TÜV und Freigaben

Welcher Reifen passt zu welcher VFR?
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Thomas
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TÜV und Freigaben

#1

Beitrag von Thomas » So 24. Jan 2016, 15:53

Moin,
die TÜV-Prüfer, die bei mir zur Prüfung aufschlagen, haben mich in letzter Zeit darauf hingewiesen, daß Freigaben der Reifenhersteller nicht mehr anerkannt werden, wenn die Reifendimension nicht mit der in den Fzg.-Papieren übereinstimmt (bspw. die üblichen Freigaben zur 36/I, wo der 180/55 statt des 170/60 bescheinigt wird, in anderen Fällen gibts da die Sportler-Fraktion, die halt mal nen 190/55 statt nen 190/50 nutzt, oder Enduro-Fahrer, bei denen häufig eine etwas andere Dimension in der Freigabe bescheinigt wird). Bisher gab es wohl mal vereinzelt Stimmen, das es dienstliche Anweisungen dazu gibt, aber seit kurzem sieht es so aus, als würde das jetzt konsequent so gehandhabt. Wie wird sowas anderswo als beim TÜV-Nord gehandhabt, gabs beispielsweise im Süden auch schon diese Probleme? Ich wüsste halt gerne, wo ich die werte Kundschaft in Zukunft hinschicken soll :rolleyes:

Thomas


Ich bin echt geneigt, den Verein zu wechseln. Früher hatte das seine Berechtigung, weil der TÜV halt alleine Einzelabnahmen durchführen durfte, aber seit einigen Jahren machen die rumfahrenden Prüfer das auch kaum noch aus Angst, daß ihnen irgendjemand quer schiessen könnte...
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alex1977
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RE: TÜV und Freigaben

#2

Beitrag von alex1977 » So 24. Jan 2016, 16:23

ich verstehe die frage nicht :nixweiss:

wenn ich einen reifen nutzen möchte, der nicht im schein eingetragen ist, dann darf ich den ohne eintragung nicht (öffentlich) fahren.
was spielt es da noch für eine rolle, ob die freigabe des herstellers (fahrzeug oder reifen) das profil beinhaltet?

oder habe ich da etwas falsch verstanden?
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RE: TÜV und Freigaben

#3

Beitrag von Thomas » So 24. Jan 2016, 16:59

Vielleicht war das missverständlich ausgedrückt. Ich habe also ne 36/I, serienmäßig mit 170/60-17. Jetzt gibts von Bridgestone den T30 in 170/60 und 180/55, beide Reifen sind in der aktuellen Freigabe explizit vermerkt. Trotzdem stellt der TÜV Nord sich bei dem 180er quer, erheblicher Mangel, kein Stempel. Nach deren Interpretation müssen ja sämtliche derart gestaltete Freigeben hinfällig sein.
Meine Frage war jetzt, wie das anderswo gehandhabt wird (also ander Prüforganisation oder TÜV Süd).
Wenn ich die ganzen Altendurofahrer (Zollgrößen eingetragen!) und Supersportler neben den oben erwähnten Beispielen in der werten Kundschaft zusammenrechne, dann fallen mir bestimmt mindestens 50 Personen ein, denen ich von vornherein sagen muß, daß bei mir mit der hier prüfenden Organisation keine HU mehr möglich ist.

Das geht mir gelinde gesagt auf den Senkel, da hier mMn der TÜV Nord eine recht eigene Interpretation der Lage vornimmt.
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RE: TÜV und Freigaben

#4

Beitrag von alex1977 » So 24. Jan 2016, 17:27

wenn beide reifen in der freigabe drinnen stehen, die größe 180 aber im schein nicht eingetragen ist, dann muss es nachgetragen werden.
einfach fahren ohne eintragung, also in form quasi einer ABE, geht meiner meinung nach natürlich nicht.
wenn es hinweise darauf gibt, dass der 180er technisch gesehen probleme bereitet, kann der prüfer selbstverständlich die eintragung verweigern.
aber welche hinweise sollen das denn sein? wurde etwas vermerkt, warum die eintragung verweigert wurde?

