Bremsleistung

VFR 750 F RC24/1 Bj 1986-1987
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Caly
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Bremsleistung

#1

Beitrag von Caly » Fr 4. Nov 2011, 20:22

Hallo Zusammen,

ich hab mir vor kurzen eine alte RC 24 zugelegt. Hab aber jetzt ein Problem mit der Bremse.
Die Vorderradbremse funktioniert nicht so wie sie soll, kann den Bremshebel durchdrücken ohne dass eine vernünftige Verzögerung stattfindet. Die Bremsen habe ich bereits entlüftet und auf anraten eines Freundes die Bremsbeläge gewechselt. Dies hat allerdings nichts gebracht!
Kann mir nicht vorstellen dass dies an den Bremsleitungen liegt, dazu ist meine Bremsleistung zu schlecht.

Danke für eure Tipps……
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Harri
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RE: Bremsleistung

#2

Beitrag von Harri » Fr 4. Nov 2011, 21:40

Wenn Du wirklich alles entlüftet hast und neue Beläge hast bleibt nur noch die Frage:
Sind die Bremskolben wirklich alle gängig? Da würde ich als nächstes schauen.

Stahlflex Bremsleitungen sind sicher auch schön, aber wenn sie sich überhaupt bemerkbar machen, dann mit einem vielleicht etwas eindeutigeren Bremspunkt, aber nicht durch entscheidend bessere Bremsleistung.

Die Erfolge, die immer wieder berichtet werden, sind sicher darin begründet, daß die meisten ihre Stahlflexleitungen, erst dann dranbauen, wenn die Bremse einen Wartungsstau hat und dann neben neuen Bremsleitungen, alles halt machen. Nach meinen Erfahrungen wird eine wirklich gewartete Bremse (die in Ordnung ist) alleine durch Bremsleitungswechsel bzgl der Bremsleistung nicht besser.
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MarkusT
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#3

Beitrag von MarkusT » Sa 5. Nov 2011, 11:37

Harri hat ja schon erwähnt das es wichtig ist, das die Bremskolben freigängig sind. Mal danach schauen und sauber machen, es kann gut sein das die Gummi´s am Ende sind und die Bremszange überholt werden muss. Dazu am besten mal die Forensuche bemühen da wurde schon einges dazu geschrieben.

Wenn du schon dabei bist, läuft der Schwimmsattel sauber in seiner Führung, das ist das größte Problem der lausigen RC24I Bremse und bringt bei penibler Wartung einiges.
Also am besten die Sättel und die hilfskonstruktion abnehmen, alles sauber machen und schauen ob dann leicht läuft. Wenn die Grundfreigängigkeit gewährleistet ist die Bolzen des Schwimmsattels mit SILIKON fett einschmieren dann sollte das funktionieren. Ich schau bei jedem Reifenwechsel danach.

Grundsätzlich muss aber beachtet werden das die Konstruktion 25 Jahre alt ist und je nach dem was du vorher hattest, kann die Bremse der Rc24 schon eine Enttäuschung sein, geht mir jedesmal so wenn ich von meiner VTEC oder der GSXR wechsel. Verglichen mit anderen Bremsen dieser Baujahre kann sie mithalten, aber schon die Nachfolgegeneration (Rc24II ab Bj 88) ist deutlich besser.
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#4

Beitrag von Caly » Sa 5. Nov 2011, 12:38

Hallo Markus, Harri,
danke für eure Antwort, werde mal die Bremskolben gründlich reinigen.
Dass ich in Bezug auf Bremsen verwöhnt bin möchte ich nicht abstreiten. Fahre sonst eine BMW R1200GS und eine Kawa Versys.
Meine VFR ist Bj. 89 könnte also auch die Rc24II sein!
Grüße
Franz
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#5

Beitrag von JuergenFre » Sa 5. Nov 2011, 13:08

Original von MarkusT ...
Grundsätzlich muss aber beachtet werden das die Konstruktion 25 Jahre alt ist und je nach dem was du vorher hattest, kann die Bremse der Rc24 schon eine Enttäuschung sein, geht mir jedesmal so wenn ich von meiner VTEC oder der GSXR wechsel. Verglichen mit anderen Bremsen dieser Baujahre kann sie mithalten, aber schon die Nachfolgegeneration (Rc24II ab Bj 88) ist deutlich besser.

Ich bin immer wieder erstaunt über diese Bremsdiskussionen. Okay, ich habe nicht den Vergleich mit modernen Bikes. Aber mir genügt meine RC24-I Bremse (in Ordnung und vor längerer Zeit mal auf Stahlflex umgerüstet) vollauf. Im normalen Verkehr betätige ich die wirklich mit 2 Fingern, wenn es noch giftiger abginge, hätte ich Angst vor versehentlichem Überbremsen!

