Avon Spirit ST auf RC 36/2

Welcher Reifen passt zu welcher VFR?
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Etze
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Avon Spirit ST auf RC 36/2

Beitrag von Etze » 13.07.2019, 19:54

Vielen Dank!

Ich habe den Reifen in Erwägung gezogen, weil er laut diversen Berichten eine überdurchschnittliche Laufleistung versprach, eben aufgrund der hohen Profiltiefe.

Fahreigenschaften sind mir aber dann doch wichtiger. (Bis jetzt hab ich auf meiner nur Metzeler gefahren. Vergleiche aktuell den Z8 mit Roadtec 01.)
Freundliche Grüße
Christof

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Moppedtouri
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Beitrag von Moppedtouri » 14.07.2019, 00:15

Ich hatte mich - als es um die Wahl der Reifen ging - beinahe für den Roadtec 01 entschieden, hatte mir sogar schon die Freigabe ausgedruckt. Dann hatte ich mir nochmal den Motorrad Reifentest aus 11/2018 durchgelesen. Dort wurde der Roadtec 01 (zweitplatzierter Reifen beim Test 05/2017) nur letzter von sechs getesteten Reifen, gemeinsam mit einem anderen. Der Avon war bei diesem Test nicht dabei - schade.
Einerseits waren bei diesem Test maximal 500 Punkte erreichbar, und vom Erstplatzierten bis zum Letzten waren gerade mal 12 Punkte Unterschied - das ist dann wohl jammern auf ziemlich hohem Niveau. So wird der Roadtec 01 insbesondere bei Regen gelobt, für mich ein wichtiger Faktor. Ausschlaggebend für die Entscheidung gegen den Roadtec 01 war für mich jedoch die Aussage, dass die im Neuzustand anfangs guten Fahreigenschaften des Metzelers ziemlich schnell nachlassen - schneller als bei all seinen Konkurrenten. Und das kann ich als Tourenfahrer nun überhaupt nicht gebrauchen. Und letztlich hatte jeder der übrigen getesteten Reifen Schwächen, die mich ins Grübeln brachten, weswegen ich mich letztlich für den Avon entschied. Wie gut die Entscheidung war werde ich spätestens in etwa einem Jahr wissen. Zumindest bezüglich Verschleiß möchte ich Euch etwa alle 1.000 km auf dem Laufenden halten.

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Thomas
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Beitrag von Thomas » 14.07.2019, 14:53

Ich hab da zwei Kunden, denen ich letztes Jahr den gleichen Tourensportreifen aufgrund ihrer Fahrprofile empfohlen habe. Der eine (von dem ich weiß, daß er immer auf dem Laufenden ist, was Reifentests, speziell der MOTORRAD, anbetrifft) ist etwas zwiegespalten, hatte genau wie seine Frau mit ebendiesem Reifen öfters ein ungutes Gefühl und kam bei Nässe nicht gut mit seinen Kumpels mit. Da gabs jetzt nen anderen (Testsieger btw.).
Der andere Kunde hatte ebenfalls auf ner 1050er Triumph mit diesem Reifen nicht die geringsten Probleme, im Gegensatz zum Ersten fuhr er mit diesem Reifen den Kollegen gerade bei Nässe um die Ohren und ist voll des Lobes über diese Pelle. Wem glaube ich jetzt?

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Etze
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Beitrag von Etze » 14.07.2019, 15:37

Moppedtouri hat geschrieben:  
14.07.2019, 00:15
Ich hatte mich - als es um die Wahl der Reifen ging - beinahe für den Roadtec 01 entschieden, hatte mir sogar schon die Freigabe ausgedruckt. Dann hatte ich mir nochmal den Motorrad Reifentest aus 11/2018 durchgelesen. Dort wurde der Roadtec 01 (zweitplatzierter Reifen beim Test 05/2017) nur letzter von sechs getesteten Reifen, gemeinsam mit einem anderen. Der Avon war bei diesem Test nicht dabei - schade.
Einerseits waren bei diesem Test maximal 500 Punkte erreichbar, und vom Erstplatzierten bis zum Letzten waren gerade mal 12 Punkte Unterschied - das ist dann wohl jammern auf ziemlich hohem Niveau. So wird der Roadtec 01 insbesondere bei Regen gelobt, für mich ein wichtiger Faktor. Ausschlaggebend für die Entscheidung gegen den Roadtec 01 war für mich jedoch die Aussage, dass die im Neuzustand anfangs guten Fahreigenschaften des Metzelers ziemlich schnell nachlassen - schneller als bei all seinen Konkurrenten. Und das kann ich als Tourenfahrer nun überhaupt nicht gebrauchen. Und letztlich hatte jeder der übrigen getesteten Reifen Schwächen, die mich ins Grübeln brachten, weswegen ich mich letztlich für den Avon entschied. Wie gut die Entscheidung war werde ich spätestens in etwa einem Jahr wissen. Zumindest bezüglich Verschleiß möchte ich Euch etwa alle 1.000 km auf dem Laufenden halten.
Reifenempfehlungen sind ja schon schwierig, aber wenn der vorherige Testsieger auf einmal auf dem letzten Platz ist? Hmm.

