Kupplung, Nehmerkolben.

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von ori » 11.09.2018, 21:25

Hi, mal wieder ein Problem.
Ich habe die Kette gewechselt und entsprechend das vordere Ritzel. Dazu muss ja der Kupplungsgeber ab und ich habe auch darauf geachtet den Kupplungshebel entsprechend zu fixieren.
Allerdings trennte die Kupplung vorher schon immer recht spät, also so kurz vor Anschlag.
Nachdem ich jetzt eigentlich mit dem Wechsel fertig bin trennt die Kupplung gar nicht mehr.
Ich dachte zuerst, dass sich da etwas Luft reingemogelt hat und habe die Kupplungsflüssigkeit getauscht, aber nix, es baut sich kein Druck auf.
Wenn sich der Nehmerkolben rausgedrückt hat, was muss ich dann tun um das wieder hinzukriegen?
:(

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schneekönig
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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von schneekönig » 12.09.2018, 07:36

Hi,

der Nehmerzylinder hat innen eine Feder unter dem Kolben sitzen. Dadurch drückt sich der Kolben immer ca 0,5 cm raus, wenn die Ritzelabdeckung abgeschraubt ist. Vermutlich ist im derzeitigen Zustand der Kolben nicht wieder ganz zurück gedrückt worden.

Solange der Kolben in den Dichtungen noch gängig ist, kann man ihn (mit viel Kraft) auch mit den Fingern/Händen wieder zurück drücken. Sollte mit den Fingern nichts zu machen sein, kann man auch vorsichtig eine kleine Schraubzwinge ansetzen. Wichtig ist, den Kolben nicht durch Gewalteinwirkung zu verkanten. Allerdings schafft man es meiner Erfahrung nach nie, die Ritzelabdeckung so schnell wieder aufzusetzen und festzuschrauben, dass der Kolben noch nicht wieder rausgekommen ist.

Normalerweise kann man den Kolben auch in aufgesetztem Zustand mit den Schrauben der Ritzelabdeckung beim Schrauben anziehen wieder eindrücken. Man muss aber sehr darauf achten, dass die Kupplungsdruckstange wirklich in der Mulde des Kupplungskolbens sitzt und dass die Passhülsen in der Ritzelabdeckung richtig sitzen. Hernach nochmal kontrollieren, ob der Deckel ganz rangezogen wurde bzw. anliegt.

Sollte sich der Kolben nicht mehr zurück drücken lassen (also auch nicht mit der Schraubzwinge), dann hilft nur: Kupplungsflüssigkeit runter, alles auseinanderbauen, Kolben und Zylinder putzen (da drin ist oft viel Korrosion, denkt man gar nicht) und die Dichtungsmanschette erneuen.

Viel Erfolg!
Markus
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MacJoerg
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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von MacJoerg » 12.09.2018, 09:33

Was meinst Du mit "Griff fixiert"? Ma muss nichts fixiert werden. Eben nur nicht daran ziehen wenn der Nehmerzylinder abgebaut ist.
Ich hab den Nehmerkolben bei meiner letztens überholt (da gibt es koplette Reparatursätze für ca. 25€. Der Kolben geht eigentlich ganz leicht rein zu drücken.
Gruß, Jörg

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von ori » 12.09.2018, 17:02

Mh, ja ich habe mir das im Buch angeschaut, zur Not nehme ich das auseinander und ersetze die Dichtungen.
Ich habe da aber noch ein wenig ein Verständnis Problem.
In der Reparaturanleitung vom Bucheli Verlag steht, man solle die Kupplung im gezogenen Zustand fixieren, damit
nicht versehentlich Kupplungsflüssigkeit ausläuft, bevor man den Kupplungsnehmer abschraubt. Habe ich bisher immer so gemacht.
Was aber schon seltsam ist, dann ist der Kolben doch rausgedrückt... rolleyes;
Aber nur zum Teil?
Wenn der Kolben nun zu weit raus ist, dann müsste die Kupplung doch trennen, oder?
Macht sie ja gerade nicht.
Darum denke ich es ist entweder noch Luft in der Leitung, was ich seltsam fände, aber wer weiß, evtl. läuft mal wieder alles schief, oder der Kupplungsgeberkolben
drückt nix mehr. Allerdings habe ich immerhin einiges an Flüssigkeit durch den Schlauch gepumpt.
Ich gehe da morgen nochmal bei, im Moment bin ich ein wenig verwirrt.

