Erfahrungsbericht - Crossrunner

Crossrunner RC60 Bj 2011-2014
Antworten
Benutzeravatar
xhutzelx
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 50
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 19:13

Erfahrungsbericht - Crossrunner

#1

Beitrag von xhutzelx » Di 22. Nov 2011, 19:41

Honda Crossrunner (VFR 800-X)

Die Optik
Der Crossrunner mag gewöhnungsbedürftig sein, doch mir hat er sofort gefallen. Optisch ist er eine Mischung aus Nakedbike/ Streetfighter und Enduro. Er ist schlank, wirkt aber auch irgendwie wuchtig und insgesamt recht futuristisch.

Der Motor
Nicht viele Bikes verfügen über einen so technisch hochwertigen, im Vergleich nahezu „unkaputtbaren“ Motor. Abgesehen von seiner Haltbarkeit besticht er durch eine ruhige Laufkultur ohne Ruckeln und einer erfreulichen, gleichmäßigen Leistungsentfaltung und auffälligen Drehzahlreserven jenseits der 10.000 U/min. Zwischen 7.000 - 10.000 reicht ein kleiner Dreh am Hahn und er jagt nach vorne. Erst bei 12.000 U/Min stößt man an den Drehzahlbegrenzer. Das lässt alles andere als Langeweile aufkommen. Im gewundenen Hinterland dürften so deutlich potentere Supersportler den Crossrunner kaum aus dem Rückspiegeln bekommen. Und auch beim Spurt von der Ampel aus lässt der Crossrunner so einige Vierräder hinter sich, so dass Besitzer sportlicher Flitzer oberhalb von „in 3,6 Sekunden von 0-100 km/h“ wohl eher das Nachsehen haben. Der Spurt auf 140 km/h gelingt immerhin in 6,2 Sekunden, aber von 0-200 km/h dauert es dann doch schon 16,4 Sekunden, was vor allem an der relativ langen Übersetzung liegt und die Freude etwas eintrübt. Ärgerlich und unpassend ist die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h. Zwar reicht es im 5ten Gang für 205 km/h und im Vierten für 210 km/h, aber weiter geht es auch darüber nicht hinaus. Und das nervt ganz besonders, wenn man einem vorher provokanten Golf GTI auf der Autobahn erst davon spurtet, aber sich spätestens bei 200 km/h gedemütigt überholen lassen muss, was darüber hinaus wohl noch anderen Mittelklasse Autos gelingen würde.

Im unteren Drehzahlbereich läuft der Motor kultiviert und ohne Mucken. Bereits ab 2500 U/Min. lässt es sich hoch schalten und gemütlich drauf los cruisen. In diesem Bereich fehlt es jedoch etwas an Druck. Erst zwischen 4.000 und 5.000 U/Min. spürt man kräftigeren Zug und ab 7.000 U/Min. geht es dann richtig los. Der sogenannte Durchzug entspricht dann auch nicht ganz dem, was man sich wünschen würde, was an der erwähnt hohen Übersetzung vor allem des sechsten Ganges liegt, der theoretisch erst bei unglaublichen 270km/h am Ende wäre, würde es nicht bei 203 km/h plötzlich aufhören. Im letzten Gang beschleunigt man so ziemlich unspektakulär von 60-100 km/h in 5,6 Sekunden, von 100-140 km/h in 6,5 Sekunden und von 140-180 km/h in 9,2 Sekunden.

Der Sound passt dann wieder gut zum Konzept. Bereits in Verbindung mit der Standard-Auspuffanlage liefert der Motor satten, sportlichen Sound, dem man den Begriff „High Tech“ durchaus anmerkt. Ab 7000 U/min, wenn zwei weitere Drosselklappen geöffnet werden, weicht das satte Brummen einem kreischenden, aggressiven Sound und der Crossrunner spurtet ordentlich los. Mit einer passenden BOS- oder Akrapovic- Auspuffanlage lassen sich Sound und auch Leistung nochmals steigern.

Bremsen
Der Crossrunner ist serienmäßig bereits mit einem kombinierten ABS/CBS- System ausgestattet und liefert sehr gute Bremseigenschaften schon bei leichten Bedienkräften. Mit ordentlichem Druckpunkt und recht spät regelndem ABS bremst der Crossrunner sehr sicher und zuverlässig. Ein Aufstellmoment beim bremsen in Schräglage ist nicht festzustellen.

