Kopfdichtung defekt?

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asto38
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Kopfdichtung defekt?

#1

Beitrag von asto38 » Sa 10. Mai 2008, 22:58

Hallo zusammen,
mal eine Frage an alle die sich auskennen:
Auf der letzten Ausfahrt bemerkte ich, daß meine VFR (RC24/2-EZ 89-65000km) plotzlich nicht mehr richtig Gas annahm.
Daraufhin habe ich Zuhause mal nachgeschaut und als erstes die Flüssigkeitsstände kontrolliert. Kühlerwasser im Ausgleichsbehälter i.O.
Aber jetzt kommt es. Das Öl hat sich in Farbe und Konsistenz geändert.
Es erinnert jetzt mehr an Michkaffee oder Latte Machiato.
Ein Bekannter meine es könnte die Kopfdichtung sein. Wie kann ich das überprüfen? Welche Kopfdichtung (vordere oder hintere Zylinder)?
Kann man sowas selbst reparieren? Aufwand?
Ein Handbuch habe ich.
Bei zu hohem Aufwand überlege ich, ob ich mich von meinem Schätzchen trenne. Evtl. auch die Teile einzeln verkaufe.

Wäre schön, wenn sich jemand hierzu äußert.

Gruß
Andreas
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RE: Kopfdichtung defekt?

#2

Beitrag von gast » So 11. Mai 2008, 08:55

Das wäre Ungewöhnlich, aber nicht Unmöglich.

Meist sieht man es am Kühlwasser. Also nicht im Ausgleichbehälter schauen, sondern im Kühler. Da müßten Ölspuren zu sehen sein.
evt. auch zu wenig Flüssigkeit im Kühler.

Wie sehen den die Zündkerzen aus. Oft sieht man sowas schon am Kerzenbild.

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#3

Beitrag von hade35 » So 11. Mai 2008, 12:28

Mit einer Kompressionsprüfung sollte sich wohl klar erkennen lassen ob die Kopfdichtung defekt ist. Hierbei solltest Du auch erkennen können welche Kopfdichtung hinüber ist. Auch würde ich mir daß Kerzenbild mal ansehen.

gruß
Harald
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#4

Beitrag von gast » So 11. Mai 2008, 14:01

Nö. Eben nicht immer. Oft steigt die Kompression durch das Wasser im Brennraum sogar etwas an.

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Autobahnracer
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#5

Beitrag von Autobahnracer » So 11. Mai 2008, 16:35

Die Kommpression hat mit der Zylinderkopfdichtung nicht zwangsläufig etwas zu tun.

Wenn die Kopfdichtung hin ist, müßte allerdings im Kühlkreislauf ein überdruck
herschen, der auch Kühlwasser aus dem Ausgleichsbehälter drückt.(Bei Laufendem Motor natürlich.)
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#6

Beitrag von Gast » So 11. Mai 2008, 16:53

Das Motoröl ist nicht Produkt von Kurzstreckenfahrten?


1. Kühlflüssigkeitsstand im KÜHLER kontrollieren; wenn dort Flüssigkeit fehlt:

2. Zum freundlichen gehen und Kühlsystem abdrücken lassen sowie CO-Check des Kühlsystems.

3. Wenn dort eine Undichtigkeit bestätigt wird, nicht lange rummachen und beide Kopfdichtungen erneuern.

4. Wenn dort keine Undichtigkeit festgestellt wird, mal die Wasserpumpe prüfen... von da kann das Kühlmittel auch in den Motor.

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#7

Beitrag von hade35 » Mo 12. Mai 2008, 08:51

Original von gast
Nö. Eben nicht immer. Oft steigt die Kompression durch das Wasser im Brennraum sogar etwas an.
Klug erkannt, dann hast Du ja auch schon den Zylinder gefunden an dem die Kopfdichtung defekt ist. :dalarm:
Entscheidend beim Messen der Kompression ist, das diese auf allen 4 Zylindern gleichmäßig ist. Ist an einem Zylinder die Kompression höher oder tiefer, dürfte die Kopfdichtung hinüber sein.
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Zuletzt geändert von hade35 am Mo 12. Mai 2008, 08:52, insgesamt 1-mal geändert.
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#8

Beitrag von Gast » Mo 12. Mai 2008, 10:50

Wenn ein Motor dann 12 - 13 - 11 - 11 bar auf den 4 Zylindern hätte.... was willst du denn da erkennen?

