Umweltuntersuchung => muss ich einen Kat nachrüsten?

VFR 750 F RC24/1 Bj 1986-1987
VFR 750 F RC24/2 Bj 1988-1989
Antworten
toert
Newbie
Beiträge: 3
Registriert: Di 26. Apr 2005, 17:49

Umweltuntersuchung => muss ich einen Kat nachrüsten?

Apr 2005 26 18:00

Beitrag von toert » Di 26. Apr 2005, 18:00

Hallo!

Ab Januar 2006 will das Bundesverkehrsministerium ja eine Umweltuntersuchung (UU) für Motorräder einführen.

Dazu hätte ein paar Fragen...

Weiß jemand von euch, ob jetzt alle Motorräder mit einer Erstzulassung

ab 1. Januar 1989 oder
ab 1. Januar 1990

betroffen sind bzw ob überhaupt schon genau feststeht, ob die Umweltuntersuchung jetzt überhaupt 2006 kommt...?

Ich habe nämlich eine VFR RC 24 mit der Erstzulassung 07.1989... was bedeuten würde, das ich ja wahrscheinlich eine Umweltuntersuchung über meine VFR ergehen lassen müsste ;(....

Muss dann ein Kat nachgerüstet werden oder müsste man dann einfach (deutlich) mehr Steuern zahlen wie bei alten Autos auch?

Gruß Thorsten
Zuletzt geändert von toert am Di 26. Apr 2005, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.

Borbengel
Forums-User
Beiträge: 54
Registriert: Mo 18. Apr 2005, 22:32
Wohnort: Essen

RE: Umweltuntersuchung => muss ich einen Kat nachrüsten?

Apr 2005 26 22:31

Beitrag von Borbengel » Di 26. Apr 2005, 22:31

Hallo Thorsten!

Nein einen Kat musst Du ganz bestimmt nicht nachrüsten. :)

Sicher ist, dass ab 01.01.2006 die Umweltungersuchung für Motorräder kommt.
Allerdings sind die dabei anzuwendenden Richtlinien meines Wissens noch nicht
erstellt bzw. veröffentlicht worden. Nichts genaues weiss man also nicht.

Es verdichten sich jedoch folgende Gerüchte:

UU für alle Kräder mit EZ ab 01.01.1990
Alle Kräder ohne KAT: Messung des Leerlauf CO-Gehalts
Alle Kräder mit geregeltem KAT: Messung im erhöhten Leerlauf evtl. mit Regelkreisprüfung (wie PKW)

Im ursprünglichen Entwurf war angeblich noch die Messung des Standgeräusches vorgesehen.
Nun soll angeblich der Prüfer subjektiv den Geräuschpegel beurteilen.

Also keine Angst, eine korrekt arbeitende und nach Herstellervorgaben eingestellte Gemisch-
aufbereitung mit serienmäßigen oder legalem Zubehörauspuff dürfe locker für das Bestehen der
UU ausreichen.

Warten wir jetzt mal auf was schriftliches..... :gruebel:


Gruß
Wolfgang

P.S.: von einer schadstoffabhängigen Besteuerung ist nichts bekannt. Alllerdings wurde vor einigen
Jahren die Schlüsselnummernsystematik der Kräder verändert um emissionsabhängige Schlüssel
zu verwenden....
Zuletzt geändert von Borbengel am Di 26. Apr 2005, 22:33, insgesamt 1-mal geändert.
Wer bremsen kann ------------ überlebt!

Benutzeravatar
alex1977
Moderator
Beiträge: 4869
Registriert: Do 6. Nov 2003, 18:29
Wohnort: Hessen, LDK 35641
Hat geliked: 8 Mal
Like erhalten: 12 Mal
Kontaktdaten:

RE: Umweltuntersuchung => muss ich einen Kat nachrüsten?