Fahrwerk, Fahrverhalten und Fahrgefühl
Der Sitzposition entsprechend fühlt man sich auf dem Crossrunner überwiegend wie auf einer Reiseenduro, auch wenn die Höhe der Fußrasten eher dem gleichen sportlichen Abstand haben wie auf der VFR. Das ist vor allem für großgewachsene Fahrer ein Nachteil, denn so wird es bei eigentlich aufrechter und sehr bequemer Sitzhaltung nach einiger Zeit etwas unbequem. Mit höhenverstellbaren Fußrasten kann man allerdings Abhilfe schaffen und für mittelgroße Fahrer lässt sich die Reisequalität so noch zusätzlich steigern.
Der Lenker ist breit genug und liegt in angenehmer Griffweite und unterstützt so die aufrechte Sitzposition und den Fahrkomfort. Die Sitzbank ist ebenfalls recht bequem und auch der Sozius findet ein verhältnismäßig gutes Plätzchen, auch wenn es zum Reisen zu zweit,gerade mit Gepäck, sicher bessere Motorräder gibt. Aber insgesamt ist der Crossrunner auch auf langen Strecken bequem.
Mit passender Tourenscheibe ergibt sich allerdings ein Unterschied wie Tag und Nacht, was so viel heißt, dass ich jedem die Tourenscheibe nur ans Herz legen kann. Wo bei Tempo 150 auf der Autobahn der Druck auf Brust und Nacken sonst deutlich zunehmen, merkt man mit dem größeren Windschutz selbst bei 180 km/h nur wenig. Ein kleiner Nachteil, das sei erwähnt, sind die leichten Verwirbelungen und das daraus leichte Wackeln im Heck, das sich scheinbar durch die Tourenscheibe ergibt. Aber damit lässt sich meiner Meinung nach gut leben, da längere Fahrten über die Autobahn wohl eher selten konstant bei 160 km/h gefahren werden.
Insgesamt ist der Mix aus Bequemlichkeit, Handling und Stabilität beim Crossrunner wirklich gut gelungen. Das Fahrwerk ist weder hart noch zu weich. Kurze Stöße fallen nicht unangenehm auf und wellige Strecken werden von den Federelementen auffällig sanft abgefangen. Vom Handling und Fahrverhalten her ist der Crossrunner meiner alten VFR jedenfalls deutlich überlegen.
Die Pirelli Scorpion Pneus fügen sich auch gut ein ins Konzept ein und fühlen sich auf Asphalt sehr wohl. Für Gelände sind sie eher nicht geeignet, auch wenn sie auf den ersten Blick an Enduro- Reifen erinnern. Spaß hatte ich auf dem Feldweg jedenfalls nicht. Ich bin nun erst mal gespannt, wie lange sie halten und wann das Fahrvergnügen bei ihnen nachlässt.
Ob mit eher angepasstem Fahren durch Serpentinen oder mit sportlichem Zug in ordentlicher Schräglage, der Crossrunner macht alles mit, ohne viel Stress zu erzeugen. Geradezu spielerisch gehen schnelle Kurvenwechsel von statten, das Einlenken funktioniert kinderleicht und endet auch nahezu bei Schrittgeschwindigkeit nicht im Kippen, was sehr viel Sicherheit gibt. In ebenen sowie schnellen Kurven bergab bleibt die Maschine genauso stabil wie auch in engen langsamen Kurven bergauf. Das gilt auch beim Anbremsen vor solchen sowie deftigen Bremsmanövern. Nur mit Gepäck und Sozius fehlt ihm in steilen engen Kurven etwas mehr Kraft aus dem Drehzahlkeller, was für leichten Stress sorgt.

Cockpit
Das Cockpit mag manch einem zu futuristisch anmuten und das eher schlecht ablesbare Drehzahlmesser wird von einigen sicher auch bemängelt werden, was ich aber persönlich kaum nachvollziehen kann, da mein Fahren sowieso überwiegend vom Fahrgefühl und meinem Gehör abhängt. Viel öfter fällt stattdessen mein Blick auf die Geschwindigkeitsanzeige, und die ist ausreichend groß dargestellt. Insgesamt sind die Instrumente recht hoch und übersichtlich angebracht. Daneben bietet der Crossrunner außerdem einen Bordcomputer mit Verbrauchsanzeige in unterschiedlichen Modi. Mit einem Navi wird es am Lenker aufgrund der Plastikverkleidung aber schwer.

Verbrauch
Im Verbrauch schlägt sich der Crossrunner recht gut. Durchschnittlich, also bei normaler bis zügiger Fahrweise, verbraucht der V4 etwa 6,5 Liter. Somit reicht eine 21,5 Liter Tankfüllung für über 300km. Wer es langsamer angehen lässt, schafft es auch auf 350km. Wer sich allerdings ständig im Bereich von 7.000 - 11.000 U/Min. bewegt, muss sich nicht wundern, wenn es deutlich mehr wird.

Zubehör
Neben der Tourenscheibe und dem Hauptständer gab es für mich beim Händler auch das komplette Koffersystem dazu, was nicht nur optisch etwas her macht. Die Zündschlüssel sind gleichzeitig auch Kofferschlüssel.

Fazit

Honda ist mit dem Crossrunner tatsächlich eine Mischung aus Funbike und „beinahe“- Reiseenduro gelungen. Zügiges, sportliches Fahren in ordentlicher Schräglage ist genauso möglich wie stressfreies Fahren im Bergischen und bequemes Reisen über längere Strecken. Der Crossrunner bietet ein überraschend gutes Handling und sicheres Fahren, was besonders weniger erfahrenen Bikern entgegen kommt und bietet diesen jenes Quäntchen, jenes I-Tüpfelchen, was sie für den etwas gehobenen Fahrspaß brauchen, ohne gleich auf die heftigen Maschinen aufsteigen zu müssen.

Warum der Honda Crossrunner dann aber keine 1000er geworden ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Das hätte dem Crossrunner dann doch etwas besser gestanden.

Ein echter Wehrmutstropfen ist die Begrenzung der Höchstgeschwindig-keit auf 200 km/h. Der Motor ist sowohl im fünften als auch im sechsten Gang bei 200 km/h abgeregelt. Das ist dann schon frustrierend, wenn man nach einem beherzten Spurt doch noch vom Mittelklasse Passat überholt wird. Wer eine Werkstatt findet, die einem die Begrenzung aufhebt, sich zusätzlich ein größeres Ritzel und eine Akrapovic- Anlage montiert, der kann das Fahrvergnügen aber sicherlich noch steigern.

Einstellbare Kupplungs- und Bremshebel für Fahrer mit kleinen Händen wie mir, stellen ein schickes Plus dar. Das Arretieren der abgenommenen Sitzbank hingegen artet in Fummelei aus, worüber ich mich nicht das letzte mal aufregen werde.

Trotz einiger Kritikpunkte ist der Crossrunner für mich ein gelungenes Konzept, ein Alleskönner, der in keiner Disziplin Spitze ist, aber dafür in der Disziplin des Alleskönnens recht spitze. Schon aus Hondas Studie und Entwicklungszielen ging bereits hervor, dass er den Platzhirschen im direkten Vergleich nicht gefährlich werden sollte und vom technischen Standpunkt her auch nicht werden konnte. Waschechte Fahrer von Sportlern, Naked Bikes/Strettfightern, Bigbikes und Reiseenduros werden somit sicher Schwächen am Crossrunner finden. So mag etwa die vergleichbare Konkurrenz wie die BMW F 800 GS mit 85Nm bei 5.750 U/Min. im unteren Drehzahlbereich etwas mehr Fahrfreude bereiten. Doch bietet der Crossrunner bei ähnlichen Qualitäten einen deutlich sportlicheren Charakter.
0