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von Olf » 12.09.2018, 17:58

Hallo Ori,
ich habe das Buch auch und mal eben nachgeschlagen.
Der Satz ist sinnfrei. Streichen.

Hast es ja schon selbst erkannt. Mit ziehen des Kupplungsgriffes das System unter Druck setzen (Kupplungsfedern werden zusammengedrückt) um es dann auseinanderzuschrauben...nö :biggrin: .
Hatte die Ritzelabdeckung gestern auch noch ab. Am Kupplungsgriff mache ich da garnichts, höchstens aufpassen, dass ich ihn nicht versehentlich ziehe solange die Ritzelabdeckung ab ist ;) .
Gruss,
Olf

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von Thomas » 12.09.2018, 18:33

Geh mal von einem einwandfrei gewarteten einigermaßen neuen Motorrad mit Hydraulikkupplung aus, dann reicht bei der Leichtgängigkeit der Bauteile die Schwerkraft der Bremsflüssigkeit in Verbindung mit der Feder hinterm Nehmerkolben aus, um ebendiesen Kolben innerhalb kurzer Zeit im abgebauten Zustand soweit ausfahren zu lassen, daß letztlich sogar die Bremsflüssigkeit austritt. Quasi von selbst. Also baut man den Nehmerzylinder ab, drückt den Kolben noch ein kleines Stück wieder rein (Pegel im Vorratsbehälter beachten) und zieht dann den Kupplungshebel und fixiert den mit nem Gummi am Lenker. Dabei wird zwar auch der Kolben etwas betätigt, aber hauptsächlich wird die kleine Bohrung im Geberzylinder verschlossen, so daß ein geschlossenes System entsteht. Dann kriegste den Kolben nicht mehr reingedrückt und auch nicht mehr rausgezogen.
Ich würde beide Zylinder (vor Allem den oberen) zerlegen, genau inspizieren und mit neuen Dichtungen wieder zusammenstecken.

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Beitrag von MacJoerg » 13.09.2018, 08:43

Das ergibt Sinn. Aber dann hätten die das auch so schreiben sollen. In der Regel reicht es, zum basteln den Nehmerzylinder mit dem Kolben nach oben etwas höher zu fixieren
so das er der Bastelei nicht im Weg ist. :D
Gruß, Jörg

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von VFR » 13.09.2018, 18:16

Hi

Meine VFR stand im winter unter einer plane jetzt kann ich die Kupplung nur sehr schwer mit kraft ziehen.

woran kann das liegen ???

wäre für jeden tip dankbar

Mit freundlichen Grüßen Rene

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Beitrag von MacJoerg » 13.09.2018, 18:44

Kolben möglicherweise fest. Schraub den Nehmerzylinder ab (sind nur 3 Schrauben) und schau ob es dann leicht geht.
Wenn nicht ist der Kolben fest. Dann muss das repariert werden.
Gruß, Jörg

