Interpretation der Messergebnisse lt. Anleitung von manfred

VFR 750 F RC24/1 Bj 1986-1987
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wicki
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Interpretation der Messergebnisse lt. Anleitung von manfred

#1

Jul 2005 14 20:31

Beitrag von wicki » Do 14. Jul 2005, 20:31

Hallo zusammen!

Ich hab mich heute durch die messungen lt. der beschreibung von manfredK gemacht und bräuchte jetzt mal hilfe.

Aber von vorne:

Mein gerät: Honda VFR 750 F, RC24, Bj. 1987

Mein problem: fahre durch die stadt, mühle stellt sich ab. starte nach 5 stunden wieder - läuft wie zuvor. stelle wieder ab, fahre am nächsten tag wieder, mühle stirbt ab und steht. pannendienst kommt, reißt etwas herum, überbrückt benzinpumpe, weil diese ziemlich warm wird - mopped läuft wieder.... - ergo, pumpe defekt. daraufhin fahre ich ein paar tage ohne pumpe. plötzlich, das luder spuckt auch ohne pumpe (mit überbrückter tankleitung und fast vollem tank). grrrr - bringe mopped im stop-and-go betrieb mit zwischendurch etwas batterie aufladen nach hause.

jetzt die messergebnisse:
ruhestrom ok, ruhespannung und ladespannungen ok (bis auf jene mit licht an und leerlaufdrehzahl - die liegt mit 12,45V leicht unter dem sollwert von 12,5V, vor allem aber mit rund -1,3V deutlicher unter den anderen.
->was sagt mir das?!?

generatortest (phasenspannung)
bei leerlaufdrehzahl:
zwischen 1 u. 2 15,2V ok
zwischen 1 u. 3 0,35V -> uups, was hat das zu bedeuten?!?
zwischen 2 u. 3 15,3V ok

bei 2000 U/min:
selbe reihenfolge wie oben, 15V, 0,35V, 17V -> fast etwas heftig, oder?

bei 5000 U/min:
selbe reihenfolge wie oben, 13,4V, 0,4V, 15,6V

im verlauf der oben angeführten messungen (mit überbrückter benzinpumpenleitung und halb vollen tank) hat die VFR dann überhaupt wieder aufgehört zu laufen und sprang nicht mehr an.

alle vorher durchgeführten reglermessungen außerhalb des fahrzeugs haben werte innerhalb der sollwerte ergeben.

so, jetzt hoffe ich, mir kann jemand erklären, welche defekte auf grund meiner daten wahrscheindlich sind. vielen dank für eure hilfe,

wicki
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Zuletzt geändert von wicki am Do 14. Jul 2005, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.

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#2

Jul 2005 14 20:40

Beitrag von Gast » Do 14. Jul 2005, 20:40

Wenn du sicherstellen kannst, dass dein Regler wirklich ok ist, dann ist die Lima defekt.

Da aber nur bei einer Statorwicklung das Problem auftaucht würde ich zu 90 % auf einen Reglerdefekt prüfen (1 Thyrisotr ist dauerhaft durchgeschaltet). Regler nach Anleitung prüfen und zwar nicht nur die Gleichrichterdioden sondern auch die Reglerspannung mit externem Netzgerät und wenn das nicht vorhanden ist einmal die angegebenen Messungen mit einer 12V Batterie als Spannungsquelle und einmal mit 2 in Reihe geschalteten 12V Batterien.

Manfred

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#3

Jul 2005 14 20:51

Beitrag von wicki » Do 14. Jul 2005, 20:51

puff, das ging ja jetzt schneller als schnell!

das mit der reglerspannung mit externer regelbarer spannungsquelle hab ich auch getestet. ich hab hierfür 2 9V blocks in serie geschaltet und mit poti getrimmt. der regler hat offenbar dabei bei jeweils 14,6V abgeschnitten, das in der schaltung vorzusehende lämpchen hat allerdings nie geleuchtet? lässt das eine weitere aussage zu?
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#4

Jul 2005 14 21:07

Beitrag von Gast » Do 14. Jul 2005, 21:07

Batterie Plus auf Lampe --> Anschluss Gelb 1 und dann noch
Gelb 2 (3) --> Batterie Minus

Wenn die Lampe nicht brennt ist entweder dein Prüfstrom zu gering, der Schaltungsaufbau falsch gewesen, über den Poti zuviel "Spannung" verbraucht worden oder der Regler in allen drei Phasen defekt, was allerdings nach den Spannungswerten nicht sein kann.

Manfred


EDIT

Die Prüfungen sind natürlich nach obigen Muster für alle drei gelben Kabel vorzunehmen

NOCHMAL EDIT

Der Fehler kann Temperatur abhängig sein!!! Manchmal hilft es den Regler im Backofen oder warmen Wasser vorsichtig auf 60 Grad zu erwärmen und dann zu prüfen
Zuletzt geändert von Gast am Do 14. Jul 2005, 21:09, insgesamt 2-mal geändert.

wicki
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#5

Jul 2005 14 21:19

Beitrag von wicki » Do 14. Jul 2005, 21:19

ok, erst mal danke für die prompten antworten, dagegen sieht so manche hotline ziemlich blass aus!

ich werd mir die reglermessungen morgen nochmals mit temp vornehmen,

gruß wicki
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Gast
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#6

Jul 2005 14 21:24

Beitrag von Gast » Do 14. Jul 2005, 21:24

Jepp ich werde demnächst den Service nur noch mit einer 0900er Rufnummer anbieten.... :winken1:

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MarkusT
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#7

Jul 2005 14 23:03

Beitrag von MarkusT » Do 14. Jul 2005, 23:03

Original von wicki
ok, erst mal danke für die prompten antworten, dagegen sieht so manche hotline ziemlich blass aus!

ich werd mir die reglermessungen morgen nochmals mit temp vornehmen,

gruß wicki
Jop großes Lob an ManfredK er ist eine wahre Bereicherung fürs Forum. :winken2: :respekt:

Muss mal gesagt werden.

gruß Markus
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wicki
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#8

Jul 2005 15 09:29

Beitrag von wicki » Fr 15. Jul 2005, 09:29

Schönen guten tag!