Honda VFR1200X Crossrunner Limited Black Edition, Hepco & Becker Xplorer, Sturzbügel, ION Blue Flooter, SW-Motech Bags Connection , MRA X-Screen, Honda Hauptständer, Handschutz/Blinker, LED Blinker vorn/hinten, LeoVince SBK

Benutzeravatar
AlteMöhre
Mitglied VFR-OC
Likes: 2
Beiträge: 2560
Registriert: Mo 11. Apr 2005, 20:21
Wohnort: Stammtisch Rhein-Main
Kontaktdaten:

#2

Beitrag von AlteMöhre » Di 22. Nov 2011, 21:14

also ich ging eher ein kleineres ritzel montieren - oder ein größeres kettenblatt... funzt bei meiner schönen auch wunderbar :wheel:
0


:engel: VFR-OC Mitglied :D ohne Glied :ichidiot: Nr 2190


„Du lebst nur einmal - aber wenn du es richtig machst, ist einmal genug.“

Mae West 1893 - 1980

Benutzeravatar
Coolrider
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 481
Registriert: Sa 19. Jun 2004, 15:25
Wohnort: Westerwald

#3

Beitrag von Coolrider » Di 22. Nov 2011, 22:00

Greift hier nicht gewollt die Motorsteuerung ein, man munkelt das, dass Bike im in den letzten Gängen nur noch knapp über 50kw erzeugt?

Gruß loddar
0


EX-VFR- OC- Mitglied Nr.: 2216 ***Was würdest du anders machen, wenn du dein Leben nochmal leben könntest? Ich würde von Anfang an Ducati fahren.***

Benutzeravatar
Ruhri
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 217
Registriert: Mo 19. Sep 2011, 11:30
Wohnort: Velbert Langenberg

#4

Beitrag von Ruhri » Mi 23. Nov 2011, 10:32

Hallo,

ein sehr schöner Bericht..mann könnte meinen er wäre aus einer Motorradzeitung..bewirb Dich mal.

Der Bericht deckt sich ziemlich genau mit meinen Erfahrungen.
Das hohe Windschild hatte ich bei einer Probefahrt und es war schon sehr wirkungsvoll.Ich fahre allerding meist so max 20 Min Autobahn,das muss ein Windgesicht auch so aushalten..bei einer längeren Tour würde ich aber auf jeden Fall darauf zurückgreifen.

Zu der Geschwindigkeitsbegrenzung....klar finde ich es auch gut ,wenn mein Moppet über 230 rennt...aber dafür ist die CR nicht gemacht.Bei 190 Km/h und Seitenwind hatte ich keine Motivation schneller zu fahren.
Der Sound macht natürlich an und man muss halt den Mut haben die Gänge durchzuziehen.
Die Begrenzung aufheben geht wohl,wie ich in einem Thread hier gelesen habe,aber für 20 Km/h mehr den Versicherungsschutz aufheben??? ?(Beim Rennhobel vielleicht :D

Gruss Guido

P.S:Die Heizgriffe sind sehr teuer,aber auch sehr gut und eine Navi Befestigung gibt es schon bei Thurn.
0


Es hat nicht soviel Tag im Jahr,wie der Fuchs am Schwanz hat Haar. (Diether Krebs,Sketchup)

Benutzeravatar
xhutzelx
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 50
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 19:13

Crossrunner im Vergleich

#5

Beitrag von xhutzelx » Sa 24. Mär 2012, 22:38

Als Ergänzung zum Erfahrungsbericht hatte ich zum Auftakt der Saison 2012 die Möglichkeit, die Crossrunner mit unterschiedlichen Motorradtypen/Fahrkonzepten bei Händlern in der Umgebung zu vergleichen. Denn... es soll ja von allem etwas in ihr stecken - außer vielleicht eine Shopper ;-)

Am Ende des Testwochenendes bleibt folgendes Fazit.

Erst mal locker anfgeangen mit der Honda NC700-X. Wirklich ein super Anfängermotorrad, für 48PS kommt da (vergleichsweise und überraschenderweise) was aus dem Drehzahlkeller. Handling war auch wirklich gut. Und am Ende bleibt die Frage: Wozu da eigentlich noch eine CBF600F?

Weiter ging's mit der KTM Superduke 990 R. Aus dem Drehzahlkeller geht es genauso zu Gange wie bei 7000U/min - kräftig. Allerdings geht sie bei der kleinsten Bewegung des Gashahns nach vorn und es ruckt mächtig. Außerdem vibrierts im Körper. Ätzend ist es vor allem, wenn man mal richtig Gas gibt auf der Autobahn. Der Druck des Gegenwindes und der Zug an den Armen nach vorn machen ein kuppeln, vor allem bei meinen kleineren Händen, mehr als schwer. Das einzige wirklich geile ist der Sound.

KTM... da gibts doch sicher noch was. Ja, die KTM 990 SMT... dieser Sound...nicht minder schlecht als die Duke. Das bassige, dumpfe Gewummer des Twins, das macht Spass. Sitzposition ähnlich wie bei der Crossrunner, echt bequem, auch wenn man nur etwas höher sitzt. Los gehts... mit den gleichen Motorwerten wie bei der Duke, aber beim gasgeben deutlich angenehmer. Aber es kommt genug aus dem Keller und man dreht erst mal weiter und es geht, bequem hinter der Scheibe sitzend kräftig nach vorn. Und was am geilsten ist...das Ding mal eben wenden... das ist ein Kinderspiel, was für eine geile Balance. Das kann also nicht nur die BMW 1200 GS. Hätte ich die Crossrunner nicht, ich würde sie nehmen. Top!

Dann gehts erst mal mit den eigenen Motorrädern weiter zum nächsten Händler. Und es ist schön zu spüren, dass das eigene wirklich gut fährt. Was nun fahren? Ich denke mir, die F800GS muss mal ran. Jetzt werden wir mal sehen, ob die BMW-Fahrer Grund haben, über die Crossrunner zu lachen. Gegen die KTM hätte sie es mit Sicherheit schwer. Ich steige drauf, gerade noch mit den Zehenspitzen auf dem Boden. Sitzposition bequem, mit einem wirklich guten Handling gehts um jede Kurve. Doch der echte Spass bleibt auf der Strecke. Kack Sound, kein beeindruckender Antritt... nein, da bin ich froh, dass ich die Crossrunner habe. Vielleicht teste ich mal morgen die 1200er GS....

