Kupplung rutscht....

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redzac
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Kupplung rutscht....

#1

Beitrag von redzac » Fr 7. Jun 2013, 14:14

Hallo,
bei meiner VFR RC24/II rutscht so ab 7.000 U/min die Kupplung.
Dies merkt man zwar nicht im 1. und 2. Gang. Aber ab dem 3. Gang ist das Rutschen deutlich spürbar.
Ich dachte mir, ich fang mal an mit dem Wechsel der Kupplungsflüssigkeit.
Aber... wenns das auch nicht war, dann:

Kupplungsfedern?

Kupplungslamellen?

Motoröl (fahr 10W40)?

Ach ja, das Motörchen hat knappe 60.000 km bisher gesummt.
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Thomas
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RE: Kupplung rutscht....

#2

Beitrag von Thomas » Fr 7. Jun 2013, 14:22

Einkaufsliste:
ein Satz neuer Reibscheiben, ne Kupplungsdeckeldichtung, neues Motoröl (welches ist erstmal nicht so wichtig, solange die MA oder MA2 erfüllt wird), etwas Bremsflüssigkeit.
Kupplungsfedern sind selten am Ende, normalerweise führen verglaste Beläge zum Rutschen.

Einmal nen Rundumschlag machen und die Kleine ist wieder fit.


Thomas
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redzac
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#3

Beitrag von redzac » Fr 7. Jun 2013, 14:49

Bei knapp 60.000 km neue Scheiben???

okay, dachte dass ne Kupplung so mindestens zwischen 80. - 100.000 km halten müsste.
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Moppedtouri
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#4

Beitrag von Moppedtouri » Sa 8. Jun 2013, 01:42

Original von redzac
Bei knapp 60.000 km neue Scheiben???
Na sicher dat!

Original von redzac
okay, dachte dass ne Kupplung so mindestens zwischen 80. - 100.000 km halten müsste.
Das kann schon mal vorkommen - nämlich wenn Du Dein Mopped über den gesamten Zeitraum immer zivil und schonend um die Kurve trägst, so wie ich meines augenblicklich bewege.
Grundsätzlich ist es mit den Kupplungsbelägen wie mit den Reifen - die persönliche Fahrweise macht den größten Unterschied aus in Punkto Verschleiß.
Ich hab' mal einen Satz Kupplungsbeläge nach weniger als 1000 km platt gehabt. Übrigens von Lucas. (Fast) Alles ist möglich . . .

Gruß vom Moppedtouri
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#5

Beitrag von kesrith » Sa 8. Jun 2013, 21:17

...ich hab' mit fast 148000km immer noch die original-Kupplung!
Und ich hab' die Mühle garantiert nicht geschoben... :D
0
Zuletzt geändert von kesrith am Sa 8. Jun 2013, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.

redzac
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#6

Beitrag von redzac » So 9. Jun 2013, 10:34

Ich werde zuerst mal die Bremsflüssigkeit tauschen....

Aber heute hat es mir den Gleichrichter zerschmort.
Schön wenn man auf breiter Prärie einfach nur so stehen bleibt....
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#7

Beitrag von Contrebandier » Di 11. Jun 2013, 09:58

Ich halte das mit der Bremsflüssigkeit für am vernünftigsten. Kostet nicht viel und kann durchaus 'was bringen, hab ich damals auch germacht. Hab bei der Gelegenheit allerdings festgestellt, dass der Kolben, der die Kupplungsstange betätigt, eine kaputte Dichtung hatte. Das Teil kostet aber nicht die Welt und der Wechsel ist bis auf das Entlüften schnell gemacht. Hab jetzt 93000km und keine Probleme und ich bin auch nicht unbedingt zimperlich.
@ Moppedturi: Wie man Reibscheiben binnen 1000km himmelt ist mir schleierhaft. Konsequent mit halbgezogener Kupplung gefahren? ?( Oder waren es die "orginal" Lucas für 3,95€? :blind:
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Zuletzt geändert von Contrebandier am Di 11. Jun 2013, 09:59, insgesamt 1-mal geändert.