Apr 2005 27 19:39

Beitrag von alex1977 » Mi 27. Apr 2005, 19:39

heißt das, daß wir mit unserem g-kat evtl. nur noch einen niedrigeren steuersatz zahlen müssen? ist es eigentlich immer noch so, daß motorrad-motoren steuertechnisch in 25cm³-schritten unterteilt werden und nicht wie z.b. pkw in 100cm³-schritten? wie hoch ist die aktuelle steuer für eine g-kat-vfr?
BildAlex
...Mitglied des VFR-OC

Beiträge als Moderator sind explizit als solche gekennzeichnet.

Benutzeravatar
Alffred
Forums-User
Beiträge: 222
Registriert: So 10. Okt 2004, 11:53
Wohnort: Goslar/Harz

RE: Umweltuntersuchung => muss ich einen Kat nachrüsten?

Apr 2005 27 19:50

Beitrag von Alffred » Mi 27. Apr 2005, 19:50

Hallo Alex,
der Steuersatz für die VTEC lautet 1,84€ pro angefangene 25 cm³ :winken1:
Gruß Alf(ohne-fred!)
Die Ideallinie ist schwarz:top2:
Alffred 2202 ist Mitglied im VFR-OC!

Benutzeravatar
Andi_800
Forums-User
Beiträge: 475
Registriert: Fr 7. Jan 2005, 12:34
Wohnort: LK Heilbronn

RE: Umweltuntersuchung => muss ich einen Kat nachrüsten?

Apr 2005 27 19:59

Beitrag von Andi_800 » Mi 27. Apr 2005, 19:59

Wenn, werden unsere KAT VFR's nicht billiger, sondern die Maschinen ohne Kat werden teurer. ;(

toert
Newbie
Beiträge: 3
Registriert: Di 26. Apr 2005, 17:49

Apr 2005 27 20:10

Beitrag von toert » Mi 27. Apr 2005, 20:10

Hallo

und danke für die ausführliche Antwort...

wenn es sowieso nur die Motorräder mit EZ ab 1.1.1990 betrifft wäre das ja super... aber ich habe in der letzten Motorrad gelesen, dass es wohl doch schon die Krads mit EZ vom 1.1.1989 betreffen soll,

( http://www.motorradonline.de/d/146131?_ ... 6skip%3D60 )

aber so richtig einig scheinen die sich noch nicht zu sein....

Na ja wenn man nichts nachrüsten ist es ja dann doch noch erträglich ;P


Gruß Thorsten

Gast

Apr 2005 27 22:02

Beitrag von Gast » Mi 27. Apr 2005, 22:02

Keine Nachrüstung das steht fest und es ist der 01.01.89
CO Wert innerhalb der Herstellervorgabe bei Erstellung der ABE ( +/- 0,5%); maximal zulässige Obergrenze wenn kein Herstellerwert 4,5 % für Katlose Fahrzeuge - damit läuft jedes Töff

Manfred

hondaralle
Forums-User
Beiträge: 88
Registriert: Sa 16. Apr 2005, 15:17
Wohnort: Speyer

Apr 2005 28 19:49

Beitrag von hondaralle » Do 28. Apr 2005, 19:49

Genau Manfred,

was lernen wir daraus?

Es ist mal wieder was gefunden worden mit halblebigen Vorschriften angereichert worden, die der Umwelt keinerlei Nutzen bringt . Nur TÜV und Dekra werden reicher.

Na dann werden wir nächstes Jahr dann 80 € für eine Hu ärmer

Grüße Ralf

Gast

UU

Apr 2005 28 21:04

Beitrag von Gast » Do 28. Apr 2005, 21:04

Na ganz so einfach ist es nicht...

Die Schmutzfinken werden aus dem Verkehr gezogen, die katlosen Nachrüstschalldämpfer aus dem Vekehr gezogen und die Lambdasondenlosen auch. DTo die Jungs mit PC oder vergammelten Vergasern oder unzulässigen Dynojet-Kits. Und ich denke darüber brauchen wir kaum zu streiten - alle genannten verpesten die Umwelt mehr als notwendig und vermeidbar.

Insgesamt wird zumindest zum Zeitpunkt der HU der gesetzeskonforme Zustand der Gemsichbildunganlage geprüft.