Als nächtes geht es sportlich weiter. Erst mal die neue CB1000R. Vom Handling her nicht ganz überzeugend. Sportlicher Auftritt, da kommt was in höheren Drehzahlbereichen. Aber bei der Sitzposition macht das im Rausch der Geschwindigkeit nicht mehr so viel Spass... das war es schon, weiter gehts.

Und da sehe ich doch noch was in der Ecke stehen... etwas rotes...etwas anziehendes. Mal sehen ob es noch sportlicher geht. Honda CBR1000RR Fireblade. Es ist ein Erlebnis im Vergleich zur CB1000R. Da kommt was, da geht was, das haut einen um vom Sound, vom Anzug. Über Land in nicht ganz so schnellen Kurven vielleicht nicht das 100%ige Erlebnis, aber die ganze Strecke fast nur im 2ten Gang. Das fetzt.

Und schiepßlich haben wir alle schon fast genug vom heutigen Tag. Was hat der letzte Händler, was die anderen nicht hatten? Eine BMW S1000RR... Ok, wenn schon Fireblade, dann auch bitte die RR. Noch tiefer die Haltung, noch schräger abgewinkelte Griffe. Ich starte den Motor und im ersten Moment denke ich, das klingt irgendwie nach Blechbüchse. Wir düsen Richtung Autobahn. Doch ab 4000 U/Min. verwandelt sich der Sound in ein abgöttisches raketenähnliches Feuerwerk. Und dann denk ich mir, jetzt ziehe ich das Ding mal hoch... doch...was...was ist das? Die RR geht ab wie eine Rakete, es ist der helle Wahnsinn, was ist das für ein Irrsinn. Auf dem Prüfstand gemessene 210PS. Ich ziehe bei 220kmh hoch... und es kommt der nächste Raketenstart... Gänsehaut bei 270kmh... Angst, nochmal auf den Tacho zu sehen, zu mehr komm ich nicht. Und ich kann eines sagen: Die BMW war das Highlight des Tages!

Fazit: Die Idee, von allem etwas in die Crossrunner zu stecken, geht auf.
Ich setze mich nach dem Tag auf meinen Black Panther und habe das Gefühl, ich sitze im Wohnzimmersessel, eine Wohltat. Ein paar Kilometer stressfrei im Bergischen und dann noch die restlichen schnellen Kurven bei aufrecht haltender hoher Drehzahl. Sportlich geht es über Land auch ziemlich gut, da reicht dann ein kleiner weiterer Dreh und sie jagt nach vorn.

Die Crossrunner stellt die NC-700 logischerweise in den Schatten. Aber auch der F800GS und der CB1000R - trotz aller unterschiedlichen Konzepte - kann sie trotzen. Mit den Supersportlern lässt sie sich nur schwer vergleichen, bietet aber trotzdem die für den V4 typische Sportlichkeit.

Die Crossrunner besticht schlichtweg durch ihre Vielseitigkeit.
Das kann nur die Crosstourer noch besser.
Und das sage ich nicht als Honda Fan.
0


Honda VFR1200X Crossrunner Limited Black Edition, Hepco & Becker Xplorer, Sturzbügel, ION Blue Flooter, SW-Motech Bags Connection , MRA X-Screen, Honda Hauptständer, Handschutz/Blinker, LED Blinker vorn/hinten, LeoVince SBK

Benutzeravatar
Ruhri
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 217
Registriert: Mo 19. Sep 2011, 11:30
Wohnort: Velbert Langenberg

#6

Beitrag von Ruhri » So 25. Mär 2012, 13:06

Hi,

toll verglichen.
Gegen die Supersportler kommt kaum eine maschine mit 100 Ps an :).
Ich glaube wenn ich eien Fireblade zur Probe fahre,bleib ich an ihr hängen :D.

Aber wie Du schon sagtest ,die Vielseitigkeit macht es.Auf der landstrasse brauch man keinen Supersportler fürchten,auf engen Spitzkehren und schlechtem Belag erst recht nicht.

Man muss wissen was man will.

Gruss
Guido
0


Es hat nicht soviel Tag im Jahr,wie der Fuchs am Schwanz hat Haar. (Diether Krebs,Sketchup)

Benutzeravatar
xhutzelx
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 50
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 19:13

#7

Beitrag von xhutzelx » So 25. Mär 2012, 19:39

Und schließlich noch das Fazit des zweiten Testtages. Natürlich bleibt die Vermutung, man könne ja sein eigenes Motorrad nicht schlecht machen. Aber ich bin wirklich überzeugt und erleichtert nach diesen zwei Tagen.

Als erstes gehts auf die CBR600RR. Der Unterschied zur Fireblade wird schon deutlich in den ersten Gängen. Aber auf der Autobahn in den nächsten Gängen gehts gut ab. Ein großer Nachteil allerdings ist der schlechte Windschutz bei 235kmh. Da machts keinen Spass mehr. Bei der S1000RR war da nichts zu spüren. Wer nicht wirklich 100%ig renntauglich ist (ob nun Frau oder Mann), aber unbedingt rennsportlich fahren will, dem kann ich dieses Teil nur empfehlen. Nicht ganz so zum totfahren geeignet, wie die Fireblade. ;-)

Als nächstes steige ich nochmal - was anderes war gerade nicht verfügbar - auf die CB1000R. Die nicht neue Erkenntnis: Zum racen auf der Autobahn ist das einfach nichts. Im Hinterland kann sie durch die Power überzeugen, immerhin ja der gleiche Motor (anders abgestimmt) wie bei der Fireblade. Aber auch da, wenn es sehr schnell zugeht, anstrengend. Und eine weitere Erkenntnis: Mit der Crossrunner würde ich einen gleichwertigen Fahrer verpissen. Mit der kann ich fast blind durch die Kurven jagen.