Zu den angeblich stark abbauenden Eigenschaften kann ich leider nichts sagen. Ich habe hinten beim Roadtec 01 bis zum Schluss keine Veränderung festgestellt? Ich bin kein reiner Schönwetterfahrer, aber ich nutze mein Motorrad nicht täglich. Man kommt aber mal in einen Schauer oder die Fahrbahn ist noch nass etc. Oder war das noch auf etwas anderes als die Nässeeigenschaften bezogen? Bei Nässe fährt man normalerweise sowieso angepasst, ich hab es da nicht so eilig.

Bezogen auf andere Fahreigenschaften fehlt mir vielleicht die Feinfühligkeit. Aber unauffällig ist für mich = gut.
Freundliche Grüße
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Beitrag von MacJoerg » 15.07.2019, 11:53

Ich bin auch mit dem metzeler rundum zufrieden (vor allem bei Nässe). Der ist nun über 4Tkm drauf.
Gruß, Jörg

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Beitrag von Knattermax » 21.07.2019, 10:42

BildBild
Heute habe ich mit meinen neuen Roadattack2 ein Fahrsicherheitstraining gemacht. Ich war sehr gut überrascht wie gut der Reifen auf der VFR(36) zu fahren ist. Preis Leistung dürfte sehr gut sein wenn er noch km macht, aber das kommt auf. Jetzt hat er ca.500km drauf.

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Beitrag von Knattermax » 28.07.2019, 00:13

Moppedtouri hat geschrieben:  
13.07.2019, 18:43

Als vor zwei Wochen dann die Temperaturen merklich sanken ergab sich für mich ein völlig neues Bild: Die Handlichkeit schien wie verflogen und der Grip hatte stark nachgelassen. Ich hatte Rutscher an Stellen, wo ich mit meinen MPR's bislang nie Probleme hatte. Da wurde mir einmal mehr eine der Stärken der MPR's klar - er braucht keine Aufwärmung und hat von Anfang an Grip, auch bei einstelligen Temperaturen. Das ist mit dem Spirit ST definitiv nicht so - der Spirit ST will warm gefahren werden bevor er Grip aufbaut. Ich hatte die Rutscher nämlich gleich zwei mal an der gleichen Stelle - etwa 500m nach Fahrtantritt, beim Beschleunigen nach dem Einbiegen auf eine Vorfahrtstraße. Für viele normal, für mich der ich bislang (fast) nichts Anderes kannte als die MPR's eine gewöhnungsbedürftige Umstellung.
Ich habe daraufhin einmal mehr den Luftdruck der Reifen geprüft, der zu Beginn bei 2,5/2,9 bar lag. Und siehe da - der Luftdruck war um satte 0,2 bar gesunken. Das rapide Sinken der Temperaturen wird ein Grund gewesen sein. Und vielleicht zeigte das bei der Montage verwendete Messgerät nicht so ganz exakt den richtigen Luftdruck an. Nach der Wiederbetankung auf die Werte von 2,6/3,0 bar hat sich das Fahrverhalten für meinen Geschmack verbessert, ist aber nicht wieder auf das Anfangsviveau zurück gekehrt. Ich bin mal gespannt wie das wird wenn es das nächste Mal richtig heiß wird.