So, jetzt hab ich den reglertest nochmals wie empfohlen kalt und warm wiederholt. Im warmen zustand haben sich die werte beim diodentest zwar geändert,

kalt warm
485-> 398
493-> 404
508-> 423 für Plusdioden

488-> 409
498-> 420
492-> 416 für Minusdioden, das scheint aber ok zu sein, oder?

Die reglerspannung blieb praktisch fast unverändert. Scheint so, als wär der wirklich nicht der wurm im system.

Zum problem des nicht mehr anspringens kann ich noch berichten, dass ich die vermeindlich defekte benzinpumpe wieder ins system hineingeschlossen habe. nachdem ich mir freie sicht auf den an der pumpe angebrachten schaltkontakt verschafft habe und daran wärend des startens herumgefummelt habe, konnte ich auch sehen, wie die pumpe sporadisch arbeitete - und siehe da, plötzlich lief die mühle wieder an.
was mich dabei wundert, ist, dass es mit der vorher umgangenen benzinpumpe und halb vollem tank nicht funktionierte - kann eine verschmutzung im vergaser es nötig machen, dass ein gewisser überdruck in der zuleitung nötig ist?
nun noch eine frage zu diesem benzinpumpenrelais: wie kann ich prüfen, ob das noch seinen ordnungsgemäßen dienst versieht?
und noch was: kann der laderegler, wenn er dann doch irgend welche macken hätte, unmittelbar in die benzinpumpenansteuerung hineinpfuschen?

so, das wärs von meiner seite erst mal wieder - hoffe auf eure hilfe,

gruß

wicki
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#9

Jul 2005 15 11:43

Beitrag von Gast » Fr 15. Jul 2005, 11:43

Hi..

Die Messwerte der Dioden sind in warmen Zustand grenzwertig. Da bahnt sich ein Defekt an, der evtl. bereits an der Generatorspannung sichtbar wird. Wenn deine Batterie beim Generatortest voll geladen war, Licht aus; und die Drehzahl gesteigert wird muss wegen des Regelverhaltens die AC-Spannung niedriger werden. Steigt die Spannung an kann auch ein fehlerhaftes Verhalten der Dioden die Ursache sein.

Es lohnt sich das nochmal zu messen und im Auge zubehalten.

Die Pumpe pfuscht dir nicht in das Zündsystem wohl aber das Kraftstoffpumpenrelais, da es von Klemme 1 einer Zündspule angesteuert wird.

Der halbvolle Tank kann bereits zu leer gewesen sein um noch eine ausreichende Kraftstoffversorgung ohne Pumpe zu gewährleisten. Die Pumpe hat ungefähr einen Druck von 0,1 - 0,2 bar und pumpt nur dann wenn die Schwimmerventile geöffnet sind. Solange die geschlossen sind macht die Pumpe nur einen Öffnungshub und baut den Druck auf.

Manfred

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RE: Interpretation der Messergebnisse lt. Anleitung von man

#10

Jul 2005 20 07:31

Beitrag von mfp1706 » Mi 20. Jul 2005, 07:31

Ich hab jetzt die gängigen Benzinversorgungs- und Elektrikprobleme durch.
Bei meiner RC24 I Bj. 86 120.000 KM erster Motor...

1. Machine geht bei längerem Schnellfahren z.B. auf der Autobahn aus... springt dann aber nach einiger Zeit wieder an und läuft ganz normal bis der Efffekt wieder eintritt:
Ursache: Motor bekommt temporär keinen Sprit = Benzinpumpe fördert nicht genug = Benzinpumpenrelais defekt (im Detail: bei geringer Motorleistung benötigt der Motor weniger Sprit und die Pumpe muß wenig arbeiten und das elektronische Benzinpumpenrelais wird wenig belastet. Bei hoher Geschwindigkeit, hohe Förderleistung erforderlich und das "defekte" elektronische Benzinpumpenrelais wird überlastet und gibt der Pumpe zu wenig Saft.
Abhilfe: Relais ersetzten oder (habe ich gemacht) die zwei Steckkontakte mit einem Schalter überbrücken.

P.S.: Das Überbrücken der Pumpe U-Rohr funktioniert nur mit ganz vollem Tank bei meiner RC24 I

2. Reglerproblem Batterie wird nicht geladen. Man fährt... alles funktioniert ganz normal. Nach dem Tanken will man starten. Nichts geht mehr...
Ursache: meistens eine Gleichrichterdiode durchgebrannt... kann man über die hier im Forum dargestellte Meßanleitung herausfinden.
Temporäre Rettung: Alle Sicherungen bis auf Zündung rausziehen und anschieben... wenn nur eine Diode durch ist wird dann die Batterie sogar noch geladen d.h. damit kommt man noch sehr weit.
Danach dann Regler ersetzen z.B. Universalregler 1002U Gero-holding 59,-- EUR

Bei Bedarf Bilder verfügbar...

Gruß
Matthias
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Zuletzt geändert von mfp1706 am Mi 20. Jul 2005, 07:33, insgesamt 1-mal geändert.
Look what a fool I have been... I did not live my dreams (Curved Air 1975)

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