Kupplung rutscht bei Kälte

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Moppedtouri
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Erkenntnisse

Beitrag von Moppedtouri »

Bereits vor einer Woche hatte den Tausch der Kupplungsfedern in Angriff genommen. Wie zuvor bereits erwähnt, hatte ich mir originale Federn von Honda gekauft.

Nach Ablassen des Öls und Entfernen des Kupplungsdeckels stellte ich mit Freude fest, dass die Dichtung noch an einem Stück am Motorgehäuse war:

Und das, obwohl ich für beide Seiten Dichtmasse verwendet hatte. Diese fand sich dann natürlich noch entsprechend am Deckel:

Mit ein wenig Bremsenreiniger und Zuhilfenahme der Fingernägel war die verbliebene Dichtmasse schnell beseitigt.
Dann erst mal die Federn ausgebaut.

Hier mal der direkte Vergleich neue Federn (vorn bzw. rechts) und alte Federn:

Auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied zu erkennen was die Längen angeht. Also messen.
Hier das erstaunliche Ergebnis meiner Messungen - alle Angaben in mm:
___alt___neu_
1. 42,70 43,00
2. 42,90 42,95
3. 42,65 43,05
4. 42,75 43,05
5. 42,90 42,95
Die Messungen bestätigen den kaum sichtbaren Unterschied. Interessanter noch: Das Verschleißmaß liegt bei 41,20 mm, die alten Federn sind also noch gut eineinhalb Millimeter oberhalb Ihrer Lebenserwartung, sprich voll im grünen Bereich.
Und für mich im ersten Moment kaum nachvollziehbar: Die freie Federlänge einer neuen Kupplungsfeder beträgt 44,40 mm - also fast eineinhalb Millimeter mehr als meine neuen Federn haben.

Erster Gedanke - habe ich falsche Federn bestellt? Da ich nicht mehr die besten Augen habe, vielleicht bin ich in während des Bestellvorgangs irgendwo in der Zeile verrutscht? Oder vielleicht hat mir Oliver den falschen Artikel geschickt? Also habe ich die Artikelnummern noch mal geprüft und mit denen der Bestellung abgeglichen.
Dabei fiel mir auf:

Ein Blick auf die bike-parts-honda-Seite bestätigt dies:

Das war mir beim Bestellen nicht wirklich aufgefallen, dass die Originalfedern im Laufe der Evolution der VFR einer Änderung unterzogen wurden.

Also weiter im Text - ich wollte ja auch noch die Kupplungsreibscheiben messen. Da fiel mir beim Entfernen der Druckplatte das Lager förmlich entgegen.

Sollte das nicht eigentlich eingepresst sein? Der Verdacht liegt nahe, dass der Lagersitz in der Druckplatte ausgelutscht ist.

Hier nun ein Blick auf die Stahlscheiben:

Vorderseite

Rückseite

Erkenntnis: Aussehen einwandfrei, und da ich auf einer ebenen Holzplatte auch keinen Verzug feststellen kann sind die Stahlscheiben noch in gutem Zustand.
Zur Sicherheit noch die Kontrolle, ob die Reibscheiben auch tatsächlich richtig eingebaut wurden:

Dies hier ist die letzte der 9 Scheiben. Es ist die schmale Scheibe, die folglich an der richtigen Stelle saß.

Hier nun die Maße der Reibscheiben - Angaben in mm:
1. 2,42
2. 2,40
3. 2,39
4. 2,41
5. 2,44
6. 2,44
7. 2,42
8. 2,43
9. 2,44

