Kupplung, Nehmerkolben.

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von ori » 11.09.2018, 19:25

Hi, mal wieder ein Problem.
Ich habe die Kette gewechselt und entsprechend das vordere Ritzel. Dazu muss ja der Kupplungsgeber ab und ich habe auch darauf geachtet den Kupplungshebel entsprechend zu fixieren.
Allerdings trennte die Kupplung vorher schon immer recht spät, also so kurz vor Anschlag.
Nachdem ich jetzt eigentlich mit dem Wechsel fertig bin trennt die Kupplung gar nicht mehr.
Ich dachte zuerst, dass sich da etwas Luft reingemogelt hat und habe die Kupplungsflüssigkeit getauscht, aber nix, es baut sich kein Druck auf.
Wenn sich der Nehmerkolben rausgedrückt hat, was muss ich dann tun um das wieder hinzukriegen?
:(

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schneekönig
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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von schneekönig » 12.09.2018, 05:36

Hi,

der Nehmerzylinder hat innen eine Feder unter dem Kolben sitzen. Dadurch drückt sich der Kolben immer ca 0,5 cm raus, wenn die Ritzelabdeckung abgeschraubt ist. Vermutlich ist im derzeitigen Zustand der Kolben nicht wieder ganz zurück gedrückt worden.

Solange der Kolben in den Dichtungen noch gängig ist, kann man ihn (mit viel Kraft) auch mit den Fingern/Händen wieder zurück drücken. Sollte mit den Fingern nichts zu machen sein, kann man auch vorsichtig eine kleine Schraubzwinge ansetzen. Wichtig ist, den Kolben nicht durch Gewalteinwirkung zu verkanten. Allerdings schafft man es meiner Erfahrung nach nie, die Ritzelabdeckung so schnell wieder aufzusetzen und festzuschrauben, dass der Kolben noch nicht wieder rausgekommen ist.

Normalerweise kann man den Kolben auch in aufgesetztem Zustand mit den Schrauben der Ritzelabdeckung beim Schrauben anziehen wieder eindrücken. Man muss aber sehr darauf achten, dass die Kupplungsdruckstange wirklich in der Mulde des Kupplungskolbens sitzt und dass die Passhülsen in der Ritzelabdeckung richtig sitzen. Hernach nochmal kontrollieren, ob der Deckel ganz rangezogen wurde bzw. anliegt.

Sollte sich der Kolben nicht mehr zurück drücken lassen (also auch nicht mit der Schraubzwinge), dann hilft nur: Kupplungsflüssigkeit runter, alles auseinanderbauen, Kolben und Zylinder putzen (da drin ist oft viel Korrosion, denkt man gar nicht) und die Dichtungsmanschette erneuen.

Viel Erfolg!
Markus
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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von MacJoerg » 12.09.2018, 07:33

Was meinst Du mit "Griff fixiert"? Ma muss nichts fixiert werden. Eben nur nicht daran ziehen wenn der Nehmerzylinder abgebaut ist.
Ich hab den Nehmerkolben bei meiner letztens überholt (da gibt es koplette Reparatursätze für ca. 25€. Der Kolben geht eigentlich ganz leicht rein zu drücken.
Gruß, Jörg

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von ori » 12.09.2018, 15:02

Mh, ja ich habe mir das im Buch angeschaut, zur Not nehme ich das auseinander und ersetze die Dichtungen.
Ich habe da aber noch ein wenig ein Verständnis Problem.
In der Reparaturanleitung vom Bucheli Verlag steht, man solle die Kupplung im gezogenen Zustand fixieren, damit
nicht versehentlich Kupplungsflüssigkeit ausläuft, bevor man den Kupplungsnehmer abschraubt. Habe ich bisher immer so gemacht.
Was aber schon seltsam ist, dann ist der Kolben doch rausgedrückt... rolleyes;
Aber nur zum Teil?
Wenn der Kolben nun zu weit raus ist, dann müsste die Kupplung doch trennen, oder?
Macht sie ja gerade nicht.
Darum denke ich es ist entweder noch Luft in der Leitung, was ich seltsam fände, aber wer weiß, evtl. läuft mal wieder alles schief, oder der Kupplungsgeberkolben
drückt nix mehr. Allerdings habe ich immerhin einiges an Flüssigkeit durch den Schlauch gepumpt.
Ich gehe da morgen nochmal bei, im Moment bin ich ein wenig verwirrt.

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von Olf » 12.09.2018, 15:58

Hallo Ori,
ich habe das Buch auch und mal eben nachgeschlagen.
Der Satz ist sinnfrei. Streichen.