Die UU Motorrad wird auch dein freundlicher anbieten und im Gegensatz zu TÜV/DEKRA und Co. auch einstellen. Und zusammen mit einer Inspektion dürften die Mehrkosten durchaus sehr erträglich bleiben.

Also braucht es diesbezüglich meiner Meinung nach auch kein Gejammer....

Alternativ dazu würde ich bei allen neuen Bikes für die EOBD nach californischem Muster plädieren. Dann dürfen Besitzer von defekt behafteten Fahrzeugen endlich mal jammern.... :D :D :D

Manfred

P.S. Mein Töff ist EZ 1988 :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
Zuletzt geändert von Gast am Do 28. Apr 2005, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
nervtoeter
Forums-User
Beiträge: 351
Registriert: Mo 6. Sep 2004, 23:00
Wohnort: München

RE: UU

Apr 2005 28 21:19

Beitrag von nervtoeter » Do 28. Apr 2005, 21:19

Sollte den Preis für meine ja exorbitant nach oben treiben :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
:D schräg ist geil, noch schräger ist noch geiler :D

prinz65
Forums-User
Beiträge: 12
Registriert: Fr 21. Jan 2005, 18:47
Wohnort: Baden-Württemberg

Apr 2005 28 22:35

Beitrag von prinz65 » Do 28. Apr 2005, 22:35

Original von ManfredK
Keine Nachrüstung das steht fest und es ist der 01.01.89
CO Wert innerhalb der Herstellervorgabe bei Erstellung der ABE ( +/- 0,5%); maximal zulässige Obergrenze wenn kein Herstellerwert 4,5 % für Katlose Fahrzeuge - damit läuft jedes Töff

Manfred
Erst mal abwarten, denn schriftlich gibt es noch gar nix, ich halte nichts davon alle verrückt zu machen solange nichts feststeht.

prinz65
Forums-User
Beiträge: 12
Registriert: Fr 21. Jan 2005, 18:47
Wohnort: Baden-Württemberg

RE: UU

Apr 2005 28 22:42

Beitrag von prinz65 » Do 28. Apr 2005, 22:42

Original von ManfredK
Na ganz so einfach ist es nicht...

Die Schmutzfinken werden aus dem Verkehr gezogen, die katlosen Nachrüstschalldämpfer aus dem Vekehr gezogen und die Lambdasondenlosen auch. DTo die Jungs mit PC oder vergammelten Vergasern oder unzulässigen Dynojet-Kits. Und ich denke darüber brauchen wir kaum zu streiten - alle genannten verpesten die Umwelt mehr als notwendig und vermeidbar.

Insgesamt wird zumindest zum Zeitpunkt der HU der gesetzeskonforme Zustand der Gemsichbildunganlage geprüft.

Die UU Motorrad wird auch dein freundlicher anbieten und im Gegensatz zu TÜV/DEKRA und Co. auch einstellen. Und zusammen mit einer Inspektion dürften die Mehrkosten durchaus sehr erträglich bleiben.

Also braucht es diesbezüglich meiner Meinung nach auch kein Gejammer....

Alternativ dazu würde ich bei allen neuen Bikes für die EOBD nach californischem Muster plädieren. Dann dürfen Besitzer von defekt behafteten Fahrzeugen endlich mal jammern.... :D :D :D

Manfred

P.S. Mein Töff ist EZ 1988 :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
Du widersprichst dir, denn bei den von dir vorgegebenen laschen Werten brauchst du keinen KAT wie denn auch den haben die Moppeds ja erst seit kurzem und nicht seit 1989 zum zweiten brauchen wir glaub ich nicht zu diskutieren welchen Anteil an Schadstoffemissionen die Motorräder ausmachen zum dritten wird bei so einer Messung die Gemischbildungsanlage überhaupt nicht überprüft und zum letzten brauch mir keiner mit USA kommen denn was da abgeht (nicht im Gesetz sondern im wahren Leben) was sollen denn da noch Gesetze (Law and Order ich lach mich tot :wuerg:
Zuletzt geändert von prinz65 am Do 28. Apr 2005, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.