kannst du mir die genauen infos mal zukommen lassen, ich versuche dann beim TÜV SÜD nachzufragen.
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RE: TÜV und Freigaben

#5

Beitrag von alex1977 » So 24. Jan 2016, 17:31

geht es um diese freigabe hier: PDF ?

da steht ja sogar explizit drinnen, dass keine eintragung notwendig wird, auch wenn der 180er aufgezogen ist.

ist es auch wirklich eine RC36/1 mit einer 5,5"-felge, oder eine RC36/2 mit nachgerüsteter felge?
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RE: TÜV und Freigaben

#6

Beitrag von Thomas » So 24. Jan 2016, 17:50

Diese Freigabe ist ja nur ein Beispiel für zahlreiche solcher Freigaben aller Reifenhersteller. Bisher war das Prozedere halt so, daß KundeX mit MopedY herkommt und nach Reifen fragt. Dann empfehle ich ihm aufgrund der gültigen Freigaben eine Reifenkombination, bau die ein, drucke ihm eine solche Freigabe aus und alles ist paletti, auch für andere Reifendimensionen, die in der Freigabe/Unbedenklichkeitsbescheinigung stehen, in den Fahrzeugpapieren jedoch nicht.
Bisher kein Probleme bekannt, weder bei ner HU noch anderweitig. Jetzt kommt aber die bei mir im Hause prüfende Organisation (TÜV Nord) und bescheinigt eben diesen solchermaßen ausgestatteten Maschinen erhebliche Mängel mit der Folge, daß ich diesen Kunden sagen darf, daß eigentlich alles für eine gesetzeskonforme Ausrüstung der Maschine spricht, allerdings der TÜV sich quer stellt und sie sich woanders ihre Plakette besorgen müssen.

Und ja, in sämtlichen fast gleich lautenden Freigaben aller Reifenhersteller wird der annähernd gleiche Untertext verwendet, der eben keine Änderung der Fahrzeugpapiere für notwendig hält.
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RE: TÜV und Freigaben

#7

Beitrag von Thurn Gerhard » So 24. Jan 2016, 17:56

Original von Thomas
Vielleicht war das missverständlich ausgedrückt. Ich habe also ne 36/I, serienmäßig mit 170/60-17. Jetzt gibts von Bridgestone den T30 in 170/60 und 180/55, beide Reifen sind in der aktuellen Freigabe explizit vermerkt. Trotzdem stellt der TÜV Nord sich bei dem 180er quer, erheblicher Mangel, kein Stempel. Nach deren Interpretation müssen ja sämtliche derart gestaltete Freigeben hinfällig sein.
Meine Frage war jetzt, wie das anderswo gehandhabt wird (also ander Prüforganisation oder TÜV Süd).
Wenn ich die ganzen Altendurofahrer (Zollgrößen eingetragen!) und Supersportler neben den oben erwähnten Beispielen in der werten Kundschaft zusammenrechne, dann fallen mir bestimmt mindestens 50 Personen ein, denen ich von vornherein sagen muß, daß bei mir mit der hier prüfenden Organisation keine HU mehr möglich ist.

Das geht mir gelinde gesagt auf den Senkel, da hier mMn der TÜV Nord eine recht eigene Interpretation der Lage vornimmt.
Wenn nur die die damalige Seriengröße (170) in den Papieren eingetragen ist, wird ein Reifenhersteller Bescheinigungen ausstellen können, wie er mag. Ein Prüfer wird sich immer (wenn es kein Gefälligkeiteintrag ist) an der vom Fahrzeughersteller angegebenen Größe orientieren. Wir besitzen ein Gutachten aus den 90er Jahren, das die Eintragung der Bereifung 180/55-17 auf der Serienfelge der RC36/1 ermöglicht. Das Gutachten gibt es für die RC36/1 sowie RC36/2 mit Felge der RC36/1. Nachdem RC36/1 Felgen zunehmend rarer werden, können mittlerweile RC46-Felgen (1998-2012) sowie CB 1000R Felgen umfräsen, passend für die RC36-Modelle. Die Abnahmen bekommen wir beim TÜV Süd. Bei Interesse bitte melden (Tel. 09352-6734). Vielleicht wäre dies ja auch eine Arbeitsgrundlage für die Abnahme bei TÜV Nord. Die TÜV-Papiere werden fahrgestellnummerbezogen ausgestellt und sind nicht übertragbar