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von ori » 14.09.2018, 12:54

Gute Nachricht, Kupplung kuppelt.
Die schlechte Nachricht, immer noch sehr spät. Ist aber fahrbar. Ich denke aber auf Dauer nicht der burner, weil die Gefahr besteht beim Schalten die Kupplung nicht weit genug zu ziehen.
Ich vermute mal, da ist noch Luft im System. Der Nehmer-Kolben bewegt sich (das sind aber nur 3-4 mm ist das so o.k.?)
Ich habe den dann zurückgedrückt, ging ein wenig, den Schmodder da mal weggemacht, die Lauffläche mit Bremsflüssigkeit befeuchtet und die Aufnahme gefettet.
Jetzt habe ich auch wieder Druck am Hebel. Ich vermute aber, da war Luft im Bereich nach dem Entlüftungsventil, vor dem Nehmerkolben. Kann das sein? Und wenn ja, wie bekommt man es weg?
(Kolben reindrücken, habe ich ja gemacht, aber mehr schaffen meine kleinen Pfoten nicht)
Ich werde jetzt erst einmal neue Bremsflüssigkeit besorgen, einen neuen Schlauch (ich glaube meiner ist 30 Jahre alt..*flöt*) und das mit dem Dichtungssatz ist etwas für Wintertage.

Vielen Dank auf jeden Fall für den Beistand und die Hilfe. :bow-yellow: Fühlt euch alle geknuddelt. Also mental. :mml


Und ein schönes Wochenende allen.

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Beitrag von MacJoerg » 14.09.2018, 15:26

Lass die Flüssigkeit komplett ab, zieh den Kolben raus und mach alles sauber. Du wirst sehen dass der dann ganz leicht rein geht.
Dann frisch befüllen. Genau so wie bei der Bremse. Wenn Du viel Zeit hast kannst Du das auch die Schwerkraft machen lassen.
Venil unten öffnen (Schlauch anstecken und in ein Behälniss hängen), oben einfüllen und warten bis es unten raus kommt.
Gruß, Jörg

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Beitrag von ori » 23.09.2018, 13:01

Mh, tja, heute wieder keine Kupplung. Da zieht es wohl rein.
Kupplungsnehmerdichtungen werde ich dann mal bestellen. Habe ich eine Change den Kolben rauszubekommen?
Ich kann mich erinnern, dass das an der Bremse ein ziemlicher Akt war. Da habe ich sie aber im eingebauten Zustand schon reichlich rausdrücken können.
Druckluft in Dosen hätte ich auch noch. reicht das?
Sonst lasse ich das Teil lieber gleich mit dem ADAC zum FHH bringen.

Einen gemütlichen Sonntag.
:)

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Beitrag von schneekönig » 23.09.2018, 13:11

ori hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:01
Mh, tja, heute wieder keine Kupplung. Da zieht es wohl rein.
Das verstehe ich nicht. Was zieht wo rein? Und was wurde an der Kupplung bis jetzt gemacht?
ori hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:01
Kupplungsnehmerdichtungen werde ich dann mal bestellen. Habe ich eine Change den Kolben rauszubekommen?
Ich kann mich erinnern, dass das an der Bremse ein ziemlicher Akt war. Da habe ich sie aber im eingebauten Zustand schon reichlich rausdrücken können.
Nehmerzyl. abbauen und in ein geeignetes Gefäß hängen. Dann mit dem Geberzyl. pumpen, bis der Kolben rauskommt. Aber Achtung, dass nichts rausplatscht.
ori hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:01
Sonst lasse ich das Teil lieber gleich mit dem ADAC zum FHH bringen.
Der ADAC ist ein Pannenhelfer, kein Transportservice! Ruf' den FHH deiner wahl an. Die haben fast immer die Möglichkeit, ein Mopped abzuholen. Machen die nicht zum ersten Mal.

Grüße, Markus
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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von ori » 23.09.2018, 16:41

schneekönig hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:11
ori hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:01
Mh, tja, heute wieder keine Kupplung. Da zieht es wohl rein.
Das verstehe ich nicht. Was zieht wo rein? Und was wurde an der Kupplung bis jetzt gemacht?
Vielleicht mal oben drüber lesen? Kupplung tat es wieder, nach einer Woche stehen jetzt wieder nicht, d.h. kein Druck mehr. Flüssigkeit tritt nicht aus.
Ich denke, dass irgendwie Luft ins System kommt und vermute mal, dass es im Bereich Nehmerkolben ist.