Sehr wichtig ist für mich natürlich auch die Regentauglichkeit des Reifens. Dazu kann ich bislang aber wenig sagen - gerade mal zwei kurze Regenfahrten waren dabei. Bedingt durch den Vertrauensschwund - verursacht durch die Rutscher - habe ich es noch nicht gewagt, dem Reifen bei Nässe mal die Sporen zu geben und die Grenzen auszuloten. Letzteres passiert ohnehin eher unfreiwillig, aber oft bei etwas flotterer Fahrweise.
Im Oktober 1998 machten wir (4) an einem Freitag eine Wochenendtour nach Südtirol. Ich hatte einen neuen Macadam90 montiert. Bis zum Gaviapass war er eingefahren und war gut zu fahren. Dort machten wir eine viertel Stunde Pause. Es war ca. 15:00, Bedeckt und unter 10°C. Bei der Weiterfahrt fuhren zwei vor und mein Nachbar hinter mir. Nach ca. 500m an der 3.Linkskurve rutschte mir urplötzlich beim Gaszudrehen das Heck weg und ich rutschte ins Kies. Beim dritten Gegenlenken rutschte ich wieder auf der Straße (Rechtskurve), das Moped stellte sich auf und ich flog in einem tollen Bogen über die Straßenkante ins Steinetal. Die Seven Fifty blieb an einem Felsen am Straßenrad hängen, naja etwas Glück braucht der Mensch.
Wir waren alle sehr erstaunt weil keiner schnell fuhr. Nach der NotOP am Motorrad fuhren wir weiter zur Unterkunft bei Auer.
Am Samstag waren Dolomiten angesagt. Ich versuchte oft den Grund für das Rutschen zu finden, mit bremsen oder in Schräglage mit Driften zu Beschleunigen, aber die Reifen verhielten sich ganz normal.
Auf dem Sellajoch machten wir eine Kaffeepause, auch Bewölkt und keine 10°C. Bei der Weiterfahrt nach ca. 300m bei einer Rechtskurve rutschten beide Räder weg. Ich konnte die Maschine abfangen, jetzt wusste den Grund. Es war ein Temperaturproblem.
Die Afica Twin war mit Metzler bestückt, die KTM mit Heidenau und mein Nachbar hatte den Macadam50 auf der NTV. Nur ich hatte den besten Reifen montiert, er bekam in Motorradfahrerkreisen auch den Spitznamen Holzreifen und das nicht umsonst. Das war mein teuerster Reifen, ich bin froh daß ich den Abflug ohne Brüche überstanden hatte, die Schürfungen und Prellungen heilten gut ab.
Den Prozess gegen Michelin hatte ich gewonnen, seit dem steht bei Michelin, daß bei jeder Fahrt der Reifen Warmgefahren werden muss. Naja, bei dem Reifen musste man erst mal dazu kommen.
Als Schmerzensgeld (Rechtlich gab es keins) bekam ich 2 Satz Pilot Road und ein Fahrtraining auf dem GP Nürburgring. Seit dem bauen sie haftfähige Reifen.
Jedenfalls muss ein Reifen auch bei kühlen Temperaturen und geringer Schräglage berechenbar sein.
Den Macadam90 war bei kalten Regentagen nicht warm zu fahren, was aber viele Erfühlen durften.
Meinen Nachbarn hatte das Geschehen schwer beeindruckt, das war seine letzte Motorradreise.

Gruß Willi

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Abnutzung nach 3.000 km

Beitrag von Moppedtouri » 11.08.2019, 01:05

Nun, genau genommen erst nach quasi 3.500 km - eine größere Tour ist mir dazwischen gekommen so dass ich nicht schon wie geplant nach 3.000 gemessen habe.
Bild

