Gabelfederlänge RC24/II, Frage Bremssattelspiel

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SteWo
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Gabelfederlänge RC24/II, Frage Bremssattelspiel

#1

Beitrag von SteWo » Sa 10. Apr 2010, 10:06

Hallo und guten Tag!

ichbin seit 2 Wochen stolzer Besitzer einer RC24-II, die eigentlich nur Lückenbüsser sein sollte, mich aber schon nach wenigen km sehr überzeugt hat.
Nun habe ich eine Inspektion durchgeführt und sämtliche Flüssigkeiten gewechselt.

Das eigentliche Problem stellt aber die Gabel in meinen Augen da, die geht bei forscher Fahrweise bei meinen 90kg doch gerne mal auf Block und eine echte Wirkung des Anti-Dive kann ich auch nicht so recht feststellen.
Im ersten Versuch habe ich das Gabelöl gewechselt und nach Vorschrift (513/523ccm) befüllt, da eindeutig zu wenig drin war. Luftpolster wie auch vor Einbau Umgebungsdruck. Keine Besserung trotz kleinerem Luftpolsters. Habe nun ca. 0,4bar (mit MTB-Federbeinpumpe, aber im unteren Bereich doch recht unpräzise, was verwendet Ihr für Pumpen, da eine gewöhnliche beim entfernen doch wieder einiges abblasen lassen kann?) auf beiden Seiten, eine Probefahrt steht noch aus, aber eine Trockenprobe sah jetzt nicht sooo vielversprechend aus.

Die Maschine hat 60Tkm gelaufen und die Einbaulänge der Gabelfedern vorne beträgt links wie rechts 408mm.
Weiss jemand die Verschleissgrenze der Gabelfedern der RC24-II?

Hat jemand den Nachtrag des Werkstatthandbuches der RC24-II?
Habe bereits das der RC24, aber gerade bei der Gabel kann man da ja schon auf die Schnauze fallen, wie wohl auch mein Vorgänger (Gabelölmenge ca. 310ccm, also wie im WHB der RC24-I)

Klar, wurde über das Anti-Dive schon so einiges an Worten verloren und voll des Lobes waren die wenigsten...Aaaber: gibt es ein paar echte Messwerte oder eine Überprüfungsvorschrift für das Anti-Dive?

Bremsen:
Ferner habe ich festgestellt, dass sämtliche Bremssättel ein wenig Kippspiel haben. Das axiales Spiel vorhanden sein muss ist bei Schwimmsätteln klar, aber was ist beim kippen/radial erlaubt, was ist Verschleiss? Möchte auch nicht unnötig festgegammelte Bolzen lösen, um sie unnötig zu verrunden und dann festzustellen, dass sie eigentlich noch in Ordnung waren...

Gruss und noch einen schönen Samstag!

Steffen
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Thomas
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RE: Gabelfederlänge RC24/II, Frage Bremssattelspiel

#2

Beitrag von Thomas » Sa 10. Apr 2010, 10:34

Wie willstes haben? Einfach oder kompluiziert? ;)

Ich mach mal die einfache Variante: Neue Federn (Wilbers/WP etc) mit dem dazugehörigen Öl bringen dich weiter nach vorn als alle Experimente mit dem Original-Zeugs.

Das Anti-Dive ist letztlich nur ne verhärtete Druckstufe beim Bremsen. Meines ist seit Jahren deaktiviert (hab aber auch ne stärker veränderte Gabel drin). Wenn Federn und Dämpfung vernünftig arbeiten, brauchts dieses Zeugs nicht.

Wenn die Bremssättel ein wenig kippeln, ist das in Ordnung. Wenn diese (betagten) Sättel mal nicht mehr kippeln, sitzen die Kolben fest und müssen überolt werden. Wenn du ohne grossen Kraftaufwand die Sättel etwas bewegen kannst, löst die Bremse schon mal.


Thomas
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#3

Beitrag von SteWo » So 11. Apr 2010, 13:04

Hallo Thomas, vielen dank für die Antwort.

Menno, habe mir doch eeiiigentlich geschworen ausser Betriebsstoffen nix in Madame zu investieren...sollte ja nuuuur ein Lückenbüsser sein (wie auch die XL350R, die statt einer Saison nun schon 5Jahre bei mir verweilt und in die dann auch ein bisschen Geld geflossen ist. Ich bin einfach zu inkonsequent... :-) ).

Aber gut, ich habe auch schon festgestellt, dass es das Mädel wert sein könnte/sollte. Rund 75 Euro für die Wilbers sind auch absolut vertretbar.
Trotzdem: weiss jmd etwas von der Verschleissgrenze? Würde gerne einfach mal ein Gespür dafür bekommen wollen, wie stark so etwas altern kann.

Wie hast du das Anti-Dive deaktiviert? Die Feder durch eine Hülse ersetzt? Selbst gedreht? Würde ein ganz fleissiger TÜVtler das bemängeln können?

Was hast noch alles an der Gabel verändert?
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Autobahnracer
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RE: Gabelfederlänge RC24/II, Frage Bremssattelspiel

#4

Beitrag von Autobahnracer » So 11. Apr 2010, 14:57

Original von SteWo
Hallo und guten Tag!