Auch hier gibt es mehrere Auffälligkeiten: Die Unterschiede zwischen den einzelnen Reibscheiben fallen da mit 5 Hundertstel weniger ins Gewicht. Aber die Unterschiede bei den Messungen an ein und derselben Reibscheibe finde ich mit ebenfalls bis zu 5 Hundertstel schon recht groß; die angegebenen Werte habe ich der großen Unterschiede wegen gemittelt.
Im Neuzustand hatten die originalen Reibscheiben mal zwischen 2,92 und 3,08 mm Stärke. Aber die von mir verwendeten Beläge sind ja von EBC, vielleicht waren die ja im Neuzustand schon dünner als die originalen Reibscheiben, ich hatte sie bekanntlich im Neuzustand nicht gemessen.
Aber jetzt kommt's: Die Verschleißgrenze der Kupplungsfedern liegt bei 2,50 mm! Demnach sind alle Beläge bereits verschlissen, nach knapp 28.000 km. Zur Erinnerung - die originalen Reibscheiben hielten gut 84.000 km.

Sodann begann ich mit der Montage der Kupplung. Dabei riss mir eine der fünf Schrauben im Kuplungskorb ab:

Kein Strom, Licht oder Heizung in der Garage, zog ich frustriert los und holte meinen Akkuschrauber (gut dass ich den vor knapp 3 Wochen erst gekauft hatte), Bohrer und Gewindeschneider und macht mich auf das ganz große Programm gefasst.
Zurück in der Garage bemerkte ich dann beim Anbohren des abgerissenen Schraubenstumpfes, dass dieser ein paar Umdrehungen in den Kupplungskorb wanderte.

Wenn sich der Stumpf so einfach rein drehen lässt sollte er sich genauso einfach auch wieder raus drehen lassen. Also einen Körnerpunkt außen auf den Stumpf gesetzt und vorsichtig ausgemeißelt.

Tatsächlich funktionierte das problemlos und so dauerte es - großes Glück im Unglück - kaum 5 Minuten bis ich den abgerissenen Schraubenrest vollständig entfernt hatte.

Eine neue Schraube - zwar mit anderem Kopf aber exakt gleicher Länge - und passender Unterlegscheibe (die originale Unterlegscheibe ist in die Schaube eingepresst) fand sich schnell.

Natürlich hatte ich mir schon eine neue Kupplungsdeckeldichtung besorgt, da ich bis dato nach Demontage von Deckeln, Gehäusen, Zylindern und Ähnlichem quasi immer "mehrteilige" Dichtungen hatte. Da die alte Kupplungsdeckeldichtung aber erstaunlicherweise ein einem Stück erhalten blieb, wagte ich die Wiederverwendung selbiger unter Zuhilfenahme von

sowie der bewährten Dichtmasse für den Deckel:

An dieser Stelle auch noch mal ein Danke an Jörg für den Tipp mit der Kupferpaste - nach gut 300 gefahrenen Kilometern kann ich bislang keine Undichtigkeiten feststellen.

Übrigens habe ich die Stecker, die man im letzen Bild oben sieht, nach der Montage des Kupplungsdeckels noch demontiert und außen gereinigt - eine Innenreinigung war nicht notwendig.

Nachdem ich mich vom größten Schmutz befreit hatte musste ich natürlich trotz einsetzenden Regens umgehend eine Probefahrt durchführen.
Meine Erwartung - keine Änderung, also weiterhin Kupplungsrutschen
Das Ergebnis: Die Kupplung rutscht nicht mehr. Nach einer Woche täglicher Benutzung kann ich das nun mit Gewissheit sagen.

Ferner hatte ich ja nun genügend Gelegenheit, mir über die möglichen Ursachen des Kupplungsrutschens und all die obskuren Messergebnisse Gedanken zu machen. Hier mein abschließendes Résumé:

Die tatsächliche Ursache des Rutschens sind ganz offensichtlich und banalerweise verschlissene Reibscheiben. Der Grund, warum ich dies als Ursache zunächst ausschloss, liegt auf der Hand: 28.000 km sind nicht das, was ich als Laufleistung von den EBC Belägen erwartet hätte.
Ferner war das Verhalten der Reibscheiben von Honda bzw. EBC, als diese sich ihrem Lebensende näherten, grundverschieden: Die EBC-Beläge begannen bereits bei geringen bis mittleren Drehzahlen und nur wenn es kalt war zu rutschen. Die Honda-Beläge begannen mit dem Rutschen bei jeder Temperatur und ausschließlich bei hohen Drehzahlen (>9000).