Der Tag und dieses wirklich schöne Wochenende gehen langsam zu Ende. Noch ist etwas Zeit. Was fahre ich nun? Schließlich entscheide ich mich für die Honda VFR1200F. Ein Freund sagt, fahre sie, es ist ein Erlebnis. Nach der ein oder anderen soll da noch ein Erlebnis möglich sein? Ok, Führerschein noch mal vorzeigen und unterschreiben. Dann gehts drauf auf die VFR. Was fällt sofort auf? Der Sound gefällt einfach nicht, wenn man in unteren Drehzahlbereichen fährt. Klingt nach Blechbüchse. Ein weiteres tut der Kardanantrieb dazu. Dann geht es auf die Autobahn. Der zweite Gang geht mächtig und beeindruckend los und vor allem weit hoch. Endlich auch der Sound. Da bin ich schon... keine Ahnung... wer weiß wie schnell. Noch mal schalten und drehen, die Schlupfregelung greift, sonst würde das Vorderrad abheben. Endlich ist Platz auf der langen Geraden auf der A59. Es geht in kürzester Zeit bis auf 255kmh, Kraft pur. In der darauf folgenden langgezogenen Kurve gehts ohne Angst mit über 210kmh. Sie fährt wie auf Schienen. Die VFR ist das Highlight des Tages, ohne wenn und aber!!!

Zu Beginn hatte ich die Befürchtung, ich könnte enttäuscht sein, wenn ich wieder auf mein Motorrad steige. Doch (Gott sei Dank) war es anders. Ich bin schon relativ erschöpft, setze mich auf mein Bike und denke mir, ok, jetzt presst Du aus Deinem Teil auf der Autobahn auch noch mal was raus, fährst am Ende über Land das kurze kurvige Stück der Urdenbacher Kempen, so wie wir den ganzen Tag gefahren sind - und dann wirst Du wissen, was Sache ist.
Es ist eine Wohltat, sich auf das Motorrad zu setzen, bequem, entspannend. Auf der Autobahn ein Phaeton, der meint, er müsste drängeln. Zwei Gänge runter und am Hahn gedreht und weg. Dann runter von der Bahn und über die Kempen zurück. Die letzen Male am Hahn ziehen, in die Kurven... und alles viel entspannender, selbstverständlicher. Klar, ich fahre sie ja schon einige Monate, aber die Erkenntnis ist die wertvollste des Tages:

ICH HABE DAS RICHTIGE MOTORRAD!!!
0


Honda VFR1200X Crossrunner Limited Black Edition, Hepco & Becker Xplorer, Sturzbügel, ION Blue Flooter, SW-Motech Bags Connection , MRA X-Screen, Honda Hauptständer, Handschutz/Blinker, LED Blinker vorn/hinten, LeoVince SBK

Benutzeravatar
xhutzelx
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 50
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 19:13

#8

Beitrag von xhutzelx » So 25. Mär 2012, 19:45

Und noch etwas, Ruhri... wir sollten mal zusammen fahren ;-)))
0


Honda VFR1200X Crossrunner Limited Black Edition, Hepco & Becker Xplorer, Sturzbügel, ION Blue Flooter, SW-Motech Bags Connection , MRA X-Screen, Honda Hauptständer, Handschutz/Blinker, LED Blinker vorn/hinten, LeoVince SBK

Benutzeravatar
Atlantianer
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 32
Registriert: So 5. Jun 2011, 20:44
Wohnort: Feuchtwangen (Mittelfranken, BY)

#9

Beitrag von Atlantianer » Mo 26. Mär 2012, 20:06

WOW!!!

Da kann ich Guido nur zustimmen! Du hast da wirklich ein schreiberisches Talent für die Zeitung! :respekt:

Vor allem finde ich deine ausführlichen Vergleiche super!

Ich habe nämlich bis knapp mitte letzten Jahres ne Fireblade gefahren. Ich wollte aber mal was bequemeres und trotzdem sportliches. Dann habe ich den Crossrunner gefahren. Hier war dich dann vom ersten Moment an fasziniert vom Handling und dem V4.
Wie du schon sagtest 1 Liter wäre schon besser. Bin aber trotz allem von den "nur" 800ccm begeistet.
Da blieb mir dann auch nichts anderes, als mir einen Crossrunner zuzulegen. Schade um meine schöne Fireblade, war echt super. Nur leider nicht wirklich für kleinere kurvigere Straßen, also keine Autobahnen, wirklich geeignet.
Die Entscheidung viel mir aber nicht leicht. Es standen nämlich die Superduke und die CB1000R zur Wahl.

Auf jeden Fall fühle ich mich durch deinen ausführlichen Bericht noch mehr in meiner Entscheidung bestärkt!!!
Danke!!!
0


Gruß
Thorsten

Benutzeravatar
uff777
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 12
Registriert: Fr 20. Jan 2012, 16:30
Wohnort: Baden

#10

Beitrag von uff777 » Mi 11. Apr 2012, 14:43

Das war ja ein schönes Wochenende!

Auf Kosten der Händler rumgekurvt und ernstafte Interessenten in die Warteschlange gestellt.

Bei Vergleichsfahrten zwischen ähnlichen Modellen hätte ich ja noch Verständniss, aber bei diesem Vorgehen nicht mehr!

Da freuen sich dann alle und ich verstehe nun jeden Händler, der sich eine Probefahrt von unbekannten Kunden bezahlen lässt!

Gruß
Uff
0



Benutzeravatar
Atlantianer
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 32
Registriert: So 5. Jun 2011, 20:44
Wohnort: Feuchtwangen (Mittelfranken, BY)

#11

Beitrag von Atlantianer » Mi 18. Apr 2012, 07:16

Hallöchen!

Ich hatte letzten Samstag die Möglichkeit, die Ducati Multistrada 1200 probe zu fahren.

