Kabelbrand am Gleichrichter RC 24 I

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Simon
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Kabelbrand am Gleichrichter RC 24 I

#1

Jun 2006 02 22:10

Beitrag von Simon » Fr 2. Jun 2006, 22:10

..oder sollte ich "gleich-riecht-er" sagen?

Jedenfalls ist eines der Kabel (drei mal gelb), die von der Lichtmaschine kommen, an der Steckverbindung durchgeschmort.

Kennt jemand dieses Phenomän? Liegt es am Gleichrichter, an der Lichtmaschine, oder ist einfach der Stecker naß geworden? Wie kann man es rausfinden? Am ausgebauten Gleichrichter fließt bei allen Kabeln der gleiche Strom. Ich wollte jetzt den Gleichrichter wieder einbauen und einfach testen, ob das Kabel wieder heiß wird. :nixweiss:

Ich bin jetzt 3000 km gefahren und hatte einen Unfall. Trotzdem sprang sie immer an und mir ist auch nicht aufgefallen, daß das Licht dunkler war oder so.

Bin für jeden Tip dankbar.

Gruß,
Simon
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RE: Kabelbrand am Gleichrichter RC 24 I

#2

Jun 2006 02 22:16

Beitrag von Gast » Fr 2. Jun 2006, 22:16

Das liegt an oxidierten Steckverbindern (Zahn der Zeit) --> Übergangswiderstand --> Heizung --> Isolierung defekt --> Kurzschluss

Neu verkabeln, neue Steckverbinder (auf beiden Seiten) --> Ladesystem prüfen --> siehe Technik

Simon
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#3

Jun 2006 02 22:21

Beitrag von Simon » Fr 2. Jun 2006, 22:21

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Hab ich wohl Glück gehabt und kann mich bald über die Festbeleuchtung bei der nächsten Nachtfahrt freuen.
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#4

Jun 2006 02 23:02

Beitrag von Gast » Fr 2. Jun 2006, 23:02

Wenn du magst, kannst du die Kabel auch verlöten und mit Schrumpfschlauch isolieren... musst halt nur im Falle eines Defektes zum Ausbauen auf einen Lötkolben zurückgreifen... Damit entfällt der Fehler für alle Zeiten...

Simon
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#5

Jun 2006 02 23:06

Beitrag von Simon » Fr 2. Jun 2006, 23:06

Ich hatte vor, sie mit solchen Kabelschuhen, wie zB auch die Blinker angeschlossn sind zu verbinden. Solche hätte ich noch. Löten ist auch ne Möglichkeit, dann kann es nicht mehr gammeln. Bin mal gespannt.
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Elektroaxel
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#6

Jun 2006 03 13:55

Beitrag von Elektroaxel » Sa 3. Jun 2006, 13:55

Hallo,

@Manfred
Ich wiederspreche Dir ungerne, weil ich Deine Kenntnisse und Komentare sehr schätze und die fachlich erste Sahne sind. (mußte mal gesagt werden)! :respekt: :respekt: :respekt:

Für Kabelverbindungen ist löten jedeoch eine denkbar schlechte Lösung, da am Ende der Lötstelle eine Sollbruchstelle entsteht und Vibrationen hat man immer an einem Moped. (Im Schaltanlagenbau ist das verlöten von Kabeln seit vielen Jahren verboten)

Kabel statt dessen mit Stoßverbindern verpressen. Das hält ewig und ist VDE-konform.
Aber bitte vernünftiges Presswerkzeug verwenden und nicht die Billigteile aus dem Baumarkt (damit arbeiten lleider auch viele Werkstätten). :znaika:

Gruß

Axel
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#7

Jun 2006 03 14:15

Beitrag von Gast » Sa 3. Jun 2006, 14:15

Original von Elektroaxel
Hallo,


Für Kabelverbindungen ist löten jedeoch eine denkbar schlechte Lösung, da am Ende der Lötstelle eine Sollbruchstelle entsteht und Vibrationen hat man immer an einem Moped.
Gruß

Axel
Grundsätzlich hast du ja recht... aber wenn du mal im Schaltplan eines Mopeds nachschaust... überall da wo Kabel der gleichen Farbe einen gemeinsamen Verknüpfungspunkt haben, werden Lötverbindungen auch ab Werk eingesetzt und machen keine Probleme.

Wenn die Lötverbindung richtig gemacht wurde, die Kabelenden mechanischen Kontakt haben, die Lötverbindung mit Schrumpfschaluch zusätzlich mechanisch stabilisiert wurde und das ganze nicht gerade im Bereich Lenkkopf liegt, sprich permanent bewegt wird sehe ich da (auch aus der Praxis) keine Probleme.

Wenn Kabel permanenten Bewegungen ausgesetzt sind (z.B. an bewegten Teilen) dann ganz klar keine Lötverbindung.

Manfred

Elektroaxel
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#8

Jun 2006 03 14:39

Beitrag von Elektroaxel » Sa 3. Jun 2006, 14:39

Weil´s auch ab Werk gemacht wird muß es nicht unbedingt gut sein.

Stoßverbinder sind auch einfacher zu händeln. Wenn Du dann noch welche zum schrumpfen nimmst, biste schnell fertig und absolut sicher.

http://www1.conrad.de/conrad/layout2/de ... iew=search

Hab ganz bewußt einen Link zu Conrad genommen, da die wenigsten hier zugriff auf den Fachhandel haben!