Mein bisheriges Fazit
  • Positiv
    Der Spirit ST ist ein zuverlässiger Tourenreifen. Warmgefahren bietet der Reifen Grip satt. Ich konnte nie den Grenzbereich erfahren, von daher kann ich auch nicht beurteilen wie die Rückmeldung der Reifen im Grenzbereich ausfiele.
    Und für eine ausgiebige Regentestfahrt fehlte mir bislang die Gelegenheit. Vor dem Hintergrund dass das Warmfahren der Spirit ST zwingend notwendig ist um Grip aufzubauen, frage ich mich allerdings ob die sich griparme Warmfahrphase womöglich deutlich ausdehnt wenn die Umgebungstemperaturen (bislang selten unter 20° und noch nie im einstelligen Bereich) deutlich sinken und dann noch Nässe hinzu kommt. Aber wie gesagt, dies ist bislang nur Theorie.
  • Negativ
    Praxis hingegen ist das mächtige Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage. Und, was mir immer bewusster geworden ist - der Reifen ist träge, wirklich träge. Ich fahre gerne mal ein paar Meter freihändig um meine Glieder zu strecken. Dabei fahre auch schon mal in aufrechter Sitzposition leichte Schlangenlinien um meine Becken- und Lendenwirbel zu strecken und zu dehnen und die dortige Muskulatur zu entspannen. Mit den Spirit ST ist das eine richtige Herausforderung. Da kann ich meine 70kg schwerere Pan aber deutlich einfacher zu einem Richtungswechsel bewegen als die VFR. Beide Hände am Lenker fällt die Trägheit nicht so sehr auf.
    Dennoch ist die Kombination sportliche Kurzvenhatz und VFR sicher nicht die Domäne des Spirit ST - das scheint hingegen die Laufleistung zu sein, bleibt der Trend bei der Abnutzung bestehen.
    Und klar habe ich schon mit dem Luftdruck experimentiert - genau genommen tue ich das ständig. Augenblicklich fahre ich etwa 2,6/3,1 bar.
  • Résumée
    Gut bedient mit dem Spirit ST ist, wer umsichtig und defensiv fährt und dem Reifen ein paar Minuten zum Warmwerden gibt - wobei das wie gesagt für Temperaturen um die 20° oder höher gilt. Aber das Warmfahren bei einstelligen Temperaturen werde ich mit diesem Reifen ziemlich sicher noch erleben. Denn betrachtet man die zu erwartende Laufleistung, dann werden die Reifen voraussichtlich erst Ende kommender Saison fällig sein.
Thomas hat geschrieben:  
14.07.2019, 14:53
Ich hab da zwei Kunden, denen ich letztes Jahr den gleichen Tourensportreifen aufgrund ihrer Fahrprofile empfohlen habe. Der eine (von dem ich weiß, daß er immer auf dem Laufenden ist, was Reifentests, speziell der MOTORRAD, anbetrifft) ist etwas zwiegespalten, hatte genau wie seine Frau mit ebendiesem Reifen öfters ein ungutes Gefühl und kam bei Nässe nicht gut mit seinen Kumpels mit. Da gabs jetzt nen anderen (Testsieger btw.).
Der andere Kunde hatte ebenfalls auf ner 1050er Triumph mit diesem Reifen nicht die geringsten Probleme, im Gegensatz zum Ersten fuhr er mit diesem Reifen den Kollegen gerade bei Nässe um die Ohren und ist voll des Lobes über diese Pelle. Wem glaube ich jetzt?
Thomas, womöglich habe beide Recht. Mal abgesehen davon dass zwei verschiedene Menschen unter identischen Testbedingungen auf dem gleichen Mopped die Fahreigenschaften unterschiedlich erleben können, gibt es noch andere, weniger subjektive Einflüsse, die das Fahrverhalten des Moppeds unterschiedlich erscheinen lassen - wie z.B. das Eigengewicht des Fahrers, die Fahrwerkseinstellungen und der Vergleich Solobetrieb / Zweipersonenbetrieb.

Etze hat geschrieben:  
14.07.2019, 15:37
Reifenempfehlungen sind ja schon schwierig, aber wenn der vorherige Testsieger auf einmal auf dem letzten Platz ist? Hmm.
Zum Einen waren bei dem späteren Test einige andere Kandidaten dabei. Zum Anderen waren die Unterschiede vom letzten zum ersten Platz wirklich nur gering - also nicht überbewerten.
Etze hat geschrieben:  
14.07.2019, 15:37
Zu den angeblich stark abbauenden Eigenschaften kann ich leider nichts sagen. Ich habe hinten beim Roadtec 01 bis zum Schluss keine Veränderung festgestellt? Ich bin kein reiner Schönwetterfahrer, aber ich nutze mein Motorrad nicht täglich. Man kommt aber mal in einen Schauer oder die Fahrbahn ist noch nass etc. Oder war das noch auf etwas anderes als die Nässeeigenschaften bezogen? Bei Nässe fährt man normalerweise sowieso angepasst, ich hab es da nicht so eilig.

Bezogen auf andere Fahreigenschaften fehlt mir vielleicht die Feinfühligkeit. Aber unauffällig ist für mich = gut.
Ich bin ja schon lange keinen Metzeler mehr gefahren. Aber eines hatten alle Metzeler, die ich früher gefahren bin, gemein: Mit zunehmendem Profilverschleiß nahm das Handling stark ab - bezogen auf jedes Wetter. Keine Ahnung ob sich in Bezug auf den Roadtec01 augenblicklich gerade die Geschichte wiederholt. Da Metzeler jedenfallsewig keine Zweikomponentenmischung verwendet hatte fuhren sich meine alten Metzeler grundsätzlich in der Mitte zuerst ab. Eine immer gerader werdende Kontur bedeutet zwangsläufig ein schlechter werdendes Handling. Auch hatte ich Problem mit Lenkerschlagen - im Neuzustand der Metzeler nahe Null, nahm das Shimmy stark zu wenn das Profil weniger wurde. Gegen Lebensende der Reifen war es schon gefährlich auch nur eine Hand vom Lenker zu nehmen. Das änderte sich abrupt als ich mal den BT45 probierte. Der erste Reifen, der sich auf Grund seiner Zweikomponentenmischung auch bei mir außen mehr abnutzte als in der Mitte. Zwar wurden dessen Fahreigenschaften mit zunehmender Abnutzung nicht unbedingt besser. Aber sowohl das Shimmy als auch das immer schlechter werdende Handling (sowie Reifen der Marke Metzeler) gehörten für mich fortan der Vergangenheit an.