redzac
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#8

Beitrag von redzac » Di 11. Jun 2013, 12:38

Bevor ich zum Umstand meiner Kupplung eine Aussage machen kann, muss ich erst noch auf den bestellten Gleichrichter warten.
Hab gestern mein Motorrädchen mit voll geladener Batterie abgeholt und gebammelt und gezittert dass ich die 35 km nach Hause komme.
Aber wir haben es geschafft.

Morgen wird dann wohl der Gleichrichter eintrudeln.
Somit ist abends Bastlerstunde angesagt.
Erst den Gleichrichter einbauen und dann durchmessen....
danach die Kupplungsflüssigkeit wechseln.

Meine GSX 1100 F hat 69.000 km auf dem Buckel.
Aber auch immer noch mit der ersten Kupplung.

Bei einem Fahrzeug mit Anhängerbetrieb kann ich es mir ja vorstellen dass man einen erhöhten Verschleiss hat.
Aber bei diesem Mopped mit 100 PS?????
Ne, ich glaub noch nicht dass die Lamellen oder Federn hinüber sind.
Aber erst mal abwarten und Bier trinken!
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#9

Beitrag von Moppedtouri » Di 11. Jun 2013, 18:51

Original von Contrebandier
@ Moppedturi: Wie man Reibscheiben binnen 1000km himmelt ist mir schleierhaft. Konsequent mit halbgezogener Kupplung gefahren? ?( Oder waren es die "orginal" Lucas für 3,95€? :blind:
Weder noch.
Ich hielt es für eine gute Idee, um die Ecke von meinem Reifenhändler meinen alten Schlappen mittels Burnout den Rest zu geben.
Es blieb bei genau 4 Versuchen, bei denen es mir zum Einen nicht gelang, den Hinterradreifen zum Durchdrehen zu bewegen, und zum Anderen danach die Kupplung rutschte.
Der anschließende Ausbau und eine Messung bestätigten: Nach diesen 4 Versuchen waren die Beläge an der Verschleißgrenze angelangt. Ich glaube, ich habe seitdem keinen Burnout mehr gemacht . . .

Gruß vom Moppedtouri
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#10

Beitrag von redzac » Mi 12. Jun 2013, 08:16

Original von Moppedtouri
Original von Contrebandier
@ Moppedturi: Wie man Reibscheiben binnen 1000km himmelt ist mir schleierhaft. Konsequent mit halbgezogener Kupplung gefahren? ?( Oder waren es die "orginal" Lucas für 3,95€? :blind:
Weder noch.
Ich hielt es für eine gute Idee, um die Ecke von meinem Reifenhändler meinen alten Schlappen mittels Burnout den Rest zu geben.
Es blieb bei genau 4 Versuchen, bei denen es mir zum Einen nicht gelang, den Hinterradreifen zum Durchdrehen zu bewegen, und zum Anderen danach die Kupplung rutschte.
Der anschließende Ausbau und eine Messung bestätigten: Nach diesen 4 Versuchen waren die Beläge an der Verschleißgrenze angelangt. Ich glaube, ich habe seitdem keinen Burnout mehr gemacht . . .

Gruß vom Moppedtouri

Eine VFR quält man in dieser Art nicht... das ist meine Einstellung.
Spaß am Fahren ja. Aber sowas - naja - verachte ich persönlich.
Einen Burnout.... tztztztztzt
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Zuletzt geändert von redzac am Mi 12. Jun 2013, 08:17, insgesamt 1-mal geändert.
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#11

Beitrag von redzac » Mi 12. Jun 2013, 08:21

Nachdem ich gestern die Kabel der Lima wieder gelötet habe gehts nun weiter.
Hab schon mal vorsorglich die Schrauben des Kupplungsbehälters mit Rostlöser eingesprüht und heute abend wird die Flüssigkeit gewechselt.
Mal sehen welche Pampe im Behälter ist....
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#12