QUOTE] Habe nun ca. 0,4bar (mit MTB-Federbeinpumpe, aber im unteren Bereich doch recht unpräzise, was verwendet Ihr für Pumpen, da eine gewöhnliche beim entfernen doch wieder einiges abblasen lassen kann?) auf beiden Seiten, eine Probefahrt steht noch aus, aber eine Trockenprobe sah jetzt nicht sooo vielversprechend aus.
Die Maschine hat 60Tkm gelaufen und die Einbaulänge der Gabelfedern vorne beträgt links wie rechts 408mm.
Weiss jemand die Verschleissgrenze der Gabelfedern der RC24-II?



Klar, wurde über das Anti-Dive schon so einiges an Worten verloren und voll des Lobes waren die wenigsten...Aaaber: gibt es ein paar echte Messwerte oder eine Überprüfungsvorschrift für das Anti-Dive?


Steffen
Also die Luft würde ich mal Weglassen, geht auf die Lebensdauer der Gabeldichtringe.

Über die Suche müßtest du auch hier im Forum etwas über das Anti dive und die Verschleißgrenze finden.
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RE: Gabelfederlänge RC24/II, Frage Bremssattelspiel

#5

Beitrag von costa 2608 » So 11. Apr 2010, 15:07

[quote]Original von SteWo
Im ersten Versuch habe ich das Gabelöl gewechselt und nach Vorschrift (513/523ccm) befüllt, da eindeutig zu wenig drin war. Luftpolster wie auch vor Einbau Umgebungsdruck. Keine Besserung trotz kleinerem Luftpolsters. Habe nun ca. 0,4bar (mit MTB-Federbeinpumpe, aber im unteren Bereich doch recht unpräzise, was verwendet Ihr für Pumpen, da eine gewöhnliche beim entfernen doch wieder einiges abblasen lassen kann?) auf beiden Seiten, eine Probefahrt steht noch aus, aber eine Trockenprobe sah jetzt nicht sooo vielversprechend aus.

Die Maschine hat 60Tkm gelaufen und die Einbaulänge der Gabelfedern vorne beträgt links wie rechts 408mm.
Weiss jemand die Verschleissgrenze der Gabelfedern der RC24-II?

Hat jemand den Nachtrag des Werkstatthandbuches der RC24-II?
Habe bereits das der RC24, aber gerade bei der Gabel kann man da ja schon auf die Schnauze fallen, wie wohl auch mein Vorgänger (Gabelölmenge ca. 310ccm, also wie im WHB der RC24-I)/quote]


Hi Steffen

Wie du schreibst hast du ein WHB von der 24/1, das habe ich auch noch von meiner 24er aber da stehen bei mir ganz andere Angaben drin.?(
So ist zB. die Gabelölfüllmenge ist bei mir mit Rechts 358ccm und Links mit 370ccm angegeben,demnach hast du mit deinen 513 bzw. 523cmm viel zuviel Öl drin da kann das auch nix mit Ferderung werden.
Der Sollwert der ungespannten Gabelfeder ist 372,4mm und die Verschleißgrenze bei 365,0mm, da kommen mir deine 408mm recht spanisch vor.8o

Ob jetzt einige Werte von der 24/1 zur 24/2 abweichen weiß ich jetzt nicht so genau, da ich an der Gabel nichts selbst gemacht habe,sondern den HH ran gelassen habe.

Aber zumindest sollten die Werte eines WHB´s der 24/1 übereinstimmen,da ist eins von unseren WHB´s nicht ganz so korrekt.

:winken1:
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Zuletzt geändert von costa 2608 am So 11. Apr 2010, 15:10, insgesamt 2-mal geändert.
;) manchmal ist ein Tritt in den Hintern auch ein Schritt nach vorne ;) VFR OC Mitglied 2284 Beiträge als Moderator sind explizit als solche gekennzeichnet.

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#6

Beitrag von kallisebbel » So 11. Apr 2010, 15:39

Hallo,

ich weiß nichgt wie es bei der 24/2 aussieht, jedoch bei meiner waren ursprünglich relativ kurze Federn mit Plastikverlängerung verbaut.
Ausgetauscht habe ich sie durch Wilbers welche ohne die Plastikkacke auskommen, da wesentlich länger.
Das bei der 24/2 mehr Öl reinkommt erscheint logisch da höherer durchmesser. In meinem WHB waren auch Werte für die 2er reingeschrieben welche über 500 lagen, genau kann ichs net sagen da ich das whb gerade nicht zur hand habe.

MfG
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#7

Beitrag von V4-Sepp » So 11. Apr 2010, 16:18

Gabelfederlänge neu 409,7 mm, Verschleissmass 401,5 (wird nach etwa 3.000.000 km erreicht).

Füllstand 120 mm, die angegebenen Füllmengen (513 rechts, 523 links) kann man getrost vergessen, Kriterium ist immer der Füllstand.

Dass bei der 2 mehr Öl reinpasst, ist aufgrund von grösserem Standrohrdurchmesser logisch.