schneekönig hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:11
ori hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:01
Kupplungsnehmerdichtungen werde ich dann mal bestellen. Habe ich eine Change den Kolben rauszubekommen?
Ich kann mich erinnern, dass das an der Bremse ein ziemlicher Akt war. Da habe ich sie aber im eingebauten Zustand schon reichlich rausdrücken können.
Nehmerzyl. abbauen und in ein geeignetes Gefäß hängen. Dann mit dem Geberzyl. pumpen, bis der Kolben rauskommt. Aber Achtung, dass nichts rausplatscht.
Der bewegt sich zwar bis zur Kante ( da ist eine Schräge, bis dahin bewegt sich der Kolben) dann aber nicht weiter.
Lasse ich die Kupplung los, geht der Kolben zurück. Rauspumpen könnte problematisch sein.
schneekönig hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:11
ori hat geschrieben:  
23.09.2018, 13:01
Sonst lasse ich das Teil lieber gleich mit dem ADAC zum FHH bringen.
Der ADAC ist ein Pannenhelfer, kein Transportservice! Ruf' den FHH deiner wahl an. Die haben fast immer die Möglichkeit, ein Mopped abzuholen. Machen die nicht zum ersten Mal.

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Ja nu nicht gleich rumbrüllen. Ich dachte das wäre bei der Plusmitgliedschaft im Service.
Der FFH holt nur ab 500 Euro Plus.
Schieben ist etwas weit.

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von schneekönig » 23.09.2018, 20:35

Naja, wie rumbrüllen war es eigentlich nicht gemeint. Sorry. Wenn's beim ADAC tatsächlich im Service drin ist, ist's ja ok. Hab' nur in letzter Zeit vermehrt festgestellt, dass viele Pannenhelfer oder auch Krankennotruf wie selbstverständlich auch ohne Notfall rufen.
Naja, nichts für ungut.

Zur Sache: Wenn die Kupplung nach einer Standzeit nicht mehr trennt, muss das nicht an der Hydraulik liegen. Es ist möglich, dass die Kupplungsscheiben mit den Stahlscheiben verklebt sind und deshalb nicht trennen. Dann hebt sich zwar die Druckplatte, aber die Scheiben trennen trotzdem nicht. Das kann durchs Öl begünstigt werden (manche Öle neigen zusammen mit bestimmten Reibscheiben zum Verkleben) oder durch Kondenswasser im Öl. Dann kann es sogar zu Korrosion auf den Stahlscheiben kommen. Habe Beides schon selbst gesehen.

In eine korrekt entlüftete Hydraulik, die auch noch dicht ist, "zieht" normalerweise keine Luft rein. Ich würde hier also neben der Hydraulik auch mal einen Blick auf die Kupplung selbst werfen.

Grüße, Markus

Automatisch dem Beitrag hinzugefügt nach 11 Minuten 8 Sekunden.

ori hat geschrieben:  
14.09.2018, 12:54
(Kolben reindrücken, habe ich ja gemacht, aber mehr schaffen meine kleinen Pfoten nicht)
Man kann sich mit einer kleinen Schraubzwinge helfen. Die runde Schraubplatte der Zwinge auf den Kolben setzen und vorsichtig drehen.
Kein Widerstand am Hebel spricht tatsächlich für Luft. Bei Neubefüllungen kann es sein, dass die Luft sich in winzigsten Bläschen im System verteilt. Steht das Ganze dann ein paar Tage, sammelt sich die Luft wieder an hochgelegenen Punkten (in Ecken, Winkeln oder oben in der Leitung). Dann muss man nochmal entlüften.
Kleiner Tipp: Mit einem ausreichend langen Klarsichtschlauch kann man die Flüssigkeit auch im Kreis pumpen, bis alles blasenfrei ist. Schlauch unten auf das Ventil und oben über den Ausgleichsbehälter halten. Besser geht das noch, wenn man statt des normalen Ventils eines mit Rückschlagkugel hat, z.B. von Speedbleeder. Einfach das normale Ventil ersetzen. Gerhard Thurn hat die Dinger auch im Angebot. Dann kann man kontinuierlich pumpen, ohne dauernd auf und zu drehen zu müssen.