Hast es ja schon selbst erkannt. Mit ziehen des Kupplungsgriffes das System unter Druck setzen (Kupplungsfedern werden zusammengedrückt) um es dann auseinanderzuschrauben...nö :biggrin: .
Hatte die Ritzelabdeckung gestern auch noch ab. Am Kupplungsgriff mache ich da garnichts, höchstens aufpassen, dass ich ihn nicht versehentlich ziehe solange die Ritzelabdeckung ab ist ;) .
Gruss,
Olf

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von Thomas » 12.09.2018, 16:33

Geh mal von einem einwandfrei gewarteten einigermaßen neuen Motorrad mit Hydraulikkupplung aus, dann reicht bei der Leichtgängigkeit der Bauteile die Schwerkraft der Bremsflüssigkeit in Verbindung mit der Feder hinterm Nehmerkolben aus, um ebendiesen Kolben innerhalb kurzer Zeit im abgebauten Zustand soweit ausfahren zu lassen, daß letztlich sogar die Bremsflüssigkeit austritt. Quasi von selbst. Also baut man den Nehmerzylinder ab, drückt den Kolben noch ein kleines Stück wieder rein (Pegel im Vorratsbehälter beachten) und zieht dann den Kupplungshebel und fixiert den mit nem Gummi am Lenker. Dabei wird zwar auch der Kolben etwas betätigt, aber hauptsächlich wird die kleine Bohrung im Geberzylinder verschlossen, so daß ein geschlossenes System entsteht. Dann kriegste den Kolben nicht mehr reingedrückt und auch nicht mehr rausgezogen.
Ich würde beide Zylinder (vor Allem den oberen) zerlegen, genau inspizieren und mit neuen Dichtungen wieder zusammenstecken.

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Beitrag von MacJoerg » 13.09.2018, 06:43

Das ergibt Sinn. Aber dann hätten die das auch so schreiben sollen. In der Regel reicht es, zum basteln den Nehmerzylinder mit dem Kolben nach oben etwas höher zu fixieren
so das er der Bastelei nicht im Weg ist. :D
Gruß, Jörg

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von VFR » 13.09.2018, 16:16

Hi

Meine VFR stand im winter unter einer plane jetzt kann ich die Kupplung nur sehr schwer mit kraft ziehen.

woran kann das liegen ???

wäre für jeden tip dankbar

Mit freundlichen Grüßen Rene

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Kupplung, Nehmerkolben.

Beitrag von MacJoerg » 13.09.2018, 16:44

Kolben möglicherweise fest. Schraub den Nehmerzylinder ab (sind nur 3 Schrauben) und schau ob es dann leicht geht.
Wenn nicht ist der Kolben fest. Dann muss das repariert werden.
Gruß, Jörg

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Beitrag von ori » 14.09.2018, 10:54

Gute Nachricht, Kupplung kuppelt.
Die schlechte Nachricht, immer noch sehr spät. Ist aber fahrbar. Ich denke aber auf Dauer nicht der burner, weil die Gefahr besteht beim Schalten die Kupplung nicht weit genug zu ziehen.
Ich vermute mal, da ist noch Luft im System. Der Nehmer-Kolben bewegt sich (das sind aber nur 3-4 mm ist das so o.k.?)
Ich habe den dann zurückgedrückt, ging ein wenig, den Schmodder da mal weggemacht, die Lauffläche mit Bremsflüssigkeit befeuchtet und die Aufnahme gefettet.
Jetzt habe ich auch wieder Druck am Hebel. Ich vermute aber, da war Luft im Bereich nach dem Entlüftungsventil, vor dem Nehmerkolben. Kann das sein? Und wenn ja, wie bekommt man es weg?
(Kolben reindrücken, habe ich ja gemacht, aber mehr schaffen meine kleinen Pfoten nicht)
Ich werde jetzt erst einmal neue Bremsflüssigkeit besorgen, einen neuen Schlauch (ich glaube meiner ist 30 Jahre alt..*flöt*) und das mit dem Dichtungssatz ist etwas für Wintertage.

Vielen Dank auf jeden Fall für den Beistand und die Hilfe. :bow-yellow: Fühlt euch alle geknuddelt. Also mental. :mml


Und ein schönes Wochenende allen.

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Beitrag von MacJoerg » 14.09.2018, 13:26

Lass die Flüssigkeit komplett ab, zieh den Kolben raus und mach alles sauber. Du wirst sehen dass der dann ganz leicht rein geht.
Dann frisch befüllen. Genau so wie bei der Bremse. Wenn Du viel Zeit hast kannst Du das auch die Schwerkraft machen lassen.
Venil unten öffnen (Schlauch anstecken und in ein Behälniss hängen), oben einfüllen und warten bis es unten raus kommt.
Gruß, Jörg