Beitrag von Moppedtouri » Mi 12. Jun 2013, 15:40

Original von redzac
Eine VFR quält man in dieser Art nicht... das ist meine Einstellung.
Spaß am Fahren ja. Aber sowas - naja - verachte ich persönlich.
Einen Burnout.... tztztztztzt
Ja, schön Herr Lehrer.
Es war bloß keine VFR. Nicht mal 'ne Honda.
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RC24 FIGHTER
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#13

Beitrag von RC24 FIGHTER » Mi 12. Jun 2013, 16:43

Original von redzac
Eine VFR quält man in dieser Art nicht... das ist meine Einstellung.
Spaß am Fahren ja. Aber sowas - naja - verachte ich persönlich.
Einen Burnout.... tztztztztzt

auch mit ner VFR geht das :top2:

Bild

und macht noch spaß dazu :D

und ne qual ist das nicht mehr als für jeden anderen motor auch
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NO FIGHT - NO GLORY!!!

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#14

Beitrag von redzac » Mi 12. Jun 2013, 21:32

So, hab nun die Kupplungsflüssigkeit gewechselt.
Es war eine arge Pampe.
Auch die Kupplungsstanke war ziemlich unschön. Sie hatte Ablagerungen.
Das Entlüften ist schon eine Geduldsprobe.

Für eventuelle Nachahmer:
Zuerst hatte ich die Schrauben, da wo die Kupplungsflüssigkeit reinkommt, mit Rostlöser eingesprüht und über Nacht wirken lassen.
Bei mir waren es dann zwei Torx-Schrauben. Habe die Torx-Nuss leicht mit dem Hammer in die Schrauben getrieben und dann mit sanfter Kraft geöffnet.
Deckel ab und Plastikdichtung raus.
Dann am Nehmerzylinder unten am Motor die Schraube wo der Schlauch befestigt ist, gelöst und darunter ein Gefäß gestellt. Dann kommt die alte Kupplungsflüssigkeit auch schon raus.
Als der Behälter oben am Griff leer war hab ich den Behälter gut gereinigt (Bremsenreiniger und flussenfreies Tuch).
Unten die Schraube wieder schließen.
Dann auf die Entlüftungsschraube einen durchsichtige Schlauch gesteckt und diesen in einen Behälter mit Bremsflüssigkeit gehängt.
Oben Bremsflüssigkeit nachgefüllt. Dann Entlüftungsschraube ganz leicht geöffnet und am Kupplungshebel gepumpt. Irgendwann kommt dann zwar keine Luft mehr aber es gibt keinen Druckpunkt.
Habe dann den Nehmerzylinder abgebaut. Oben eine lange Schraube, links eine etwas kürzere Schraube und unten rechts eine kurze Schraube.
Mittels einer Schraubzwinge dann den Zylinder zurückgedrückt und fixiert. Dann wieder gepumpt. Schraubenzwinge dann immer ein Stück gelockert und wieder gepumpt bis ein gewisser Druck vorhanden war.
Inzwischen die Kupplungsstange rausgezogen und mit 600er Schleifpapier bearbeitet und wieder eingefügt.
Dann den Deckel des Kupplungsbehälters samt Dichtung wieder aufgesetzt.
Mit der Schraubzwinge nochmals den Zylinder zurückgedrückt und dann den Nehmerzylinder wieder angeschraubt.
Ein paar mal mit dem Kupplungshebel pumpen und schon war ein konstanter Druck vorhanden.
Motor angelassen, Kupplung gezogen und Gang eingelegt.
Und siehe da - ganz wunderbar!!! :blind:
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Zuletzt geändert von redzac am Mi 12. Jun 2013, 21:34, insgesamt 1-mal geändert.
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