über den Onlineversand sind es einschließlich Versandkosten immer noch knapp 40 Euro.
4l Hausmarke Öl bei Polo kosten derzeit 15 EUR und das Öl taugt. Motul ist bestimmt kein schlechtes Öl. Aber ich glaube nicht dass das Motul so viel besser ist wie es teurer ist, und niemand käme auf die Idee, die Wechselintervalle mit teurem Öl zu verlängern. Aber das ist eben die Philosophie der Verwendung des "richtigen" Öls. Und das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

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Beitrag von elkuenno » 19.03.2018, 07:37

Genau so sehe ich das nämlich auch. Das günstigere Öl mit entsprechender Freigabe tut es auch. Wird doch sowiso jährlich vor der Winterpause mit Filter gewechselt

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Beitrag von MacJoerg » 19.03.2018, 09:38

Na, so wie ich das lese hat er das Manol ja schon.
Gruß, Jörg

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Beitrag von Moppedtouri » 19.03.2018, 13:59

Hmmm Jörg,
verwechselst Du vielleicht die Fragesteller?
Elkuenno hatte ursprünglich nach einer Ölempfehlung gefragt, hatte sich dann nach dem Fuchs-Öl (Silkolene) erkundigt und ist wohl nun zum Polo-Öl gekommen.
Branko hatte nach dem Mannol-Öl (4-Takt Plus) gefragt, es dann geordert und ist damit unterwegs. Jetzt, ein dreiviertel Jahr später, erzählte er von seinem Kauf von Motul-Öl und seiner Befürchtung, es könne ihm falsches Öl angedreht worden sein.
Und "er" (der TE) hat bislang noch kein Öl, während Branko sich nach Mannol nun (hoffentlich) Motul gekauft hat.

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Beitrag von MacJoerg » 19.03.2018, 14:57

Dann hab ich das falsch verstanden. :D
Gruß, Jörg