Gruß
Gerhard Thurn
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RE: TÜV und Freigaben

#8

Beitrag von alex1977 » So 24. Jan 2016, 18:03

Original von Thomas
....Jetzt kommt aber die bei mir im Hause prüfende Organisation (TÜV Nord) und bescheinigt eben diesen solchermaßen ausgestatteten Maschinen erhebliche Mängel ....
kennst du die übergeordnete stelle für deinen bereich?
dort würde ich mal nachfragen und evtl. (um beim beispiel zu bleiben) auch gleich bei wolfgang terfloth.
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#9

Beitrag von Thomas » So 24. Jan 2016, 18:10

Und wieso bescheinigen dann die Reifenhersteller die Umrüstung mit ebendiesen anderen Reifen "ohne Korrektur der Fahrzeugpapiere" in ihren UBB? Dann kann man sich das auch schenken. Entweder hat der TÜV recht und die Reifenhersteller bescheinigen und seit Jahren Dinge, die rechtlich gar nicht haltbar sind oder die Reifenhersteller haben Recht und lediglich der hiesige TÜV erkennt ebendiese Freigaben nicht an. Die 36/I war nur als Beispiel zur Verdeutlichung gedacht, es gibt jede Menge solcher Freigaben/Unbedenklichkeitsbescheinigungen.

nur mal zum Lesen, so ganz unbedarft ist das IfZ ja auch nicht ;)

http://ifz.de/reifen-fabrikatsbindung/
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#10

Beitrag von alex1977 » So 24. Jan 2016, 18:45

naja..... es heißt ja "Unbedenklichkeitsbescheinigung" und nimmt der reifenhersteller maximal aus der haftung.
man sollte annehmen, dass ein ingenieur beim TÜV darüber entscheiden kann, ob das alles so passt.
aber selbst die eintragung bringt dir ja nachweislicht nichts, wenn die polizei als übergeordnete behörde einwände hat.
so baut alles aufeinander auf und im grunde ist der kunde immer der leidtragende, wenn es zu problemen kommt.

konfrontiere den für dich zuständigen prüfer doch mal mit diesen infos.
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ManfredK
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#11

Beitrag von ManfredK » So 24. Jan 2016, 19:22

Original von Thomas
Entweder hat der TÜV recht und die Reifenhersteller bescheinigen und seit Jahren Dinge, die rechtlich gar nicht haltbar sind oder die Reifenhersteller haben Recht und lediglich der hiesige TÜV erkennt ebendiese Freigaben nicht an.
Ist eine alte Streitfrage die aber seit 2008 mit einer rechtlichen Bewertung durch das Verkehrsministerium bei den Akten lag

https://www.polizei.rlp.de/internet/nav ... ize=50.htm

Was ist jetzt leider nicht beantworten kann, ist die Frage ob das Verkehrsministerium seine Meinung geändert hat.

Ich würde das Ministerium mit Verweis auf dieses Schreiben kontaktieren und nach dem aktuellen Stand fragen.

