Benzinpumpe

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Anvil
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Benzinpumpe

Beitrag von Anvil » 03.04.2018, 21:44

Hallo,
ich hatte Ende letzten Jahres ein Problem mit meinem Benzinverbrauch, war zu hoch. Kerzen raus und eine war ziemlich versifft.
Benzinpumpe überbrückt, die lief immer, obwohl sie ja irgend wann den Druck aufgebaut haben müsste und dann kein Ticken mehr von sich gibt. Im Winter Vergaser ausgebaut,
ultraschallreinigen lassen, alle Dichtungen erneuert und wieder eingebaut. Benzinpumpe wieder eingebaut, pumpt und hört nicht auf. Vergaser alles dicht, kein Überlauf. Ansaugtrakt trocken.
Pumpe von meiner 88er, die schon vier Jahre trocken steht, angeschlossen, das Gleiche. Beide Pumpen zu Hause getestet. Beide haben die angegebene Fördermenge schalten aber bei erreichten
Druck nicht ab. Meine Frage ist jetzt, kann ich die Pumpen benutzen, oder ist das nicht gut. Habe gerade eine gebraucht für 17 Euronen gekauft, als Ersatz.

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Beitrag von RoBu » 04.04.2018, 00:49

Hallo Anvil,
die Pumpe bekommt Ihren Strom von grün - Masse und schwarz blau + vom Benzinabsperrrelais. Das Relais "hängt" an der CDI vom 4. Zylinder "Zündung" Voraussetzung Zündschalter auf ON, demnach ist die Benzinpumpe elektrisch immer eingeschaltet. Fahre übrigens auch eine RC24/2 in schwarz in Berlin.
Hoffe konnte dir weiterhelfen. Gruss RoBu :weg:

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Anvil
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Benzinpumpe

Beitrag von Anvil » 04.04.2018, 08:57

Hallo RoBu,
vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Mich würde aber interessieren ob ich die Pumpe benutzen kann auch wenn sie ständig läuft, auch wenn die Kammern gefüllt sind.

Gruß Jörg

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MacJoerg
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Beitrag von MacJoerg » 04.04.2018, 09:56

Ich würde erst mal testen warum die Pumpe immer läuft. Das sollte ja nur passieren wenn sie Steuerspannung über schw/blau
von der CDI bekommt. Also möglicherweise ein anderer elektrischer Defekt.
Gruß, Jörg

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Beitrag von Thomas » 04.04.2018, 10:10

Sobald die Schwimmerkammern voll sind, hört die Pumpe auf zu pumpen. Das setzt voraus: funktionierende Pumpe und intakte Schwimmernadelventile. Und das Benzinabsperrrelais heißt so, weil es nur durchschaltet, solange der Motor wirklich läuft. Einfach nur Zündung an bewirkt nichts, sobald ein Zündungsimpuls an der Spule anliegt, schaltet das Relais durch. Die Pumpe mal testen, indem die Leitung zu den Vergasern abgesperrt wird, mit entlüfteter Leitung incl. Filter sollte sich ein entsprechnder Druck aufbauen, der die Pumpe abschaltet.

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Beitrag von Anvil » 04.04.2018, 12:41

ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt.
Um die Pumpe zu testen habe ich das Relais abgeklemmt und im Stecker zur Pumpe direkt überbrückt und Zündung angeschaltet.
Die Pumpe fördert Benzin bis die Kammern voll sind und die Schwimmerventile schließen. Sie pumpt dann wesentlich langsamer, aber
immer weiter. Ich vermute in der Pumpe ist eine Dichtung nicht mehr so gut. Ich wollte jetzt wissen ob ich Pumpe trotzdem
noch benutzen kann. Die Fördermenge ist ok.

Gruß Jörg

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Beitrag von Thomas » 04.04.2018, 21:36

Verstehe. In dem Falle würde ich mir erst mal keine große Sorgen machen solange der Schwimmerstand bei der Aktion stimmt und auch korrekt bleibt. Normalerweise hat man nach so ner Revision immer noch etwas Luft irgendwo in der Zuleitung und/oder im Filter. Ist man ne zeitlang gefahren, sind die Lufteinschlüsse weitgehend beseitigt und auch die Pumpe pumpt nur noch sehr sporadisch.