Die Kupplungsfedern von Honda, welche nicht mehr die gleichen sind wie die werksseitig verbauten, müssen verstärkte Federn sein - Federn also, die eine höhere Federrate besitzen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die Kupplung mit den alten Federn rutscht, mit den neuen bei fast gleicher Länge jedoch nicht. Zudem spüre ich beim Kuppeln im Handgelenk einen höheren Kraftaufwand. Ergo ist die Anschaffung der teureren Honda-Kupplungsfedern gegenüber denen aus dem Zubehör nicht zwingend notwendig bzw. bringt nicht den von mir erhofften Vorteil gegenüber solchen aus dem Zubehör.

Da ich erwarte, dass die Kupplung in Kürze erneut zu rutschen beginnt, möchte ich mir schnellstens neue Reibscheiben besorgen und mache mir nun Gedanken, welchen Hersteller ich wählen soll, zumal die Auswahl beschränkt ist.

EBC fällt aus weil mir der Aufwand zu hoch ist - auch wenn der Anschaffungspreis in Ordnung ist, so möchte ich ungern alle zwei Jahre die Kupplung tauschen müssen.

Original Honda? Ein Blick auf die bike-parts-honda-Seite verheißt nichts Gutes, nach der Erfahrung mit den Federn:
Bild
Auch hier hat es einen Wechsel gegeben - vielleicht des Zulieferers!? Wenn nun EBC der aktuelle Lieferant für Hondas Kupplungsreibscheiben ist, dann würde ich doch lieber Abstand vom Kauf selbiger nehmen. Vielleicht weiß ja rein zufällig jemand, aus welcher Manufaktur aktuell die original Honda-Kupplungsreibscheiben für die RC36 stammen?

Lucas/TRW - keine Ahnung ob und wie die taugen.

Ferodo - auch hier habe ich - genau wie zu Lucas/TRW - keine aussagekräftigen Erfahrungsberichte gefunden.

Weitere Hersteller habe ich nicht gefunden. Weiß jemand, ob es noch andere Hersteller von für die RC36 passenden Kupplungsreibscheiben gibt?

Welche Erfahrungen mit der Zuverlässigkeit / Haltbarkeit von Kupplungsreibscheiben für die RC36 habt ihr gemacht?
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MacJoerg
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von MacJoerg »

Du hast einen Schreibfehler im Tread. Du meinst sicher die Kupplungsbeläge die unter der Verschleißgrenze liegen.
Es kann schon sein dass die Belagscheiben ab Werk nur leicht dicker sind wie die originalen an der Verschleißgrenze.
Das gibt es bei Bremsbelägen auch mit sehr unterschiedlichen Dicken.
Ob andere Hersteller da dicker sind musst Du ausprobieren. Mit TRW hab ich in meiner XJ und XR ganz gute Erfahrungen gemacht.
Das Kupplungsdrucklager muss saugend, aber leicht in die Druckplatte gehen. Nicht gepresst.
Gruß, Jörg
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Moppedtouri
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von Moppedtouri »

MacJoerg hat geschrieben: Sa 9. Mär 2019, 20:04 Du hast einen Schreibfehler im Thread. Du meinst sicher die Kupplungsbeläge die unter der Verschleißgrenze liegen.
Stimmt - die Federn waren zuvor schon dran. An besagter Stelle waren die Kupplungsbeläge gemeint.
Blöd, ich kann den Beitag nicht mehr ändern . . .