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#9

Beitrag von gast » Mo 12. Mai 2008, 11:07

Original von hade35
Original von gast
Nö. Eben nicht immer. Oft steigt die Kompression durch das Wasser im Brennraum sogar etwas an.
Klug erkannt, dann hast Du ja auch schon den Zylinder gefunden an dem die Kopfdichtung defekt ist. :dalarm:
Entscheidend beim Messen der Kompression ist, das diese auf allen 4 Zylindern gleichmäßig ist. Ist an einem Zylinder die Kompression höher oder tiefer, dürfte die Kopfdichtung hinüber sein.

Charmante Ausdruckform.

;)

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#10

Beitrag von hade35 » Mo 12. Mai 2008, 11:39

Original von ManfredK
Wenn ein Motor dann 12 - 13 - 11 - 11 bar auf den 4 Zylindern hätte.... was willst du denn da erkennen?
Hallo Manfred,

das wurde mir zu meiner Ausbildungszeit zum Kfz-Mechaniker so gelehrt, möchte deinen Fachverstand aber nicht anzweifeln, da ich seit einiger Zeit nicht mehr in diesem Berufsfeld tätig bin, allerdings würde ich bei 1 Bar Unterschied noch nicht zwingend von Ungleich sprechen wollen.

O-Ton Lektüre:

Der Kompressionsdruck lässt erkennen, inwieweit Schäden der genannten Art vorliegen. Da im allgemeinen solche Schäden nicht an allen Zylindern gleichzeitig und in gleicher Größe auftreten, ist es weniger die absolute Höhe des Kompressionsdruckes als vielmehr die Gleichheit bei allen Zylindern bzw. das Maß evtl. Abweichungen einzelner Zylinder voneinander, was den mechanischen Motorzustand kennzeichnet.

Wichtiger als die Höhe des Kompressionsdruckes ist die Gleichmäßigkeit innerhalb bestimmter Toleranzen. Überschreiten Abweichungen zwischen den einzelnen Zylindern beim Ottomotor 1,5 – 2,2 bar bzw. beim Dieselmotor 2 – 3 bar, liegt eine Undichtheit vor, die in aller Regel auf eine mechanische Beschädigung oder Verschleiß im Brennraum des Zylinders mit dem niedrigeren Messwert zurückzuführen ist. Zur genaueren Lokalisierung der Schadstelle ist an dem betreffenden Zylinder eine zweite Messung vorzunehmen. Zuvor ist durch die Kerzenbohrung des Zylinder etwas Öl in den Brennraum zu spritzen, um eine gute Abdichtung zwischen Zylinderwand und Kolbenringen zu erreichen. Ergibt die zweite Messung den gleichen Wert wie zuvor, so liegt die Schadstelle mit großer Wahrscheinlichkeit im Bereich der Ventile oder der Zylinderkopfdichtung.

Der Verdacht einer schadhaften Zylinderkopfdichtung erhärtet sich, wenn zusätzlich Spuren von Öl als gallertige Emulsion im Kühlwasser festgestellt werden.
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#11

Beitrag von Gast » Mo 12. Mai 2008, 12:01

Da die Kompressionsmessung als statische Messung ohnehin nur sehr begrenzte Aussagekraft hat, ist diese Messung mittlerweile "Vergangenheit" - da sind zu viele Variable (Batterieladung, Drosselklappenstellung usw.) drin. 2 bar Unterschied sind bei einem Motorradmotor schon recht viel. Und ich habe noch keinen Kompressionstest gemacht, bei dem nicht durch Zufügen von Motoröl die Kompression deutlich gestiegen ist. Selbst bei Zylinderköpfen die deutlich gerissen waren.

Entweder prüfst du heute elektronisch über den Anlasserstrom oder du machst das statisch über eine Druckverlustmessung. Speziell bei Motorrädern ist da fast immer eine Undichtigkeit im Bereich der Auslassventile lokalisierbar.

Da ist selbst die "Nasenprüfung" der Abgase noch zuverlässiger.... Motor warm laufen lassen bis im Kühlsystem Druck aufgebaut ist und dann an den Abgasen schnuppern. Der Kühlmittelgeruch ist selbst in geringsten Spuren bestens riechbar.