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Beitrag von Anvil » 04.04.2018, 22:22

Ok, Danke. Das wollte ich hören :-))
Dann werde ich morgen die Pumpe einbauen, synchronisieren und erst mal ein paar Runden drehen.
Gruß Jörg

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Beitrag von Anvil » 05.04.2018, 17:13

So, jetzt läuft sie wieder.
Vergaser erst optisch synchronisiert, dann eingebaut und Zylinder 3 minimal nachgestellt.
Und dann sehe ich Sprit auf dem Ausgleichsbehälter von der Wasserkühlung. Der nagelneue Benzinfilter ist
an dem Metallring undicht. Das war vielleicht auch das Problem das beide Pumpen nicht aufgehört haben zu pumpen,
da sie vermutlich Luft mit angesaugt haben.
Jetzt dazu weshalb ich den Vergaser überhapt ausgebaut habe. Ich habe immer wieder bei meinen zwei 750er das Problem,
das die Vergaser irgendwann zu gehen. Vergaser ausgebaut, geöffnet und gelb grünliche Ablagerungen gesehen. Mein
HH hat mir mal gesagt das sie teilweise Probleme mit Ethanol haben. Ein Motorrad im Verkaufsraum, was ein Jahr gestanden hatte,
hatte im Tank festen Schaum wie man es vom Salzwasser kennt. Und ein Kunde mit einer Crossmaschiene mit Kunststofftank
der E10 tankte, bei dem das Benzin ausschwitzte, durch den Kunststoff.
Meine Vermutung bei der VFR ist jetzt, da die Vergaser eher senkrecht als waagerecht eingebaut sind, das die Düsenstöcke
und die Kanäle beim Ausschalten des Motors nicht schnell genug lehr laufen und so nur der Sprit verdunstet und das Ethanol
und Ethanoladitive übrig bleiben und sich absetzen. Ende letzten Jahres habe ich mich viel im Internet informiert. In Oldtimerforen
war offt die Rede von Obenöl und Kettensägenzweitackteröl als Zumischung. Dann kam ich auf Ethanolfreien Sprit. Die Firma Total
hat ein Super was garantiert frei von Ethanol ist. Das habe ich ende letzten Jahres zwei Mal getankt und siehe da der Vergaser
wurde wieder freier. Habt ihr änhliche Erfahrungen gemacht? Weil wenn ich im Internet schaue, sehe ich vile VFR Fahrer die jeden
Winter eine Vergaserreinigung machen lassen.

Gruß Jörg

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Beitrag von Thomas » 05.04.2018, 22:51

Sagen wir mal so: es gibt Leute, die haben auch mit E10 keine Vergaserprobleme. Das sind die, die normalerweise recht viel und regelmäßig unterwegs sind. Und ich hab Kunden, denen verschmutzen die Vergaser jedes Jahr wieder, weil sie zwischendurch den Hocker einfach nicht bewegen. Und dann gibts manchmal Rückstände in Tank (ich meine nicht Rost, damit wäre die Sache eh klar), die kriegste mit handelsüblichen Reinigern einfach nicht raus, da gibts dann die Radikalkur mit Tanksanierung, danach ist der innen wie neu und die Nummer ist gegessen. Wenigfahrern empfehl ich hierzulande dann ARAL Ultimate, das hat nen anderen Biospritanteil (also kein Ethanol) und auch reinigende Wirkung (Stichwort Keropur), Total gibts hier nicht.
Übrigens ist das ne bequeme Nummer, alles auf Ethanol zu schieben, dabei hat das 89er Fahrerhandbuch zur 24/II schon ne 10%ige Ethanol-Beimischung erlaubt ;) Also, wenn du ne Spritsorte gefunden hast, die dir dauerhaft hilft: Glückwunsch, weiter benutzen. Wenn das auch irgendwann die bekannten Probleme macht: Tank professionell sanieren lassen.

