standgas probleme( zu hoch)

VFR 800 FI RC46/1 Bj 1998-2001
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#1

Beitrag von Schuldi81 » Sa 22. Jul 2017, 09:20

Servus bin der neue  

Mein Name ist Dennis und ich habe seit 2 Wochen eine vfr 800 rc46 baujahr 1999...bin super zufrieden mit dem biker aber eins stört mich...die hohe Drehzahl im stand...hab schon die schraube die rechts hinter dem Rahmen ist gefunden und komplett zurück gedreht...trotzdem läuft die Maschine auch wenn se warm ist bei knapp 2000 Touren. ..gibt's da noch einen kleinen Handgriff ohne große Aktion...? Lg Dennis
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#2

Beitrag von schneekönig » Sa 22. Jul 2017, 14:57

Hi Dennis, na Glückwunsch zum V4.

Als 99er hat sie noch keine automatische Standgasanhebung. Das funktionier noch mit einem Hebel am Lenker, der einen Bowdenzug bedient. Das ist kein echter Choke, wie oft bezeichnet, sondern nur eine manuelle Standgasanhebung. Den Rest, den bei Vergasern der Choke macht (Gemischanfettung), erledigt die Einspritzelektronik. Der Choke-Bowdenzug bedient aber nicht die Drosselklappen, sondern die Starterventile. Wenn der Choke-Bowdenzug ganz eingeschoben ist, müssen die Starterventile ganz zurück gegangen sein.

Ich würde als erstes den Choke-Bowdenzug und das Gestänge prüfen, wo er eingehängt ist. Kann es sein, dass sich der Choke-Bowdenzug nicht ganz schließen bzw. zurücknehmen lässt? Oder vielleicht zu kurz ist (Superbikelenker?)?

Dann muss man weitersehen.

Grüße, Markus
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#3

Beitrag von Schuldi81 » So 23. Jul 2017, 07:42

Hi servus und guten morgen...danke für die ausführliche Antwort...Nein einen superbike Lenker hab ich nicht....hatte ja denn Tank schon links und rechts zur Seite getan und sieht man einiges...links sieht man ganz gut den gaszug...den hab ich schon ausgeschlossen da er nicht zum reißen gespannt ist sondern normal....rechts sieht man das ende der standgas Erhebung wo man auch die schrauben drehen kann...es kommt aber erst nachdem man den Hebel zur Hälfte gezogen hat widerstand und dann dreht der Motor erst hoch....aber ich werde mir mal das anschauen was du gesagt hast...lg :wheel:
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#4

Beitrag von hermann2124 » So 23. Jul 2017, 15:27

Hallo,
willkommen bei den V4-Verrückten und in unserem Forum.

Kontrolliere mal die Unterdruckschläuche von der Einspritzanlage, ob diese geknickt sind, oder alle an ihrem Platz sind. Nicht, dass da einer lose, undicht oder vom Anschluss runter ist.
Besonders die Schläuche, die für die Unterdruckmessung bei der Synchronisation zuständig sind. Siehe Bild:
rc46lufi.png
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Zuletzt geändert von hermann2124 am So 23. Jul 2017, 15:27, insgesamt 2-mal geändert.
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#5

Beitrag von Schuldi81 » So 23. Jul 2017, 18:04

Danke für den coolen Empfang von euch und danke für die hilfe/Tips. ..frage...wo befinde sich die Schläuche die auf dem Bild zu sehen sind? Damit ich einen Anhaltspunkt habe....lg
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#6

Beitrag von hermann2124 » So 23. Jul 2017, 18:21

Wenn du die Seitenverkleidungen abbaust, dann kannst du sie am Lufi-Kasten sehen. Hilfreich ist es, den Tank anzuheben. So siehst du die ganzen Schläuche auch besser und kannst diese besser kontrollieren.
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#7

Beitrag von Schuldi81 » Mo 24. Jul 2017, 06:14

Guten morgen...vielen dank...dann schau ich die Woche gleich mal nach...Schöne Arbeitswoche noch...
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#8

Beitrag von Schuldi81 » Do 10. Aug 2017, 22:41

Servus Jungs....hatte die Maschine komplett zerlegt und mich an alle tippst von euch gehalten....jetzt ist die Sache das die maschMaschine im kalten Zustand auf 1300 Touren läuft und wenn se warm ist zwischen 1500-1600
:conf:
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#9