Gast

Apr 2005 29 08:25

Beitrag von Gast » Fr 29. Apr 2005, 08:25

Original von prinz65
Erst mal abwarten, denn schriftlich gibt es noch gar nix, i
Doch gibt es... nur noch nicht veröffentlicht

Manfred

Gast

RE: UU

Apr 2005 29 08:31

Beitrag von Gast » Fr 29. Apr 2005, 08:31

Original von prinz65

Du widersprichst dir, denn bei den von dir vorgegebenen laschen Werten brauchst du keinen KAT wie denn auch den haben die Moppeds ja erst seit kurzem und nicht seit 1989 zum zweiten brauchen wir glaub ich nicht zu diskutieren welchen Anteil an Schadstoffemissionen die Motorräder ausmachen zum dritten wird bei so einer Messung die Gemischbildungsanlage überhaupt nicht überprüft und zum letzten brauch mir keiner mit USA kommen denn was da abgeht (nicht im Gesetz sondern im wahren Leben) was sollen denn da noch Gesetze (Law and Order ich lach mich tot :wuerg:
Warum widerspreche ich mir??

Ich schreibe doch klar dass der bei der Erstellung der ABE festgelegte CO-Wert mit einer Toleranz von +/- 0,5% einzuhalten ist. Und wenn kein Wert vorliegt gilt der Höchstwert von 4,5 % CO.

Eine ältere RC36 wird also Problemlos im Leerlauf bei ca. 3,0 % CO laufen und eine neue RC46 mit Kat wird bei erhöhter Leerlaufdrehzahl maximal 0,5 - 1,0 % CO haben müssen????

Unabhängig von der Menge des Schadstoffausstosses gilt es hier Grenzen zu finden und umzusetzen... Auch Kleinvieh macht Mist.

Mit den USA und der realen Umsetzung der Vorschriften.... in weiten Bereichen hast du Recht... aber warst du in den letzten 3 Jahren mal in Cali? Wenn nein - sollterst du mal tun.

Manfred

hondaralle
Forums-User
Beiträge: 88
Registriert: Sa 16. Apr 2005, 15:17
Wohnort: Speyer

Apr 2005 29 09:33

Beitrag von hondaralle » Fr 29. Apr 2005, 09:33

Na ist doch so , einen Nutzen bezüglich der Abgasvorschriften hat dieses Gesetz nur bedingt.
Klar die Jungs mit überfetten Leistungskits werden ausfiltriert, gutso
Dass Motorräder allgemein leiser werden, auch gut.

Es ist bei diesen Fahrern doch eh usus, dass zur HU 2 Tage geschraubt wird. So und um Problemen mit einer ganzen Generationen von Motorradfahrern aus dem Weg zu gehen werden solche krücken wie die 4,5% gemacht. Damit erreichst du gar nichts.

Mal ehrlich die ganze Motorradindustrie hat dieses Thema doch 10 Jahre zu spät umgesetzt.

Wer heute ein Motorrad kauft muß sich doch über Leistungsmangel oder Abgasvorschriften keinen Kopf machen. Eher dass sein Neukauf noch genau so viel Sprit brauch wie ein Bike vor 10 Jahren.

Bin nur gespannt, ob die bei der Homologisation angegeben Daten auch über die Serie und Laufleistung bestand haben. Probleme sind da schon vorprogrammiert.

Ob ein 88er Bike da so viel besser weg kommt wag ich zu bezweifeln, Razfazinger wird die Steuer da angeeichelt.

Gruß Ralf
Zuletzt geändert von hondaralle am Fr 29. Apr 2005, 09:44, insgesamt 1-mal geändert.

sid
Forums-User
Beiträge: 324
Registriert: Mo 10. Nov 2003, 20:25

RE: Umweltuntersuchung => muss ich einen Kat nachrüsten?