Automatisch dem Beitrag hinzugefügt nach 7 Minuten 55 Sekunden.

Noch eine Möglichkeit: Wenn sich am Hebel trotz korrekter Entlüftung kein Druck aufbaut, kann es auch an der Dichtung im Geberzylinder liegen. Da ist eine Manschette drin. Fließt beim Hebelziehen die Flüssigkeit dran vorbei, baut sich auch kein Druck auf.
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Beitrag von ori » 24.09.2018, 14:32

Mh, so richtig schlau werde ich aus dem Ding nicht.
Also ich wechsele ja nicht das erste mal Bremsflüssigkeit. So 15 bis 20 Mal habe ich das gemacht. An der Kupplung vielleicht erst 4-5 Mal. Aber nie mit solchen Problemen.

Hat sich ja auch nach und nach Richtung Lenker verschoben der Trennpunkt. Also hätte ich vermutet, da kommt Luft rein und wenn da Luft reinkommt muss eigentlich auch Flüssigkeit raus.
Das kann aber nicht viel sein, gesehen habe ich nämlich nix.

Geberzylinder hatte ich auch kurz in Verdacht, aber ich bekomme die Flüssigkeit ja raus wenn ich den Hebel ziehe, also 300ml habe ich damit jetzt bestimmt durchgepumpt.
Man kann ja auch mal einen schlechten Tag haben, aber dann hatte ich jetzt 3 Mal einen davon.

Evtl. ist das Ventil hin?


P.S. bei bike-parts-honda.de Teilenummern für den Kupplungsnehmer zu finden gehört auch zu den großen Aufgaben dieser Zeit. Nicht zu finden.... :boese01:

P.S. 2: Unter "Wasserpumpe" wird man fündig.

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Beitrag von Thomas » 24.09.2018, 21:02

Wenn der Geberzylinder leicht schadhaft ist, kann der minimal Luft ziehen, ohne daß ein Flüssigkeitsverlust auftritt. Die Luftmenge, die für einen lausigen Druckpunkt sorgt, lässt den Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbottich so geringfügig steigen, daß man das von aussen nicht sieht. Frag mal den nächsten Aprilia-Mille-Besitzer, wie oft er die Handpumpe der Kupplung und die Fußbremse entlüftet :roll
Bei denen ist das aber konstuktionsbedingt, bei nem Japaner eher altersbedingt. Mein Tipp wäre der Geber.

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Beitrag von ori » 27.09.2018, 13:16

Kupplung kuppelt. Und zwar so gut wie nie. Nachdem ich sicher war, dass da keine Luft drin ist, habe ich den Kupplungsnehmer nochmal abgenommen. Den Kupplungsgriff gezogen, Kolben fährt raus, Kupplung losgelassen, Kolben wandert langsam 1-2 mm zurück.
Und dann NICHT weiter zurück gedrückt.( das ging immer noch 3-4 mm) Eingebaut, tut.
Satter Hebeldruck, Kupplung trennt, Mopped moppt.


Ich hoffe am WE immer noch, aber dann sollte irgendwo was raussuppen.

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Beitrag von ori » 08.10.2018, 10:00

So, suppt am Kupplungsnehmer... Grrrh.

Für den Winter habe ich mir eh einen Dichtungssatz bestellt.
Was mir aber keine Ruhe lässt, sollte die Kupplung nicht trennen wenn man den Kolben ganz reindrückt und das zusammenbaut?
Ist da evtl. die Feder hin? Nur zum Verständnis. Suppt das evtl. jetzt weil nun der Kolben wirklich zu weit rauskommt?