Thomas

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Beitrag von Anvil » 06.04.2018, 08:48

Ich schiebe das nicht grundsätzlich auf das Ethanol, ist nur eine Vermutung da der Vergaser immer einen Schimmer drin hatte.
Der Tank sieht innen übrigens aus wie neu. Die Freigabe von Honda bezieht sich meines Wissens auch nur auf die Gummi- und
Kunststoffteile die mit Ethanol in Verbindung kommen.
Na mal sehen, vielleicht bin ich ja mit dem Sprit das Problem los.

Benutzer 32114 gelöscht

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Beitrag von Benutzer 32114 gelöscht » 06.04.2018, 14:31

Ich häng mich hier mal rein, weil ich ebenfalls Benzinpumpenprobleme hatte. Aber schnell noch zum Ethanol da sehe ich kein grosses Problempotential für die RC24/2. Überlege mal, es sind BIS 10% Beimischung erlaubt, fraglich ist wieviel überhaupt drinn ist. Ethanol ist sehr sauber, bindet auch etwas Wasser. Kondenswasser wird damit weniger ein Problem. Problematisch wird es eher durch die höhere elektrische Leitfähigkeit. Hat man ein buntes Materialgemisch im Kraftstofftrakt, kann es schon eher mal zu elektrochemischen Zersetzungen von Material kommen.

Bei mir fliegt die Mitsubishi Pumpe jetzt raus. Ich hatte neue Kontake eingebaut, die waren nach nur 500 Km verbrannt, Nochmal neue Kontakte mit Diode und Kondensator erhöhten die Zuverlässigkeit nicht. Ich hab keine Ahnung woraus die Kontakte heute gemacht werden, Büchsenblech?

Darum jetzt der Umbau auf die Pierburg Pumpe. Dazu möchte ich kurz anmerken, Pierburg ist relativ zu nehmen. Ich hab die Pumpe originalverpackt mit Hologram darauf bekommen, darin befindet sich aber eine mit TI1 Automotive, Poland, Aufschrift.
Darauf hab ich mir das Pierburg Firmengefüge mal angeschaut. Gehört zu Rheinmetall Automotive, Aftermarket Geschäft wird von MS Motorservice International GmbH, betrieben. Wieviel Pierburg da noch drinn steckt, für mich sehr fraglich. Ich hab 55€ bezahlt, Noname hätte ich auch für die Hälfte bekommen. Muss jeder für sich entscheiden........

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MacJoerg
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Beitrag von MacJoerg » 06.04.2018, 16:38

Da irrst Du aber. Das Ethanol kann wohl Kondenswasser bilden. Aber im Benzinkreislauf ist keins.
Ethanol zieht aber Wasser regelrecht an. Und so kann es durch diverse Be- und Entlüftungen in den Benzinkreislauf gelangen.
Gruß, Jörg

Benutzer 32114 gelöscht

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Beitrag von Benutzer 32114 gelöscht » 07.04.2018, 15:53

Womit irre ich mich?
Stell mal einen halbleeren Tank vor dem Winter ab. Durch die Temperaturschwankungen kann sich aus der Luft im Tank sehr wohl Kondenswasser abscheiden, weswegen man ja den Tank auch möglichst voll abstellen sollte.
Wie Ethanol Wasser bilden sollte, verstehe ich aber nicht.

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Beitrag von Anvil » 07.04.2018, 23:05

Hallo,
ich wollte hier keinen Streit verursachen.
Mit der Aussage von McJoerg "Das Ethanol kann wohl Kondenswasser bilden" meinte er bestimmt "binden".

Gruß jörg

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Beitrag von MacJoerg » 08.04.2018, 12:15

Richtig. :D
Gruß, Jörg

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Beitrag von Vman » 09.04.2018, 09:30

Hallo Anvil,

danke für den Hinweis mit dem biozusatzfreien Sprit bei TOTAL. Hab´s auch grad nochmal auf der TOTAL-Seite nachgelesen. Ich war bislang der Meinung nur Shell V-Power und Aral Ultimate 102 wären gänzlich ohne Boianteile.
Für alle die es interessiert: Der ethanolfreie Sprit bei Total heißt "TOTAL EXCELLIUM Super Plus ".

Gruß, Vman

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Beitrag von Dutchy » 09.04.2018, 10:47

In Holland ist die BP 98 Ultimate bleifrei auch ohne ethanol