Apr 2005 29 10:22

Beitrag von sid » Fr 29. Apr 2005, 10:22

mal kurz durchdenken:
Original von Borbengel...eine korrekt arbeitende ...
tut sie. :)

Original von Borbengel... nach Herstellervorgaben eingestellte...
ööhhh ne, is sie nicht. zum glück :blind:

Original von Borbengel... mit serienmäßigen
hat sie nicht. :lmaa:

Original von Borbengel...oder legalem Zubehörauspuff
stempel is droben, aber legal wird sie nicht mehr sein... :deal:


ich freu mich drauf. :laugh:

prinz65
Forums-User
Beiträge: 12
Registriert: Fr 21. Jan 2005, 18:47
Wohnort: Baden-Württemberg

Apr 2005 29 22:52

Beitrag von prinz65 » Fr 29. Apr 2005, 22:52

Original von ManfredK
Original von prinz65
Erst mal abwarten, denn schriftlich gibt es noch gar nix, i
Doch gibt es... nur noch nicht veröffentlicht

Manfred[/quote

Sorry wenn ich noch nichts habe, dann gibt es noch nichts und wenn ich was habe (schriftlich :)) dann gebe ich es bekannt, sobald die Geschichte in einem Rundschreiben vakant wird oder im Verkehrsblatt veröffentlicht wird dann ist es an der Zeit ;)

Sorry ich brauch nicht nach USA zu fahren der Ankauf von Rohöl dieser Nation reicht mir ;( wurscht aus welchem Grund, der Ami entdeckt gerade den Diesel ich weiß, und natürlich auch den von den Asiaten propagierten Hybrid aber nur in Ansätzen ansonsten geht diese Nation mit dem Sprit um wie ich mit den Zigaretten :blind:

Und wenn mann dann die Geschichte der Gesetze bezüglich zero emission Fahrzeuge anschaut dann ist das doch ganz toll: Nur noch Elektro und der Strom kommt aus dem KKW oder dem Kohlekraftwerk, was für ein Witz ?(

Also bitte die Ami`s nicht als Vorbild in dieser Hinsicht

Gruß

Wolfgang

Gast

@ Prinz65

Apr 2005 30 08:42

Beitrag von Gast » Sa 30. Apr 2005, 08:42

Hi Wolfgang,

du bist neu hier und kennst mich nicht...

Es gibt Menschen die lesen Gesetze und Verordnungen nachdem sie veröffentlicht sind und damit Gültigkeit erlangen - und es gibt Menschen die wirken an der Erarbeitung von Gesetzen und Verordnungen mit. Deswegen bleibe ich bei meiner Aussage.

Hinsichtlich weltweiter Energieverschwendung in allen Bereichen und daraus resultierende Umweltverschmutzung werde ich aber hier mit dir in diesem Forum keine Diskussion führen - deswegen lasse ich deine Aussagen unkommentiert.

Eine Anmerkung aber dennoch am Rande.... WIR Motorradfahrer gehen alle nicht sehr sorgfältig mit dem Rohstoff Öl um - siehe der Verbrauch unserer Kräder auf 100 km. Und wir tun uns verdammt schwer, zusammen mit der Industrie etwas dran zu ändern. Schließlich soll es Spass machen und muss nicht unbedingt vernünftig sein.

In diesem Sinne schönes WE

Manfred

Benutzeravatar
alex1977
Moderator
Beiträge: 4869
Registriert: Do 6. Nov 2003, 18:29
Wohnort: Hessen, LDK 35641
Hat geliked: 8 Mal
Like erhalten: 12 Mal
Kontaktdaten:

FSI im motorradbau

Apr 2005 30 11:42

Beitrag von alex1977 » Sa 30. Apr 2005, 11:42

wenn ich sehe, daß heute im pkw-bau der fsi-motor forciert wird, der bei hoher leistungsfähigkeit gerade mal durchschnittlich 6liter super für 100km benötigt, damit jedoch fahrzeige im gewichtsbereich von 5 motorrädern antreibt, kann ich mich manfred nur anschließen. diese werte umgerechnet auf motorräder, nehmen wir einfach eine aktuelle vfr mit 240kg, sollten verbrauchswerte von 2 litern/100km durchaus realisierbar sein, ohne auf spritzigkeit zu verzichten. tatsächlich verbraucht sie aber 7 liter/100km....
Zuletzt geändert von alex1977 am Sa 30. Apr 2005, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.
BildAlex
...Mitglied des VFR-OC

Beiträge als Moderator sind explizit als solche gekennzeichnet.