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Beitrag von schneekönig » 08.10.2018, 10:38

ori hat geschrieben:  
08.10.2018, 10:00
So, suppt am Kupplungsnehmer... Grrrh.
Glückwunsch! Ist aber keine große Sache, nur eben lästig.
ori hat geschrieben:  
08.10.2018, 10:00
Was mir aber keine Ruhe lässt, sollte die Kupplung nicht trennen wenn man den Kolben ganz reindrückt und das zusammenbaut?
Ist da evtl. die Feder hin? Nur zum Verständnis. Suppt das evtl. jetzt weil nun der Kolben wirklich zu weit rauskommt?
Normalerweise kann man den Kolben ganz reindrücken, zusammenbauen. Dann am Hebel pumpen, bis sich der Kolben wieder auf die Druckstange legt. Dann müsste es von da an wieder normal kuppeln. Wichtig ist hierbei, dass die Druckstange genau in die Vertiefung im Nehmerkolben befindet.
Der Ausrückweg der Kupplung (wie weit sich der Korbteller hebt), die länge der Druckstange und die Position des Nehmerkolbens sind auf einander abgestimmt. Der Kolben kann also nicht weiter raus als wie vorgesehen, solange Kupplung und Druckstange ok sind. Eine hydraulische Kupplung stellt sich sozusagen selber ein, d.h. man kann den Druckpunkt/Schleifpunkt am Handhebel auch nicht einstellen. Der ist sozusagen konstruktionsbedingt definiert. Man kann lediglich den Handhebel selbst verstellen. Das "Suppen" kommt mit Sicherheit von einer schadhaften Dichtmanschette.
Bei alledem spielt natürlich ein einwandfreier Geberzylinder eine wichtige Rolle. Ich würde übern Winter gleich beide, Geber- und Nehmerzylinder, renovieren. Dann haste Ruhe.
Wenn der Nehmerkolben trotz korrekter Entlüftung nicht wieder einkuppelt, dann ist er eventuell fest oder schwergängig. Wenn er nicht auskuppelt, dann ist entweder Luft drin oder, weil er fest ist, drückt es die Flüssigkeit an der Manschette vorbei. Das sollte aber von einer enorm gestiegenen Betätigungskraft (Handkraft) begleitet werden und müsste normalerweise auffallen.
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Beitrag von ori » 08.10.2018, 15:38

Ich bin nach wie vor verwirrt. :nixweiss:
Ich bin mir relativ sicher, dass da keine Luft drin ist.
Der Kupplungsgeber drückt auch ordentlich Flüssigkeit durch den Schlauch.
Wenn ich den Kolben am Nehmer ganz reindrücke und dann aufschraube trennt die Kupplung nicht.
Wenn ich den Kolben vorher nach vorne drücke und er selbstständig wieder ein wenig zurückgeht beim
Loslassen des Kupplungsgriffes und dann anbaue habe ich einen guten Druckpunkt. Am Samstag war es schon zu viel des guten, ich hatte eher das Gefühl ich fahre mit schleifender Kupplung.
Trennt sofort und wenn ich zu viel Gas gebe rutscht die Kupplung etwas. (oder durch die neue Kette und der unbändigen Kraft eines V4 dreht der Hinterreifen durch? Eher nicht, oder? :wheel: )
Abgebaut hatte ich den Nehmer wieder weil sich der Druckpunkt nach einer Woche wieder Richtung Griff verschoben hat. Da war nun auch Flüssigkeit sichtbar.
Jetzt habe ich die Verkleidung wieder dran weil ich erst mal zum TÜV wollte mit meinem schwarzgrünen Schatzi. Solange das Wetter noch passt. *grummel* War fummelig, weil irgendwie wollte die nicht mehr passen.
Zu lange nackt gelassen das arme Mopped.Entweder suppt es bis Samstag etwas nach, die Kupplung trennt vernünftig und ich fahre kurz zum TÜV, oder ich baue mal wieder die Verkleidung ab.