Beschleunigung -> sagenhaft
Durchzug -> echt super; Die zieht in jedem Gang ohne Probleme weg.
Das Gewicht ist auch unschlagbar. Ca. 230kg bei dem Motor und dieser Größe.
Die Sitzposition ist auch sehr angenehm.
Mit dem Windschutz durch das manuell verstellbare Windschild lässt sich gut umgehen. Hab sie zwar nur bis ca.160km/h probiert, habe hier aber keine Brise bemerkt.

Was ich allerdings nicht so toll finde, ist die Platzierung und Form des Ganghebels und der Fußbremse. Hier muss man den Fuß ganz schön nach innen drehen, um diese Hebel gut zu erreichen. (Vielleicht liegt es ja auch an mir.)
Des weiteren fand ich die Bremsleistung für Brembo-Stopper nicht so toll. Diese könnte für dieses Leergewicht und diesen Scheibendurchmesser besser sein. Vor allem fehlt mir hier das CBS.
Der Sound im Stand ist super. Allerdings bin ich der Meinung, das mir dieser bei längeren Ausfahrten/Touren ein bisschen zu laut ist, da ich außer dem Motor nicht wirklich viel anderes höre.
Das Getriebe ist mir auch ein wenig hakelig vorgekommen.

An die Vibrationen des V2 muss man sich zwar erst ein wenig gewöhnen, aber dann sind diese nicht mehr so schlimm.

Mein Fazit:
Ein echt super Motorrad für schöne Touren!

Musste mich zwar erst wieder leicht an meine Crossy gewöhnen, da hier der Durchzug im Gegensatz zur Multistrada fehlt und der Kniewinkel nicht ganz so entspannt ist.
Würde die Crossy aber nicht eintauschen wollen, sie wirkt durch die Sitzposition und die niedrige Sitzhöhe einfach sportlicher und agiler.

Meines Erachtens nach geht die Multistrada mehr Richtung "Reiseenduro" und die Crossrunner Richtung "Funduro".
0


Gruß
Thorsten

Benutzeravatar
xhutzelx
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 50
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 19:13

#12

Beitrag von xhutzelx » So 22. Apr 2012, 18:47

Die Multistrada mag der Crossrunner überlegen sein, aber man darf nicht vergessen, dass der V4 haltbarer ist, Honda insgesamt zuverlässiger und die Multistrada mal schlappe 8.000 EUR teurer ist. Wenn man ähnlich viel Kraft haben möchte, ohne viel mehr auszugeben, empfiehlt sich der Crosstourer mit seinem 1200er V4. Bin sie vor ein paar Tagen gefahren und aus dem Keller hat sie mächtig Dampf, fährt wie ein Fahrrad und Knapp 130Nm übertreffen sogar die BMW. Allerdings fehlt mir da ein wenig der Spass, das sportliche Element der Crossrunner. Und ja, die Ducati hat Charakter, keine Frage. Aber zu teuer. Eine Alternative wäre da höchstens noch die KTM SMT. Doch die lässt sich geradeaus ab einer gewissen Geschwindigkeit nicht mehr schön fahren.
0


Honda VFR1200X Crossrunner Limited Black Edition, Hepco & Becker Xplorer, Sturzbügel, ION Blue Flooter, SW-Motech Bags Connection , MRA X-Screen, Honda Hauptständer, Handschutz/Blinker, LED Blinker vorn/hinten, LeoVince SBK

Benutzeravatar
xhutzelx
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 50
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 19:13

#13

Beitrag von xhutzelx » So 22. Apr 2012, 19:41

Ich möchte an der Stelle noch Bezug nehmen auf einen Artikel, den ich kürzlich in der Zeitschrift "Motorradfahrer" über die Crossrunner gelesen habe. Was mir besonders an dem Artikel gefallen hat sind die Eindrücke der Tester, die von unseren eigenen kaum abweichen.

Zitat:"Mit dem absolut ausgereiften Motor- und Alu-Fahrwerkstechnik der VFR hat Honda ein verdammt ausgewogenes Allround-Talent auf die Räder gestellt. Wer eine Probefahrt macht, wird dem Reiz dieser Kombination kaum wiederstehen können."

Zusammenfassung des 10.000km- Tests:

- Niedrige und überwiegend bequeme Sitzposition für Fahrer und Beifahrer
- Sehr gute Gewichtsverteilung und Balance
- Sehr guter Lenkeinschlag u. erstaunlich leichtes Rangieren im Stand
- Spielerisches Handling u. auffällige Neutralität und Stabilität in Schräglage
- Tolles CBS-Bremssystem (ABS)
- Saubere Gasannahme u. perfektioniertes VTEC-System, sportliches und stabiles fahren selbst in starker Schräglage
- Auffällig hohe Stabilität auch mit Original- Koffersystem (mit Beladung und Touringscheibe nahezu stabil sogar bis Spitzengeschwindigkeit. Achtung, Produkthaftung beachten).
- Moderater Spritverbrauch von ca. 6 - 6,5L bei zügigem Fahren
- Kultivierter V4 Motor mit niedrigstem Ölverbrauch
- Kettenspannung nach 10.000km nur geringfügig verändert
- Korrektur der Kettenspannung äußerst einfach
- Serienabstimmung der Fahrwerks auf hohem Niveau
- Sehr wirksames und stabiles Touring-Windschild (Zubehör)
- Sehr effektive Heizgriffe, so schlank wie die Original Gummigriffe (Zubehör)
- Qualitativ hochwertiges, sehr einfach zu handelndes, in Fahrzeugfarbe lackiertes Koffersystem
- Noch bequemere Sitzposition mit 23mm tieferen Vario Fußrasten

Getestete Reifen

Pirelli Scorpion Trail (Werksausstattung):
- Sehr handlich, auch im letzten Drittel der Schräglage
- Sehr gut im Geradeauslauf
- Sehr neutral beim Bremsen in Schräglage
- Moderates Aufstellmoment
- Sportliche Gripeigenschaften im Trockenen

Meine Ergänzung: Die Scorpions haben bei mir schon fast 7.000km auf dem Buckel und fahren sich immer noch sehr gut. Ein Minus ist meiner Meinung nach aber das eher mittelmässige Gefühl bei kühlen Temperaturen/ kühlen Reifen. Im Regen vermitteln sie nur wenig Sicherheit und ich musste schon ein paar mal aufpassen, nicht abzufliegen. Ich werde schon mal mal die Pirelli Angel ST ausprobieren. Ein Bericht dazu kommt dann später irgendwann.