Vom Aufpumpen der Gabel ist generell abzuraten, weil es ausser undichten Simmerringen nichts bringt
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Du bist nicht schöner als ich, du brauchst nur länger, dich zu schminken!

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#8

Beitrag von Skull 37er » So 11. Apr 2010, 18:48

Also ich habe definitiv das WHB der RC24I und dort sind folgende Werte vermerkt:

Ungespannte Länge der Gabelfeder = 365,0 mm
Gabelölfüllmenge = rechts 358 links 370
Teleskopgabel Ölstand = 153

Gruß Guido
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[CENTER]!!! ICH WOLLTE NOCH NIE SO SEIN WIE ANDERE MICH HABEN WOLLEN !!![/CENTER]
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[CENTER]!!! Fehlende Leistung wird durch Wahnsinn kompensiert !!![/CENTER]

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#9

Beitrag von SteWo » So 11. Apr 2010, 19:00

Hola!

@Costa: wie V4-Sepp schon schrieb: genau da unterscheiden sich I und II, wäre auch beinahe drauf reingefallen, da ich nur das Ier WHB habe.
Habe dann aber ein Honda-Datenblatt mit ein paar Inspektionswerten gefunden, wo unter anderem auch die Füllmengen für die IIer drauf standen.

@Seppl: Vielen Dank! Na, dann habe ich ja noch so knapp 1000Jahre Zeit, dass sollte dann ja reichen. Mensch, watn tolles Möppi. Ob das unsere Nachfahren überhaupt noch zu schätzen wissen? Aber in 1000 Jahren ist das eh alles Teufelszeugs und in spätestens 20 Jahren dürfen eh alle Vergaserfahrer öffentlich erschossen werden...

Füllstand hat mit dem Wert ganz gut hingehauen. Unsicherer fand ich die Messung mit Zollstock...äääh Gliedermassstab.

Weiterer Nachteil beim Aufpumpen ist natürlich auch das schlechtere Ansprechverhalten/höheres Losbrechmoment... Wollte aber wenigstens mal probieren, wie weit sich da etwas beeinflussen lässt.
Aber hilft wohl nüscht, Wilbers muss bei.
Ein Versuch wäre höchstens noch eine höhere Vorspannung durch längere Hülsen, aber ohne Anhaltswerte wild drauf los experimentieren... dat is au nix.


Gruss,

Steffen
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#10

Beitrag von Thomas » So 11. Apr 2010, 19:03

Original von SteWo

Wie hast du das Anti-Dive deaktiviert? Die Feder durch eine Hülse ersetzt? Selbst gedreht? Würde ein ganz fleissiger TÜVtler das bemängeln können?

Was hast noch alles an der Gabel verändert?

Das Anti-Dive wird man los, indem man am Dämpferkolben des linken Gabelbeins den Mechanismus aus zwei Scheiben mit Feder einfach weglässt. Dafür muss die Gabel aber auseinander.
Meine Gabel hat das wie gesagt nicht mehr. Um so etwas wie eine Druckstufendämpfung zu erhalten, habe ich sogenannte Emulatoren (von Racetech) verbaut. Das ist ein Alu-Teilchen mit einstellbarem federbelastetem Shim zur Druckstufendämpfung, eingebaut zwischen Dämpferkolben und Feder. Dazu momentan lineare Federn mit 9,5N/mm, mit sehr wenig Vorspannung, dazu Silkolene 10er Öl mit etwa 150mm Ölstand.


Thomas
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#11

Beitrag von V4-Sepp » So 11. Apr 2010, 21:58

Original von SteWo

Ein Versuch wäre höchstens noch eine höhere Vorspannung durch längere Hülsen, aber ohne Anhaltswerte wild drauf los experimentieren... dat is au nix
Lass das bitte bleiben. Wenn du dich draufsetzt sollte die Gute vorne etwa 25 mm einfedern. Wenn du die Vorspannung erhöhst, trampelt das Vorderrad, das eh schon zu wenig gedämpft ist, wild vor sich hin. Gabelfedern mit der von Thomas angegebenen Federrate und entsprechendes Öl sollten das Fahrverhalten merklich verbessern.
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Du bist nicht schöner als ich, du brauchst nur länger, dich zu schminken!

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#12

Beitrag von pold9000 » Mo 29. Apr 2013, 22:38

Original von V4-Sepp
Gabelfederlänge neu 409,7 mm, Verschleissmass 401,5 (wird nach etwa 3.000.000 km erreicht).

Füllstand 120 mm, die angegebenen Füllmengen (513 rechts, 523 links) kann man getrost vergessen, Kriterium ist immer der Füllstand.



Dass bei der 2 mehr Öl reinpasst, ist aufgrund von grösserem Standrohrdurchmesser logisch.

Vom Aufpumpen der Gabel ist generell abzuraten, weil es ausser undichten Simmerringen nichts bringt

@sepp: der Füllstand ist aber ohne installierte Federn?

danke war schwierig die werte zu erhalten - lg
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Zuletzt geändert von pold9000 am Mo 29. Apr 2013, 22:39, insgesamt 2-mal geändert.

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