MacJoerg hat geschrieben: Sa 9. Mär 2019, 20:04 Es kann schon sein dass die Belagscheiben ab Werk nur leicht dicker sind wie die originalen an der Verschleißgrenze.
Das gibt es bei Bremsbelägen auch mit sehr unterschiedlichen Dicken.
Ob andere Hersteller da dicker sind musst Du ausprobieren. Mit TRW hab ich in meiner XJ und XR ganz gute Erfahrungen gemacht.
Genau, und mit Bremsscheiben ist das z.T. auch so dass die aus dem Zubehör dünner sind als die originalen.
Dann werde ich meine TRW-Phobie wohl mal ablegen und etwas gegen meine Vorurteile tun.

MacJoerg hat geschrieben: Sa 9. Mär 2019, 20:04 Das Kupplungsdrucklager muss saugend, aber leicht in die Druckplatte gehen. Nicht gepresst.
Ganz genau so verhält es sich. Du kannst Dir kaum vorstellen wie beruhigt ich jetzt bin. Ich hatte mich innerlich bereits darauf eingestellt, mir ein neues Lager und eine gebrauchte Druckplatte zu besorgen . . .
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MacJoerg
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von MacJoerg »

Richtig, mit Bremsscheiben ist es ähnlich. Da hab ich auch noch eine hintere neu da die ich eigentlich einbauen wollte.
Hab ich aber bleiben lassen weil die originale Scheibe (nach 97Tkm) noch 3/10 dicker ist als die neue.
Gruß, Jörg
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von Etze »

Schade, dass die Bilder nicht mehr funzen.

Will im Winter auch mal an die Kupplung.

Sind die Zubehördichtungen okay?

Werde zunächst die Belag- und Stahllamellen vermessen. Dachte aber eigentlich auch an EBC, weil mir Honda zu teuer ist und TRW unsympathisch.


PS: Eigentlich funktioniert meine Kupplung, sofern das Motorrad "richtig" warm ist. So nach 15km. Darunter kann es bei zuviel Gas in höheren Gängen passieren, dass sie rutscht. Also wird sie am Ende sein.
Freundliche Grüße
Christof
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von double-V-twin »

Ich habe seit ein paar Tagen eine TRW Kupplung verbaut (auf Empfehlung).
Laut Ausssage von Gerhard, von der Qualität mit der EBC zu vergleichen.
Bin aber noch nicht viel mit gefahren.
Getauscht haben wir das komplette Paket, also Stahlscheiben, Reibscheiben und auch die Federn.
Die Kupplungsbetätigung ist nun etwas straffer, aber vollkommen OK.
Die alten Federn waren sehr lasch, merkte man schon beim demontieren, die Druckplatte war nicht sehr stramm montiert.Mit dem neuen Federn musste bei der Montage viel fester angedrückt werden.

Zur Dichtung.
Es war eine Zubehördichtung dabei, kann Dir nicht sagen ob wir bei der Montage etwas falsch gemacht haben, aber sie war danach etwas undicht.
Habe dann eine originale von Honda bestellt und die war irgendwie "wertiger" und die Montage ging einfacher , am Ende alles gut, weil dicht.


Ich fahre nun Vollsynthetik Öl und ich würde sagen, das das ganze Schalten besser geht, auch schon vor dem Wechsel der Kupplung.
Die Kupplung hat gerupft und deshalb haben wir erstmal versucht das Öl zu wechseln, hat aber nichts gebracht, bei warmen Motor hat sie immer noch gerupft.
Ich schiebe das jetzt mal auf die Federn und eine Stahlscheibe hatte eine Schleifstelle.
Bild
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von hermann2124 »

Etze hat geschrieben: Sa 17. Okt 2020, 12:47 Schade, dass die Bilder nicht mehr funzen.
......
Ja, ist schade, da man die Bilder dann auch nicht mehr sichern kann. Auch werden durch diese "leeren" Links Server-Fehler produziert, die man dann mühsam entfernen muss. :angry-tappingfoot: :weg:
Eigentlich gibt es hier im Forum genug Möglichkeiten, Bilder für Beiträge sicher und "langlebig" zu hinterlegen. :director: :znaika:
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von Etze »

Ich hab mir jetzt erstmal eine originale Dichtung geordert und ein paar andere Kleinteile, die ich eh noch kaufen wollte.