Michelin Pilot Road 3:
- Handling etwas defensiver als die Scorpion
- Hohe Kurvenfreudigkeit
- Neutral in Schräglage
- Einwandfrei geradeaus
- Ab einem bestimmten Schräglagewinkel klappt das Motorrad schneller ab
- Auf Unebenheiten ein Hauch kippelig
- Guter Gripp auf Nässe
- Guter Touringreifen für die Crossrunner

Dunlop Sportsmart:
- Handling schlechter als bei den anderen
- Eher ein sportlicher Reifen, mit hoher Stabilität und bestem Grip in Schräglage
- Gute Regeneigenschaften

Metzeler Roadtec Z8 Interact:
- Einwandfrei bei Vollgas
- sehr harmonisch beim Einlenken, im Handling
- Sehr neutral über den gesamten Schräglagenverlauf
- Geringes Aufstellmoment
- Sehr guter Grip
- Baut schnell Temperatur auf
- Gute Eigendämpfung
0


Honda VFR1200X Crossrunner Limited Black Edition, Hepco & Becker Xplorer, Sturzbügel, ION Blue Flooter, SW-Motech Bags Connection , MRA X-Screen, Honda Hauptständer, Handschutz/Blinker, LED Blinker vorn/hinten, LeoVince SBK

Benutzeravatar
Atlantianer
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 32
Registriert: So 5. Jun 2011, 20:44
Wohnort: Feuchtwangen (Mittelfranken, BY)

#14

Beitrag von Atlantianer » Mo 23. Apr 2012, 20:09

Original von xhutzelx
Die Multistrada mag der Crossrunner überlegen sein, aber man darf nicht vergessen, dass der V4 haltbarer ist, Honda insgesamt zuverlässiger und die Multistrada mal schlappe 8.000 EUR teurer ist. Wenn man ähnlich viel Kraft haben möchte, ohne viel mehr auszugeben, empfiehlt sich der Crosstourer mit seinem 1200er V4. Bin sie vor ein paar Tagen gefahren und aus dem Keller hat sie mächtig Dampf, fährt wie ein Fahrrad und Knapp 130Nm übertreffen sogar die BMW. Allerdings fehlt mir da ein wenig der Spass, das sportliche Element der Crossrunner. Und ja, die Ducati hat Charakter, keine Frage. Aber zu teuer. Eine Alternative wäre da höchstens noch die KTM SMT. Doch die lässt sich geradeaus ab einer gewissen Geschwindigkeit nicht mehr schön fahren.

Hi xhutzelx!

Deiner Meinung über die Multistrada kann ich nur zustimmen!!!
Den Crosstourer bin ich leider noch nicht gefahren und nur probe gesessen. Aber hier kann ich mir gut vorstellen, dass ihm die sportlichen und agilen Eigenschaften des Crossrunners fehlen.

Wie schon gesagt, ich würde den Crossrunner um nichts eintauschen wollen.
Habe ihn jetzt auch gleich einmal kleiner übersetzt. Nur noch 15 Zähne am Ritzel. Steht ihm bis jetzt wirklich gut. Hatte aber noch nicht die Möglichkeit, dies ausgiebig zu testen.

PS: Vielen Dank für die übersichtliche Zusammenfassung des Artikels!!!
0
Zuletzt geändert von Atlantianer am Mo 23. Apr 2012, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.


Gruß
Thorsten

Benutzeravatar
xhutzelx
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 50
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 19:13

Verstellbare Fußrasten

#15

Beitrag von xhutzelx » Di 1. Mai 2012, 20:21

Es gibt bereits einen Thread zu verstellbaren Fußrasten, aber ich möchte das hier gern im Erfahrungsbericht unterbringen.

Die Original-Fußrasten wurden hier und da kritisiert, erzwingen sie doch insbesondere für großgewachsene Fahrer eine recht sportliche Beinhaltung bei relativ aufrechter, doch eigentlich bequemer Körperhaltung. Auf Dauer, gerade beim Reisen dürfte das irgendwann spürbar sein. Ich selbst bin 175cm groß, daher wären sie nicht unbedingt nötig. Aber meine Meinung hat sich geändert.

Die Beinhaltung entspricht relativ genau der Beinhaltung der VFR 800er Vorgängermodelle, wobei man da ja insgesamt eine sportlichere Haltung hatte. Eine Alternative zu den Originalen bei der CR sind Vario Fußrasten, die ein Tieferlegen in drei Stufen bieten. Dabei muss man sich für 23mm, 30mm und 50mm Tieferlegung entscheiden. Außerdem gibt es zusätzliche Distanzstücke, die den Fuß nochmals um weitere mm nach außen versetzen. Das brauchte ich aber nun wirklich nicht. Die Fußrasten sind in 8 Positionen in einem Kreis verstellbar.

Ich habe sie getestet, und zwar mit dem 30mm Versatz. Die 50mm sind definitiv zu tief für den Crossrunner!!

Vorteile der 30mm:
1) Eine wirklich bequemere Bein- und damit bequemere Gesamthaltung. Für's Reisen/Touren mit dem Crossrunner, eine super Sache.

2) Etwas mehr Stabilität in der Sitzposition. Ich bin mit vollem Gepäck in bequemer Haltung stressfrei einarmig Kurven und Autobahn gefahren. An der Stelle sei nochmals erwähnt, dass selbst bei vollem Gepäck (Seitenkoffer u. Topcase) der Crossrunner spielend zu händeln ist.

Nachteile der 30mm:
1) Der Bremshebel kann auf herkömmlichen Weg nicht weit genug runter gestellt werden. Daher muss man den Fuß etwas rüberheben, um zu bremsen, statt wie vorher einfach nach links aufs Pedal zu schwenken. Ganz so schön ist es nicht, aber einige werden das vielleicht unter "Gewöhnungssache" abhaken, was auch stimmen könnte.