Grüße, Jürgenn
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#6

Beitrag von Harri » Sa 5. Nov 2011, 15:10

Original von Caly
Meine VFR ist Bj. 89 könnte also auch die Rc24II sein!
läßt sich einfach erkennen
24/2 hat vorne und hinten 17 Zoll Felgen

feste Schwimmsattelführung ist auch eine der wahrscheinlicheren Ursachen vor allem dann wenn kein Druckpunkt spürbar ist. Schaumal ob beim Bremsen mehrmals ziehen die Scheibe sich "verbiegt."

Andere Frage noch: waren die alten Beläge in der Dicke gleichmäßig oder sehr unterschiedlich .
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#7

Beitrag von Caly » Sa 5. Nov 2011, 16:39

Ja dann habe ich eine Rc24II, und das ist gut so!

Die Bremsbeläge wahren ziemlich gleichmäßig abgefahren, was mich erstaunt hat die neuen hatten nur geringfügig mehr Belag (Ca 2mm). Kenne das anders von meiner BMW……da haben die neue Beläge fast 5mm.
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#8

Beitrag von Caly » So 6. Nov 2011, 12:47

Mir ist da noch was eingefallen, da die Bremsbeläge ja so wenig Belag haben wäre es doch möglich das hinter den Belägen noch ein Blech ist, damit die Kolben sie besser an die Scheibe Drücken können. Könnte mir vorstellen das deshalb bei mir keine Bremsleitung vorhanden ist. Bei mir ist da aber kein Blech! Gehört da ein Blech rein?

Viele Grüße
Caly
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#9

Beitrag von RC24 FIGHTER » So 6. Nov 2011, 13:08

also bei der I ist da jedenfalls kein Blech.Nur die "Deckel" auf den Kolben.Denke nicht das bei der II eins hingehört
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#10

Beitrag von MarkusT » Di 8. Nov 2011, 09:07

Was hast du für Bremsbeläge drauf gemacht? Marke und Typ. Vor 10 Jahren hatte ich mal Saitobeläge gekauft, die waren wirklich grottig schlecht, die sind nach 2tkm wieder rausgeflogen. Bremskraft hoch, Verzögerung schlecht.

@Jürgen

die Rc24I Bremse funktioniert im Alltag ganz gut, aber neuere Bremsen sind einfach viel viel besser. Man benötigt weniger Kraft, sie überhitzen nicht so schnell und verzögern tun sie auch noch besser.
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#11

Beitrag von vrfler » Di 8. Nov 2011, 10:55

Also da du schreibst, dass du trotz Entlüften den Bremshebel bis an den Lenker drandrücken kannst, würde ich auf überalterte Bremsleitungen tippen.
Diese werden weich, quellen auf und du verlierst Volumen durch die Dehnung im Schlauch. Sind es noch die ersten Bremsschläuche?

Wie Harri schon erwähnt hat, sind Stahlflexschläuche im Vergleich mit anderen, neuen "Standard"-Bremsschläuche nicht wirklich besser, da aber Stahlflexschläuche nicht wirklich teurer sind als Original-Bremsschläuche wird meist Stahlflex verbaut. ZUdem sind Stahlflexschläuche länger haltbar.
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#12

Beitrag von Moppedtouri » Di 8. Nov 2011, 12:27

Original von vrfler
Wie Harri schon erwähnt hat, sind Stahlflexschläuche im Vergleich mit anderen, neuen "Standard"-Bremsschläuche nicht wirklich besser, da aber Stahlflexschläuche nicht wirklich teurer sind als Original-Bremsschläuche wird meist Stahlflex verbaut. ZUdem sind Stahlflexschläuche länger haltbar.
Also alleine schon weil Stahlflexleitungen erheblich länger haltbar sind (wenn sie nicht rosten wohl ewig) sind sie schon besser. Dazu kommt, dass sie einen knackigeren Druckpunkt haben, selbst gegenüber nagelneuen Serienbremsleitungen.

Aber zum Thema: Ich hab nicht gelesen dass Caly den Bremshebel bis zum Lenker ziehen kann, nur dass er sich ueber schlechte Bremsleistung beklagt. Da entlueftet wurde koennen es ja eigentlich nur noch zugesetzte Bremskolben sein. Es gab im Zubehoer mal Bremssatteldichtungssaetze - schau doch mal, ob Du so was findest, z.B. bei Louise . . .
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#13

Beitrag von Harri » Di 8. Nov 2011, 15:35

Original von Moppedtouri
Also alleine schon weil Stahlflexleitungen erheblich länger haltbar sind (wenn sie nicht rosten wohl ewig) sind sie schon besser. Dazu kommt, dass sie einen knackigeren Druckpunkt haben, selbst gegenüber nagelneuen Serienbremsleitungen.
Kann ich so nicht nachvollziehen und ich achte da immer wieder mal darauf, wenn ich Bremsleitungen bei vorher schon einwandfreien und gewarteten Bremsanlagen, wechsle. Übrigens auch bei meiner RC24/2 habe ich nach Wechsel der BL keine Änderung des Druckpunktes festgestellt. Ich gehe eher davon aus, daß der zwangsläufige Wechsel der in der Regel älteren Bremsflüssigkeit mit dem dazugehörigen frischen Entlüften meist schon Grund genug ist, daß, wenn überhaupt, eine Verbesserung zu spüren ist.