Um eine undichte Kopfdichtung heute festzustellen wird entweder das Kühlsystem abgedrückt oder ein CO-Test des Kühlmittels durchgeführt. Der CO-Test ist ein untrügliches Merkmal für einen Dichtungsschaden - mittels des Druckes lassen sich auch sonstige interne Undichtigkeiten lokalisieren (z.B. Wasserpumpe, Risse im Kühlmantel).

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#12

Beitrag von hade35 » Mo 12. Mai 2008, 12:10

Danke fürs update,
wieder was gelernt :winken1:
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#13

Beitrag von Leopander » Di 13. Mai 2008, 01:17

... genau eine druckverlustprüfung hätte ich auch vorgeschlagen, da kann man vieleicht gleich noch andere problemchen feststellen, weil du eventuell von abstoßen sprachst. eine kopfdichtung sollte nicht der trennungsgrund sein, aber wenns mehr wird...
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#14

Beitrag von asto38 » Mi 14. Mai 2008, 07:32

Original von ManfredK
Das Motoröl ist nicht Produkt von Kurzstreckenfahrten?


1. Kühlflüssigkeitsstand im KÜHLER kontrollieren; wenn dort Flüssigkeit fehlt:

2. Zum freundlichen gehen und Kühlsystem abdrücken lassen sowie CO-Check des Kühlsystems.

3. Wenn dort eine Undichtigkeit bestätigt wird, nicht lange rummachen und beide Kopfdichtungen erneuern.

4. Wenn dort keine Undichtigkeit festgestellt wird, mal die Wasserpumpe prüfen... von da kann das Kühlmittel auch in den Motor.
Hallo Manfred,
du hast Recht - im Kühler ist überhaupt kein Wasser mehr drin gewesen, was aber den Grund hatte, daß wohl kein Frostschutz im Kühlwaaser war und ich meine VFR bereits im März aus dem Winterschlaf unter meinen Balkon gestellt habe und es wohl das im angehangenen Bild gekennzeichnete Teil aus Alu? zerissen hat.
Hat jemand noch so ein Teil rumliegen?
Ich werde jetzt mal alle Teile (Wasserpumpe, Kühler und Termostat) auf Dichtheit prüfen und ggfl. erneuern. Dann das Kühlsystem ordnungsmemäß auffüllen und einen Ölwechsel machen.
Vielleicht habe ich ja Glück gehabt.

Ach so, der Einwand mit der Kurzstrecke ist auch richtig.

Danke für Eure Antworten
Andreas
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Bernd B.
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#15

Beitrag von Bernd B. » Do 22. Mai 2008, 12:01

Hy,
habe noch nen Motor da!

Gruß Bernd
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#16

Beitrag von Gast » Do 22. Mai 2008, 12:23

@ asto... wenn das ein Frostschaden ist, besteht auch die Gefahr, dass es den Motorblock zerrissen hat....

Bevor du Kopfdichtungen erneuerst oder andere große Ausgaben tätigst frage Bern mal per PN nach dem Motor/Preis/Laufleistung usw.

gast
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#17

Beitrag von gast » Do 22. Mai 2008, 21:07

Original von ManfredK
@ asto... wenn das ein Frostschaden ist, besteht auch die Gefahr, dass es den Motorblock zerrissen hat....

Bevor du Kopfdichtungen erneuerst oder andere große Ausgaben tätigst frage Bern mal per PN nach dem Motor/Preis/Laufleistung usw.


Hat der für diesen Fall keine Blechstopfen, die dann "aufgehen" ?

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#18

Beitrag von Gast » Do 22. Mai 2008, 21:08

Fallen mir auf Anheb keine ein - kann mich aber täuschen

Markus_W
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#19

Beitrag von Markus_W » Mo 23. Jun 2008, 15:35

Original von ManfredK
@ asto... wenn das ein Frostschaden ist, besteht auch die Gefahr, dass es den Motorblock zerrissen hat....

Bevor du Kopfdichtungen erneuerst oder andere große Ausgaben tätigst frage Bern mal per PN nach dem Motor/Preis/Laufleistung usw.
Sind die VFR Fälle bekannt bei denen so was passiert ist?
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Markus

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