Siehe aber auch die Anmerkungen zu den Punkten 3 und 4 nach dem Kasten auf dem ADAC Dokument Seite 2
https://www.adac.de/_mmm/pdf/Freigaben% ... _29840.pdf
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Von V-2 zu V-4 zu R-2 - aber immer noch bei Honda

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#12

Beitrag von Thomas » So 24. Jan 2016, 22:04

Der ADAC sagt ja sinngemäß das gleiche wie das IfZ. Das Schreiben des Ministeriums hab ich dem für mich zuständigen TÜVler auch schon übergeben, er sagte, er wollte sich kümmern. Für ihn bindend wären aber die alten internen Vorschriften zum Thema aus dem Jahr 2008, in den letzten Jahren hätten die TÜV-eigenen Prüfer wohl aus Unwissenheit die Freigaben akzeptiert (deshalb gabs dahingehend bei mir auch nie ein Problem - bis jetzt).
Ich hab den TÜV-Prüfer dann mal mit dem letzten Punkt dieser Ausführung des Verkehrsministeriums konfrontiert, demzufolge bei einer EM-Einstufung zwingend die Erlöschung der Betriebserlaubni s zu erfolgen hat. Machen se aber auch nicht.
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#13

Beitrag von Thomas » So 24. Jan 2016, 22:10

Original von alex1977
naja..... es heißt ja "Unbedenklichkeitsbescheinigung" und nimmt der reifenhersteller maximal aus der haftung.
man sollte annehmen, dass ein ingenieur beim TÜV darüber entscheiden kann, ob das alles so passt.
aber selbst die eintragung bringt dir ja nachweislicht nichts, wenn die polizei als übergeordnete behörde einwände hat.
so baut alles aufeinander auf und im grunde ist der kunde immer der leidtragende, wenn es zu problemen kommt.

konfrontiere den für dich zuständigen prüfer doch mal mit diesen infos.
Eintragung, da sagste was. Der TÜV-Prüfer meinte, so ein anderer Reifen (andere Grösse) müsse dann trotz Freigabe vom zuständigen SV nach erfolgtem Fahrversuch eingetragen werden. Auf meine Frage, was denn der SV in einer halbstündigen Fahrt rausfinden sollte, was die Profi-Fahrer der Reifenhersteller bei ihren Tests nicht schon erfahren hatten, wusste er auch keine klare Antwort.

:blind:
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Mike36
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#14

Beitrag von Mike36 » Mo 25. Jan 2016, 00:15

Original von Thomas
Der ADAC sagt ja sinngemäß das gleiche wie das IfZ. Das Schreiben des Ministeriums hab ich dem für mich zuständigen TÜVler auch schon übergeben, er sagte, er wollte sich kümmern. Für ihn bindend wären aber die alten internen Vorschriften zum Thema aus dem Jahr 2008, in den letzten Jahren hätten die TÜV-eigenen Prüfer wohl aus Unwissenheit die Freigaben akzeptiert (deshalb gabs dahingehend bei mir auch nie ein Problem - bis jetzt).
Ich hab den TÜV-Prüfer dann mal mit dem letzten Punkt dieser Ausführung des Verkehrsministeriums konfrontiert, demzufolge bei einer EM-Einstufung zwingend die Erlöschung der Betriebserlaubni s zu erfolgen hat. Machen se aber auch nicht.
Da der TÜV an jeder Eintragung und an jedem Fahrversuch Geld verdienen kann, würde ich dies als ein Grund für die geäußerten Aussagen sehen.

Was steht denn in dem Schreiben des Ministeriums? Interessant auch die Aussage, die alten internen Vorschriften wären bindend. Das Ministerium erlässt die gesetzl. Vorschriften und evtl. Duchführungsbestimmungen, die Prüforganisationen haben deren Einhaltung zu überwachen - und nicht mehr.

Meine Erfahrungen in Südhessen mit TÜH, GTÜ: Meistens haben die Prüfer nur die Reifendimension geprüft, selten wollten sie die Unbedenklichkeitsbescheinigung sehen. Meine XBR darf alle Reifen fahren, sofern die Diemension stimmt. Aktuell fahre v. und h. verschiedene Hersteller. Das wurde schon moniert. Nach meinem Hinweis, dass dies bei diesem Motorrad erlaubt ist, gab´s immer die neue HU-Plakette.
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Gruß Michael
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Dem anderen sein Anderssein zu verzeihen, ist der Anfang von Weisheit. (Chinesisches Sprichwort)