Ich fahre als Ausnahme bei einem noch kpl originalen Fahrzeug aus 1985 noch problemlos die Originalleitung. Die Kiste hat sehr, sehr wenig Kilometer runter und wird auch kpl Original (incl Bremsleitungen und Erstbereifung mit wahrscheinlich großem Anteil japanischer Luft in den Reifen) bleiben. Wahrscheinlich hat das Ding nur unwesentlich weniger Benzin verbraucht, als bei dem routinemäßig durchgeführten jährlichen Wechsel an Bremsflüssigkeit abgepumpt wurde.
Selbst da verspüre ich, bei den 2 jährlichen Fahrten zum Tüv, keinen Unterschied des Druckpunktes im Vergleich zu anderen Fahrzeugen gleichen Typs mit Stahlflex.

Ich wechsle die Bremsleitungen bei fast allen meijner Mopeds ehrlich gesagt einfach nur deshalb, weil es meiner Meinung nach heute "state of the art" ist, keinen großen Zeitaufwand bedeutet und nur ein Eiergeld kostet, wenn man eh die Bremsflüssigkeit neu macht.
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Zuletzt geändert von Harri am Di 8. Nov 2011, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
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#14

Beitrag von hermann2124 » Di 8. Nov 2011, 16:56

Was meiner Meinung nach viel wichtiger ist, als die leidige Stahlflex-Diskussion,
ist die Überprüfung des Geberzylinders und der Bremszangen.
Einen Satz neuer Dichtungen wirkt Wunder bezüglich Druckpunkt und Bremsleistung.
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#15

Beitrag von Moppedtouri » Di 8. Nov 2011, 18:38

Original von hermann2124
Was meiner Meinung nach viel wichtiger ist, als die leidige Stahlflex-Diskussion,
ist die Überprüfung des Geberzylinders und der Bremszangen.
Einen Satz neuer Dichtungen wirkt Wunder bezüglich Druckpunkt und Bremsleistung.
Dem kann ich nur beipflichten. Eigentlich wollte ich die Diskussion auch nicht in die Richtung Was ist besser - Stahlflex oder Original? lenken. Es sollte eher eine Randbemerkung sein. Aber in der Kürze meiner Mittagspause ist es mir wohl nicht gelungen, die Bedeutung einer gründlichen Reinigung der Bremszangen deutlich zu machen. In bin mir nicht sicher, ob es eine Honda-Krankheit ist, oder ob es anderen Japanern ähnlich geht. Auf jeden Fall habe ich bei meinen früheren Honda's (CB900F, RC24/2, Güllepumpe) meist irgendwann die Bremssättel demontieren und zerlegen müssen, um der zunehmenden Schwergängigkeit entgegen zu wirken und dauerhaft Abhilfe zu schaffen. Dabei habe ich immer wieder festgestellt, dass sich im Bereich der Dichtungen ein weißlich-graues Schmoddergemisch gesammelt hat. Nachdem ich die Dichtungen aus den Zangen ausgebaut, den offensichtlichen Schmodder gründlich entfernt und Oxidationsrückstände an den Bremskolben äußerst vorsichtig mit feinem Schmirgelleinen entfernt hatte kam der schwierigste Teil: Den Siff aus den Rillen der Bremszangen entfernen. Hierfür empfiehlt sich eine Messingbürste. Rückblickend hätte es bestimmt Sinn gemacht, die Bremszangen über Nacht z.B. in Petroleum einzulegen.

Dazu muss ich sagen dass ich die Winter immer durch gefahren bin und das Salz bestimmt einen nicht unerheblichen Anteil am Festgehen der Bremskolben hatte.
Aber auch ohne Winterfahrten bei Streusalz können die Bremszangen im Laufe der Jahre fest gehen.

Ach ja, eine kurze Prüfung hat ergeben, dass Tante Luise die Bremssatteldichtungssätze nicht mehr vertreibt. Aber - wer suchet der findet, und wer weiter sucht findet bestimmt auch noch mehr ;)
Vielleicht könnte der Link dennoch hilfreich sein!?
Wie auch immer, viel Erfolg bei dieser nicht übermäßig schwierigen, aber zeitaufwändigen Aufgabe.

Gruß vom Moppedtouri
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