2) Kuppeln kommt einem etwas schwergängiger vor. Aber das ist noch weniger schlimm.

3) Wer sportlich fährt muss beim Reinlegen in die Kurve allerdings aufpassen. Da ich selbst auch schon mal recht sportlich mit dem Crossrunner unterwegs bin und weit runter gehe, hab ich mir beim ersten mal den Fuß weggeknickt. Ist aber noch mal gut gegangen. So muss man also jedes mal die Füße hochziehen u. aufpassen. Wem das egal ist...

Ein Mittelweg wären da nun kürzere Varios. Ich habe mich zwar mit dem bequemeren Fahren und den 30mm angefreundet, aber beim Bremsen mit dem Fußpedal und beim sportlichen Fahren kamen mir jetzt immer die 23mm in den Sinn. Da passt es dann auch wieder besser mit dem Bremspedal. Tja... nun fängt das Grübeln an.

In zwei Wochen kommt unsere Alpen/Dolomitentour. Solange lass ich die 30mm dran. Wenn das mit dem Bremsen usw. dann trotzdem gut geklappt hat, dann tendiere ich klar zur bequemeren Sitzposition, sprich 30mm Varios.

Ich geb bescheid.
0


Honda VFR1200X Crossrunner Limited Black Edition, Hepco & Becker Xplorer, Sturzbügel, ION Blue Flooter, SW-Motech Bags Connection , MRA X-Screen, Honda Hauptständer, Handschutz/Blinker, LED Blinker vorn/hinten, LeoVince SBK

Benutzeravatar
charly1950
Forums-User
Likes: 0
Beiträge: 35
Registriert: Di 22. Nov 2011, 15:47
Wohnort: Mittelfranken

#16

Beitrag von charly1950 » Mi 2. Mai 2012, 06:02

Ich habe auch die 30 mm tieferen Fußrasten von Thun getestet. Der Kniewinkel wird deutlich entspannter (meine Größe 186cm). Der von Dir geschilderte Effekt mit dem Bremshebel hat mich aber so gestört, dass ich die Original Fußrasten wieder rückgebaut habe. Nun versuche ich eine Entspannung der Sitzposition über eine höhere Sitzbank (+2 -3 cm).

Gruß CH.
0



Benutzeravatar
MarkusT
Mitglied VFR-OC
Likes: 0
Beiträge: 2738
Registriert: So 21. Dez 2003, 12:57

RE: Verstellbare Fußrasten

#17

Beitrag von MarkusT » Mi 2. Mai 2012, 12:13

Original von xhutzelx

3) Wer sportlich fährt muss beim Reinlegen in die Kurve allerdings aufpassen. Da ich selbst auch schon mal recht sportlich mit dem Crossrunner unterwegs bin und weit runter gehe, hab ich mir beim ersten mal den Fuß weggeknickt. Ist aber noch mal gut gegangen. So muss man also jedes mal die Füße hochziehen u. aufpassen. Wem das egal ist...
Deswegen Ballen auf die Raste :D
0



Benutzeravatar
AlteMöhre
Mitglied VFR-OC
Likes: 2
Beiträge: 2560
Registriert: Mo 11. Apr 2005, 20:21
Wohnort: Stammtisch Rhein-Main
Kontaktdaten:

RE: Verstellbare Fußrasten

#18

Beitrag von AlteMöhre » Mi 2. Mai 2012, 12:19

upps, markus war fixer... :D
0
Zuletzt geändert von AlteMöhre am Mi 2. Mai 2012, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.


:engel: VFR-OC Mitglied :D ohne Glied :ichidiot: Nr 2190


„Du lebst nur einmal - aber wenn du es richtig machst, ist einmal genug.“

Mae West 1893 - 1980

Gast
Likes:

#19

Beitrag von Gast » So 5. Aug 2012, 21:36

So ich hab nun die erste 1000km mit meinem Crossrunner runter und möchte auch mal meine Erfahrungen damit Berichten. Eines vorab ich bin zuletzt 3 Jahre die Transalp 700 gefahren und hab daher vielleicht eine etwas andern Blickwinkel auf meine „Neue

Über den Motor brauche ich euch ja nichts erzählen. Im Grund fährt sich der V4 bis 6000Umin wie der V2 Transalpmotor . Was jedoch ab 6000 Umin noch kommt ist für mich die helle Freude pur. Möge mich der Herr auch weiterhin mit viel Glück und Vernunft segnen.

Der Windschutz mit dem Original Schild ist überraschenderweise besser als auf der Transalp. Die Honda Tourenscheibe hab ich auch mal probiert. Im Gegensatz zu meinen Vorrednern find ich die viel zu laut und mit den Verwirbelungen am Helm für mich (177cm) völlig untauglich.

Der Kniewinkel ist deutlich kleiner als auf der TA. Für mich OK dadurch hab ich das Gefühl aktiver am Bike zu sitzen.

Auf guten Straßen fährt sich der Crossrunner einfach genial. Die schnellen Kurven ganz sicher und auch die kleinen Kehren mindestens so zügig wie mit der TA. Vielleicht liegt das am rel. kurzem Radstand.

Auf schlechteren Straße naja. Hab einige km in Tschechien auf z.T. holprigen Straße hinter mir. Das Federbein arbeitet sehr gut und hätte ja auch noch einige Verstellmöglichkeiten.
Die Gabelfedern vorne find ich nicht so fein abgestimmt. In schlecht asphaltieren Kurven hab ich ordentlich zu tun den Kurs zu halten. Da muß ich was verbessern. Wilbers sollte helfen können ( Habt Ihr diese Problem nicht? )

Für die Optik wird wohl das Christkind noch einen ESD von Remus vorbeibringen Für einen Österreicher kommt da nicht anderes in Frage :)

Und für die kleine Reise hab ich schon mal den Givi Topcaseträger im Haus. Aber noch nicht montiert.

Sodale das wars dann schon. Schöne Grüße aus Österreich :winken1:



Antworten