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#15

Beitrag von Thomas » Mo 25. Jan 2016, 09:18

Original von Mike36
Was steht denn in dem Schreiben des Ministeriums?
Kannst du nachlesen, wenn du ManfredKs link folgst. Ausführlich und für mich klar formuliert, aber ich bin ja auch kein Jurist, als welcher ich da schlau was ganz anderes reindeuten könnte... ;)
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#16

Beitrag von Lemmy » Mo 25. Jan 2016, 15:12

Da ich mich auch gerade nach neuen Reifen auf anderer Felge umschaue sind die Beiträge durchaus sehr interessant. (anstehende Umrüstung auf 5,5"-Felge bei RC36/II)

Nach dem Artikel bei der Polizei Rheinland-Pfalz
"Fall 1:
Es ist keine Fabrikatsbindung vorhanden:
Es dürfen alle ECE-geprüften Reifen der vorgeschriebenen Dimension gefahren werden. Es sind keine zusätzlichen Dokumente mitzuführen."

Das wäre dann der goldene Glücksfall oder?
Da kann man dann drauf ziehen, was man möchte, hauptsache die Dimensionen passen.

Leider steht bei mir in der Zulassung ne Fabrikatsbindung mit ein paar alten Holzreifen drin.
Anfang der Saison werde ich mal mein Glück versuchen und probieren die Reifenbindung austragen zu lassen.
Ansonsten gilt nämlich der Fall 4 und ich muss jede Pelle eintragen lassen, sehe ich das richtig? ;(
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#17

Beitrag von Dutchy » Mo 25. Jan 2016, 17:08

Wie oft muss DER FAHRER zum TuV in Deutschland um vorzuweisen das ER kein Gefahr -geworden- ist???

Wenn ein Speigel oder passende Reifen ein gutachten brauchts dann doch auch sicher JEDES Jahr der Faher prufen eh?

Ich werde Angie mal anschreiben den ich vermute das hier noch was zu verbessern ist. Wir schaffen das bestimmt!! :znaika:
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#18

Beitrag von alex1977 » Mo 25. Jan 2016, 17:45

Original von DutchyIch werde Angie mal anschreiben den ich vermute das hier noch was zu verbessern ist. Wir schaffen das bestimmt!! :znaika:
jetzt verarschen uns schon die holländer :laugh: :laugh: :laugh:

hast aber recht, in deutschland ist es strafbarer mit falschem reifen zu fahren, als..... aber lassen wir das....
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#19

Beitrag von Arni51 » Di 26. Jan 2016, 09:49

Original von Dutchy
Ich werde Angie mal anschreiben den ich vermute das hier noch was zu verbessern ist. Wir schaffen das bestimmt!! :znaika:
Vergiß das mit Angie......die kennt nur einen Kurs.......immer nach vorne.........niemals zurück!

Aber, sie schafft das 8) 8)

L.G.
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Eifelgrüße
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#20

Beitrag von Lemmy » Di 26. Jan 2016, 11:54

Original von Dutchy
Wie oft muss DER FAHRER zum TuV in Deutschland um vorzuweisen das ER kein Gefahr -geworden- ist???

Wenn ein Speigel oder passende Reifen ein gutachten brauchts dann doch auch sicher JEDES Jahr der Faher prufen eh?

Ich werde Angie mal anschreiben den ich vermute das hier noch was zu verbessern ist. Wir schaffen das bestimmt!! :znaika:
Ja die Prüfung findet sogar wirklich jedes Jahr statt.

Und wer durchfällt kriegt n gelbes Kennzeichen :laugh: :laugh: :laugh:
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#21

Beitrag von AlteMöhre » Di 26. Jan 2016, 12:05

ich hasse die machtspielchen einiger TÜVtler

die sind ja gottlob nicht alle so, etliche (die meisten!) arbeiten durchaus mit augenmaß und sachkenntnis

es gibt aber auch dösbaddel, denen geht dermaßen einer hui, wenn sie auf ihren langen hebel verweisen können. wenn die daheim nix zu melden haben lassen sie es an denen aus, die ihr gehalt bezahlen. und dann mit einer bestechenden logik in der argumentation, dass man die nächste tischkante zum reinbeißén sucht - tolle wurst!