Beitrag von schneekönig » Sa 12. Aug 2017, 20:16

Hi, also, wenn wirklich alles passt, bin ich etwas ratlos. Wenn du Falschluft ausschließen kannst und auch nichts an den Zügen ist, könnten die Starterventile selbst verstellt sein. Hast du an den Starterventilen rumgedreht?
Mich wundert auch, dass sich dein Standgas verändert hat, seit du die Maschine "komplett zerlegt" hast. Was genau hast du denn alles gemacht?
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#10

Beitrag von Schuldi81 » So 13. Aug 2017, 09:26

Servus...habe Rechts neben dem luftfilter die standgasregulierung wieder so gemacht wie es sein soll...das heißt...das die standgasregulierung vorher erst nach der Hälfte hoch gedreht hat (zu locker )...und jetzt hat der Hebel nur noch ein minimales Spiel...die schraube die man rechts durch den Rahmen einstellt ist komplett zurück gedreht....dann habe ich links wo der Gaszug ist die schraube die als Anschlag dient (schraube mit kontermutter ) zurück gedreht das der Anschlag ca einen halben Millimeter weiter zurück geht...dann habe ich noch einen Benzin entlüftungsschlauch ersetzt da dieser auf dem hinteren krümmer gelegen hat...dann habe ich wärend die Maschine lief alles an Schläuchen durchgeleuchtet und kontrolliert zusammen gebaut und das wars. ..bin ja schon froh das ich se um 500 Touren runter hab...aber irgend etwas passt immer noch nicht...
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#11

Beitrag von schneekönig » Mo 14. Aug 2017, 10:21

Ok, das klingt ja schon mal gut. Ich würde noch prüfen (sollte per Sichtprüfung gehen), ob die Drosselklappen wirklich komplett schließen, wenn sie geschlossen sind. Nicht, dass da ein Spalt bleibt oder die Drosselklappen nicht ganz synchron laufen und eine oder zwei Klappen etwas geöffnet bleiben (dann sollte die Karre aber auch schlechter laufen).
Aber wie gesagt, wenn du dir sicher bist, dass alles andere passt (keine Nebenluft etc.), dann muss das zu hohe Standgas an den Starterventilen liegen. Die Starterventile bestimmen den Leerlauf bzw. das Standgas und damit auch die Luftmenge, die bei einer Drehzahlanhebung im kalten Zustand gebraucht wird. Die Drosselklappen sind nämlich bei der Einspritzbrücke wirklich zu, wenn sie korrekt schließen. Die Starterventile werden über eine Platte gemeinsam gezogen. Diese Platte ist einmal mit dem "Chokezug" verbunden und andererseits wirkt auf sie die Standgas-Schraube (gegen den Uhrzeigersinn = Drehzahl runter, mit Uhrzeigersinn = Drehzahl rauf). Wenn dein Standgas bei komplett zurückgedrehter Standgas-Schraube (gegen den Uhrzeigersinn = Drehzahl runter) warm trotzdem bei 1500 u/min liegt, könnte das bedeuten, dass die Starterventile weiter offen stehen (weiter heraus gezogen sind), als sie sollten.

Gibt auch ein paar nützliche Videos bei YouTube zu den Starterventilen, z.B. hier "https://www.youtube.com/watch?v=ePy1t04UqNw", Achtung: Die Lage der Starterventile unterscheidet sich zwischen 46/1 und 46/2, die Funktion ist die gleiche.

Die Starterventile kann man übrigens auch synchronisieren, d.h. die Luftmenge der einzelnen Starterventile so abstimmen, dass alle Zylinder im Standgas gleich laufen. Das ist aber nicht ganz so einfach und erfordert ein sehr feinfühliges Messinstrument. Manfred hat uns hier mal versichert, dass handelsübliche Synchronuhren absolut zu ungenau bzw. viel zu grob dafür sind. Eine gute Hondawerkstatt sollte aber das Equipment dafür haben. Wenn du also selbst nicht weiter kommst, solltest du wohl mal in die Werkstatt fahren. Bitte drehe auf keinen Fall auf gut Glück an den Starterventilen rum.
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#12

Beitrag von Schuldi81 » Mo 14. Aug 2017, 21:28

Super danke...dann kommt die Maschine nach der saison mal zum check...
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