Dann nehme ich das ganze demnächst mal auseinander und entscheide was ich genau mache.

Falls die Stahllamellen noch über dem Verschleißmaß liegen vielleicht auch nur Belaglamellen und neue Federn? Mal gucken.
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Beitrag von double-V-twin »

ich war der Meinung, das ,wenn ich schon alles offen habe , dann alles neu.
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Beitrag von Etze »

Wahrscheinlich die bessere Variante.
Freundliche Grüße
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Beitrag von double-V-twin »

Jep, da ich ja die Teile bestelle und dann anfange zu schrauben, gab es keine andere Möglichkeit.
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von Thomas »

Beim Neuaufbau meines jetzigen Motors (vor10Jahren oder so, weiß ich gar nicht mehr genau) hab ich mir neue OEM Federn mit F.C.C. Belägen reingebaut. Funktioniert seitdem mit Synthtetiköl absolut überzeugend. Die F.C.C. benutze ich sehr häufig, liegen qualitativ mMn deutlich über den sonst häufig verwendeten EBC oder TRW.
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Beitrag von Moppedtouri »

Im Zusammenhang mit originalen Kupplungsfedern möchte ich noch mal meinen Post von vor gut eineinhalb Jahren heraus kramen:
Moppedtouri hat geschrieben: Sa 9. Mär 2019, 18:59 Bereits vor einer Woche hatte den Tausch der Kupplungsfedern in Angriff genommen. Wie zuvor bereits erwähnt, hatte ich mir originale Federn von Honda gekauft.

Die Kupplungsfedern von Honda, welche nicht mehr die gleichen sind wie die werksseitig verbauten, müssen verstärkte Federn sein - Federn also, die eine höhere Federrate besitzen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die Kupplung mit den alten Federn rutscht, mit den neuen bei fast gleicher Länge jedoch nicht. Zudem spüre ich beim Kuppeln im Handgelenk einen höheren Kraftaufwand. Ergo ist die Anschaffung der teureren Honda-Kupplungsfedern gegenüber denen aus dem Zubehör nicht zwingend notwendig bzw. bringt nicht den von mir erhofften Vorteil gegenüber solchen aus dem Zubehör.
Und hier das Indiz:
Bild
Wenn Du Dir also vor 10 Jahren OEM Federn gekauft hast waren das vermutlich bereits verstärkte Federn.

Für mich bedeutet das:
Sobald die Kupplung zu rutschen beginnt werde ich erst mal nur die Federn tauschen - die originalen raus und die verstärkten werden eingebaut. Damit ist das Problem Kupplungsrutschen erst mal beseitigt. Ich schätze dass ich damit noch mindestens ein Jahr weiter fahren kann ohne Kupplungsrutschen, also wenigstens 15.000km. Wenn die Beläge dann erneut zu rutschen beginnen, müssen auch sie getauscht werden. Dann aber baue ich neben neuen Reibscheiben wieder die ursprünglichen, nicht verstärkten Honda Kupplungsfedern ein welche weniger Handkraft erfordern.

Ob die originalen Beläge zweieinhalb mal so lange halten wie die Beläge von TRW oder Ferodo um den erheblichen Mehrpreis zu rechtfertigen weiß ich nicht.
Was die EBC-Kupplungsbläge angeht so bin ich davon überzeugt dass die Honda-Beläge tatsächlich preiswerter sind - 28.000km Lebensdauer (EBC) sind nicht das, was ich von neuen Reibscheiben erwartet hätte.
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Kupplung rutscht bei Kälte

Beitrag von Etze »

Ich melde mich wieder :D

Danke schon mal für die Infos.
Freundliche Grüße
Christof
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