thomas, klar, das hilft dir jetzt und hier auch nicht weiter, aber du stehst mit deinem ärger wahrlich nicht alleine da.
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#22

Beitrag von Dutchy » Di 26. Jan 2016, 19:18

Touche!!!! :-)
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#23

Beitrag von robert2311 » Sa 30. Jan 2016, 15:27

Hallo Leute,
mal kurz von mir zur Reifengröße:
Ich habe damals mir einfach den 180er draufgezogen und die Reifenfreigabe mitgenommen zum TÜV, und den Jungs gesagt sie sollen mir doch den bitte eintragen. Die haben sich das angeschaut (Sichtprüfung) und gut wars. Außerdem kann ich wahlweise auch den 170er fahren. Muß allerdings dazusagen das die Jungs dort auch alle selber fahren (von der Harley bis zur Duc und Supermoto) und wissen was geht und nicht. 2 Bekannte bei den Grünen fahren ebenfalls und haben da auch Ahnung was geduldet wird und was nicht, die sind nicht doof.
Der noch alte BT 50 der drin steht spielt keine Rolle. Die Jungs von der "Strassenkontrolle" interessiert das nicht.
Ausserdem noch ein Schreiben dabei was bei uns in der Zeitung stand, evtl. wichtig wenn da mal einer rummäkeln tut bei einer Kontrolle..gilt auch beim Auto.
Gruß ro
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ABE oder Unbedenklichkeitsbescheinigung ?

#24

Beitrag von Papa Schlumpf » Sa 30. Jan 2016, 20:30

Hallo liebe VFR-Gemeinde,

entschuldigt bitte, wenn ich mich hier auch noch einmische...

Ich denke, daß man zunächst mal zwischen einer ABE und einer Unbedenklichkeitsbescheinigung unterscheiden sollte.
Meiner Meinung nach brauchen Reifen und speziell Motorradreifen keine ABE, weil die Dinger seit etwa 2008 (korrigiert mich bitte, falls ich falsch liege) alle eine Typgenehmigung nach irgendsoeiner EG-Richtlinie haben MÜSSEN. Insofern sind die Schreiben, die gerne als "Freigabe" (oder ABE) bezeichnet werden eigentlich Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Hersteller.

Zu den Änderungen der Reifendimensionen gab ein Schreiben des Kraftfahrtbundesamtes bzw. des übergeordneten Bundesministeriums in dem eigentlich alles drinsteht und nach dem ALLE Prüforganisationen, also auch der "TÜV NORD", zu arbeiten haben, die richtig klaren Anweisungen und Auskünfte. Diese Stellungnahme kann hier auch nachgelesen bzw heruntergeladen werden. Ich gebe das Schreiben auch gern als PDF per e-Mail weiter, wenn Interesse bestehen oder der Link irgendwann einmal nicht mehr funktionieren sollte (Anfragen bitte per PN oder e-Mail).Es
Normalerweise sollten nach der Lektüre keine Fragen offen bleiben, da man den Text auch ohne Jura-Studium verstehen kann. Mir geht es jedenfalls so.
Und Probleme mit anderen Reifendimensionen habe ich auch keine mehr... :D
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in diesem Sinne

Michael


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RE: ABE oder Unbedenklichkeitsbescheinigung ?

#25

Beitrag von Thomas » Sa 30. Jan 2016, 21:31

Schön, dass du das so siehst. Deckt sich in etwa mit meiner Meinung zum Thema, hilft nur nix, wenn die bei mir prüfende Organisation das anders sieht und demzufolge die Prüfung verweigert. Ich hab mit den anderen hier ansässigen Prüforganisationen geredet, von denen sieht keiner irgendein Problem, so daß man ja ausweichen kann, trotzdem geht mir das Prozedere auf den Sa.... Keks. Da hat man den TÜV im Haus und muß die Kunden trotzdem wegschicken :motzen:

Thomas
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