Borbengel
Forums-User
Beiträge: 54
Registriert: Mo 18. Apr 2005, 22:32
Wohnort: Essen

RE: FSI im motorradbau

Apr 2005 30 12:17

Beitrag von Borbengel » Sa 30. Apr 2005, 12:17

Original von alex1977
wenn ich sehe, daß heute im pkw-bau der fsi-motor forciert wird, der bei hoher leistungsfähigkeit gerade mal durchschnittlich 6liter super für 100km benötigt, damit jedoch fahrzeige im gewichtsbereich von 5 motorrädern antreibt, kann ich mich manfred nur anschließen. diese werte umgerechnet auf motorräder, nehmen wir einfach eine aktuelle vfr mit 240kg, sollten verbrauchswerte von 2 litern/100km durchaus realisierbar sein, ohne auf spritzigkeit zu verzichten. tatsächlich verbraucht sie aber 7 liter/100km....
Interessanter Ansatz, aber wenn wir jetzt mal die unerträgliche Feinstaubdebatte :wuerg: (stoppt Laserdrucker!!! 8o ) außer Acht lassen, könnte man den Faden noch weiter spinnen:

Zumindest beim Thema Wirkungsgrad ist ja noch Luft drin. Direkteinspritzender Common Rail Diesel mit ordentlich hohem Einspritzdruck(>2000 bar) und vielleicht Piezo gesteuerten Injektoren hätte auch was. Damit käme man im Verbrauch noch ein wenig runter... Fragt sich nur, ob der Sound noch stimmt ?(

Man sollte den Vergleich zwischen PKW und Krad allerdings nicht nur vom Gewicht abhängig machen. Gerade im höheren Geschwindigkeitsbereich spielt der Luftwiderstand die entscheidende Rolle. Und auch wenn der PKW die größere Anströmfläche hat, so ist doch in der Regel der berühmte Luftwiderstandsbeiwert cw beim Krad deutlich höher. Und man kann die mechanische Energie für den Antrieb noch so effizient erzeugen-wenn man sie dafür benutzt ordentliche Löcher in die Amosphäre zu stanzen, kommt man im Verbrauch auch nicht wirklich runter... ;)


Gruß
Wolfgang
Wer bremsen kann ------------ überlebt!

Gast

Apr 2005 30 12:39

Beitrag von Gast » Sa 30. Apr 2005, 12:39

Wäre denn eurer Meinung nach die Zeit reif für ein "umweltfreundliches" Motorrad mit Diesel?

Und damit meine ich nicht die klasse Bastellösungen (nicht herabsetzend gemeint) die einen PKW Diesel in ein Motorrad verpflanzen.

Sondern einen neu zu konstruierenden Motorraddiesel mit z.B. 900 ccm, CommonRail, Piezoinjectoren, Turbo und etwa 50 - 70 PS??????

Das Dinges hört sich dann allerdings auch wie ein Diesel an und Leichtbau ist auch nur in Grenzen möglich....
Ob der Motor gut ausschaut...Nun die SMART Transplantation gibt vielleicht einen ersten Einblick.

Ich bezweifle das aufs heftigste!!

Hybrid-Fahrzeuge im kleinen Rollerbereich, stehen ja sozusagen vor der Tür - aber würden sie wirklich gekauft?

Manfred

Borbengel
Forums-User
Beiträge: 54
Registriert: Mo 18. Apr 2005, 22:32
Wohnort: Essen

Diesel-Motorrad

Apr 2005 30 16:14

Beitrag von Borbengel » Sa 30. Apr 2005, 16:14

:goodp:

Ich denke die Zeit für eine ernsthafte Umsetzung des Diesel-Themas wäre reif.