Gruß

Axel
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#9

Jun 2006 03 20:20

Beitrag von gast » Sa 3. Jun 2006, 20:20

Habe ich auch mal eine Zeit gemacht. Aber bringt nichts. Die angelöteten Kabelschuhe brechen allzuoft genau an der Kante ab.

Elektroaxel
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#10

Jun 2006 03 20:38

Beitrag von Elektroaxel » Sa 3. Jun 2006, 20:38

Sag ich doch! :D
Gruß
Axel
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Simon
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#11

Jun 2006 03 21:18

Beitrag von Simon » Sa 3. Jun 2006, 21:18

Hi,
also hab jetzt einen Starkstromelektriker noch einmal gefragt. Er sagte auch sofort: Nur Korrosion am Kabel. Er meint auch, daß der Gleich-Riecht-Er nicht kaputt ist, weil nicht ausgebeult.

Vorher Durchmessen sei aber schwierig, weil die Lichtmaschine Drehstrom macht und im Schaltplan ist eben nur ein weißer Kasten wo Gleichrichter dransteht :) . Man kann also nicht einfach durchmessen, ob die Dioden kaputt sind.

Also werde ich mal die Kabel zusammenfrickeln :D und abwarten.

Gruß,
Simon
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#12

Jun 2006 03 23:45

Beitrag von Gast » Sa 3. Jun 2006, 23:45

Original von Simon

Vorher Durchmessen sei aber schwierig, weil die Lichtmaschine Drehstrom macht und im Schaltplan ist eben nur ein weißer Kasten wo Gleichrichter dransteht :) . Man kann also nicht einfach durchmessen, ob die Dioden kaputt sind.

Gruß,
Simon
Starkstromelektriker.... und ich sach noch... Datenbank!!

https://forum.vfr-oc.de/jgs_db.php?ac ... id=34&sid=

Simon
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#13

Jun 2006 04 00:09

Beitrag von Simon » So 4. Jun 2006, 00:09

Ah cool, ich kenn mich im Forum offenbar noch nicht aus :blind: Danke für den Link! Demnach kann ich die Dioden einfach jeweils auf Durchlass und Sperrwirkung prüfen. Einen Trafo dranhängen werde ich mir mal sparen.
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Zuletzt geändert von Simon am So 4. Jun 2006, 00:14, insgesamt 1-mal geändert.

Magma
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#14

Nov 2013 09 13:11

Beitrag von Magma » Sa 9. Nov 2013, 13:11

Ich hatte im Sommer das gleiche Problem. Ist zwar eine RC36, aber da sproblem scheint ja das glleiche zu sein.

Während einer Ausfahrt spinnt erst der Drehzalmesser / Tacho und kurz dannach ging die Mühle aus. Bei der Fehlersuche ( danke an das Forum für zahlreiche Tipps ) sind wir auf den Lichtmaschinenregler und dannach direkt auf den Fehler gekommen.

Die Steckverbindung zum Lichtmaschineregler war komplett verschmort und durchgebrannt ( sah gruselig aus, siehe Bild vom ersten mal ).

Also befreundeten Elektriker gefragt, der mir neue Stecker etc. drann gemacht hat. Dannach alles wieder prima.... Bis zum nächsten flotten Ausritt 2 Monate später bei dem ich mal wieder etwas mehr Gas gegeben habe. Wieder Tacho / Drehtzalmesser spinnt... sofort umgedreht und bis auf die letzten 500 Meter wieder nachhause gekommen. Verkleidung abgebaut und siehe da....wieder die Kabelverbindung durchgeschmort.

Jetzt könnte ich natürlich wieder neue Stecker drann machen.....
Würde zwar das Problem, aber nicht die Ursache lösen. Beide male ist es passiert als ich so ca. 50km auf der Autobahn richtig Stoff gegeben habe. Also scheint da zu viel Saft drüber zu laufen.

Jetzt stellt sich mir die Frage?

- Sind die Kabel zu dünn dimensioniert?
- Sollte ich eine andere Verbindungsart wählen ( Stoßverbinder, Löten....), denn da tritt ja die Hitze auf.....
- oder ist da doch eine Macke beim Regler

Wer hat, oder hatte so ein ähnliches Problem und weiß eine Lösung?
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Zuletzt geändert von Magma am Sa 9. Nov 2013, 13:12, insgesamt 2-mal geändert.

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MarkusT
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#15

Nov 2013 09 17:22

Beitrag von MarkusT » Sa 9. Nov 2013, 17:22

Wie hast du den Regler geprüft nach Handbuch oder nach dem Messprotokoll hier im Forum?

Maßgeblich ist das Messprotokoll. Der Regler kann nachdem Handbuch ok sein, aber trotzdem einen Schuss haben.

Wie habt ihr die Verkabelung gemacht? mit Draht oder mit Litze? Gelötet oder gequetscht? Im KFZ soll man quetschen...

Wie sind die anderen Verbindungen, besonders die zur Batterie und die Masse?

Ist der Regler ordentlich verschraubt, so das er die Wärme an den Rahmen abgeben kann?

Markus
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