Also eigentlich hätte ich wie @schneekönig auch schrieb, erwartet, dass sich der Kolben durch pumpen soweit bewegt bis die Kupplung trennt.
Kolben reindrücken, zusammenbauen, pumpen, tut.
Das macht es nicht. Als wäre die Kupplungsstange zu kurz.
Möglich wäre noch, dass die Stange nicht an die richtige Stelle kommt wenn der Kolben zu weit zurück ist. Aber soviel Spiel hat das da doch gar nicht.
Können die Kupplungsbelege soweit runter sein, dass das passiert?

Na ja, die weiße VFR läuft. Hat neuerdings ein Klackern im Bereich des Anlasserfreilaufes (den habe ich letztes Jahr ausgetauscht, aber die notwenigen Schrauben geklebt und die Drehmomente eingehalten).
Das verschwindet aber nach ca. 5km wenn sie warm ist.
Ich hab das Morgens neuerdings auch. Alles knackt und knurspelt bis ich warm bin. :character-oldtimer:

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Beitrag von schneekönig » 08.10.2018, 16:03

ori hat geschrieben:  
08.10.2018, 15:38
Also eigentlich hätte ich wie @schneekönig auch schrieb, erwartet, dass sich der Kolben durch pumpen soweit bewegt bis die Kupplung trennt.
Kolben reindrücken, zusammenbauen, pumpen, tut.
Das macht es nicht. Als wäre die Kupplungsstange zu kurz.
Möglich wäre noch, dass die Stange nicht an die richtige Stelle kommt wenn der Kolben zu weit zurück ist. Aber soviel Spiel hat das da doch gar nicht.
Da fällt mir nur ein, dass im Geberzylinder die Nachlaufbohrung verschlossen sein könnte (verklebt, verdreckt). Die befindet sich unter dem kleinen Metallplättchen am Behälterboden und ist wirklich sehr klein. Ich würde mal probeweise den Geberzylinder zerlegen, reinigen und neu befüllen. Kannst ja die alte Manschette derweil wiederverwenden.
Durch die verschlossene Nachlaufbohrung läuft beim Loslassen des Hebels keine Flüssigkeit aus dem Reservebehälter nach. Dadurch zieht es unten den Kolben wieder den gleichen Weg zurück, den er vorher herausgedrückt wurde. Das würde erklären, warum du den Geber-Kolben nicht vorpumpen kannst bis zum Schleifpunkt und weshalb die Kupplung fast schleift, wenn du den Geber-Kolben in Stellung "zu weit draußen" anbaust.
ori hat geschrieben:  
08.10.2018, 15:38
Können die Kupplungsbelege soweit runter sein, dass das passiert?
Nein. Dann wäre schon Metall auf Metall...
Viele Leute stellen viele richtige Fragen. Aber die wenigsten hören zu, wenn einer was zu sagen hat...

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Beitrag von ori » 09.10.2018, 09:15

Wenn ich das eh auseinander nehme kann ich auch gleich den Geber säubern.
Ich denke soviel Arbeit ist das nicht, den Kupplungsgriff abzunehmen.
Würde nur gerne vorher noch zum TÜV. Gut, zwei VFRs zu haben. Das Wetter ist nämlich zur Zeit großartig.

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von Etze » 17.10.2018, 10:19

Passt vielleicht gerade ganz gut zum Thema:

Im Kolben vom Kupplungsnehmer sitzt ja noch ein WDR, in dem die Druckstange sitzt. Welchen Sinn hat der eigentlich?

Abgedichtet werden muss da doch nichts? Also nur zur Führung oder was?

Ist mir gestern aufgefallen, dass der bei mir beschädigt ist, als ich die Ritzelabdeckung abgenommen hatte.

Teil 27:

Bild
Freundliche Grüße
Christof

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von MacJoerg » 17.10.2018, 10:49

Ich denke mal damit an der Stelle nichts rostet und gammelt. Wäre ja blöd wenn sich zwischen Kolben und Druckstange Dreck festsetzen würde.
Gruß, Jörg