Und 70 Pferde wären ausreichend.

Stellt Euch vor: 150 Nm bei 1800 1/min! 8)
Wer bremsen kann ------------ überlebt!

Welpi
Forums-User
Beiträge: 30
Registriert: Do 3. Mär 2005, 23:17
Wohnort: Schongau in southern Bavaria ;-)

Apr 2005 30 16:31

Beitrag von Welpi » Sa 30. Apr 2005, 16:31

Also ich würde den V-Sound schon schmerzlich vermissen.... ;( Da die Möppies bei mir reine Spassgefährte sind würde ich da wohl keinen Diesel kaufen.... :P
Zuletzt geändert von Welpi am Sa 30. Apr 2005, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
alex1977
Moderator
Beiträge: 4869
Registriert: Do 6. Nov 2003, 18:29
Wohnort: Hessen, LDK 35641
Hat geliked: 8 Mal
Like erhalten: 12 Mal
Kontaktdaten:

RE: FSI im motorradbau

Mai 2005 01 08:54

Beitrag von alex1977 » So 1. Mai 2005, 08:54

Original von Borbengel
....aber wenn wir jetzt mal die unerträgliche Feinstaubdebatte....
ich habe die info, daß alle verbrennungsmotoren diesen feinstaub abgeben. sowohl diesel- als auch benzinmotoren. nur ist die anzahl und partikelgröße direkt von den einspritzdrücken abhängig. demnach sind FSI und TDI gleichermaßen betroffen und müßten insofern beide mit entsprechenden filtern nachgerüstet werden....

momentan wird aber stark politik gegen die "dreckschleudern" mit dieselmotor gemacht, obwohl man noch vor wenigen jahren die meinung vertrat, daß gerade die verbrauchsgünstigen dieselfahrzeuge mit oxi-kat die umweltfreundlichste alternative seien. viele käufer entschieden sich danach für den diesel und das, trotz stark erhöhter steuerbelastung, tw. ohne steuerbefreiung....

und jetzt kommt die industrie mit der entwicklung und produktion dem ansturm williger umrüster nicht nach. für mein auto (audi a2 tdi) kann weder audi noch ein freier hersteller (hjs) hardware liefern. aber die herren politiker wollen das gesetz anfang 2006 durchsetzen. bin mal gespannt wie audi darauf reagieren will. ich habe durch regelmäßigen service in der vertragswerkstatt eine mobilitätsgarantie, die mir 24stunden am tag "mobilität garantiert". wenn dies durch ein nicht von mir zu vertretendes ereignis/defekt nicht gewährleistet ist muß audi umgehend für abhilfe sorgen....

was nun, wenn ich im sommer fahren möchte, der staat es mir aber wegen des fehlenden filters untersagt. muß audi mich nun chauffieren oder einen ersatzwagen stellen ?(
BildAlex
...Mitglied des VFR-OC

Beiträge als Moderator sind explizit als solche gekennzeichnet.

Gast

RE: FSI im motorradbau

Mai 2005 01 11:23

Beitrag von Gast » So 1. Mai 2005, 11:23

Original von alex1977
viele käufer entschieden sich danach für den diesel und das, trotz stark erhöhter steuerbelastung, tw. ohne steuerbefreiung....

Ähhhh.... wie ist das mit dem Spritpreis??
Wurde da nicht die ein oder andere Erhöhung der Mineralölsteuer ausgesetzt.....

Nur zur Erinnerungshilfe über steuerliche Begünstigungen...(die ganz allgemein für alle abgeschafft gehören)

Ja alle Fahrzeuge fabrizieren Feinstaub... Bremse, Reifen, Verbrennung

Aber bei der motorischen Verbrennung ist es eindeutig der Dieselmotor der mit großem Abstand den meisten Feinstaub fabriziert.
Und der Zusammenhang mit dem Einspritzdruck hängt in erster Linie mit den dabei erzeugten Partikelgrößen zusammen (bezogen auf den Diesel, je höher desto kleiner...)


Manfred

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast